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Leben in der Frauenkirche Dresden - Januar 2012 zur Frauenkirche

 


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Frauenkirche,

ein neues Jahr bricht an. So vieles wird es bereithalten, obgleich das meiste davon noch ungewiss ist. Den einen erfüllt das mit neugieriger Erwartung, den anderen mit skeptischem Unbehagen. Wohl alle eint jedoch Hoffnung auf ein gesegnetes Jahr. Hoffnung ist auch das Thema des ZDF-Neujahrsgottesdienstes aus der Frauenkirche.

Neues gibt es im Januar zu entdecken: Erstmals werden die Neujahrskantaten des Weihnachtsoratoriums von Bach am Epiphaniastag aufgeführt; erstmals sind Kinder eingeladen, das Reich der Kirchenmusik zu erkunden. Doch auch Bewährtes wird fortgesetzt: Das FORUM FRAUENKIRCHE präsentiert zwei überaus spannende Vorträge zum Thema Gerechtigkeit und der Kurs "Religion für Neugierige" lädt wieder ein, über den Glauben nachzudenken. Zuvor aber gibt es eine kleine Ruhepause für die Frauenkirche.

Seien Sie behütet im neuen Jahr. Erleben Sie Neues und Vertrautes und halten auch Sie einmal inne. Gern bei uns in der Frauenkirche.

Pfarrer Sebastian Feydt
Christine Gräfin von Kageneck
Pfarrer Holger Treutmann

PS: Aktuell informieren wir im Veranstaltungskalender und bei Facebook.

 

Erneut ZDF-Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche

Neujahrskantaten des Weihnachtsoratoriums am 6. Januar zu erleben

Konzerte für junge Ohren: Kinder tauchen ein in die Welt der Kirchenmusik

Ruhepause für die Frauenkirche - Gotteshaus schließt fünf Tage für Wartungsarbeiten

Unternehmer und Literat sprechen über ganz unterschiedliche Aspekte von Gerechtigkeit

„Religion für Neugierige“ - Nachdenken über Gott, die Welt und sich

 

Erneut ZDF-Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche


Das neue Jahr begrüßt die Frauenkirche mit einem Gottesdienst, an dem Menschen aus nah und fern teilhaben können - ab 10.15 Uhr entweder vor Ort in der Frauenkirche, am heimischen Fernseher im ZDF oder aber über einen Livestream im Internet.

Der Gottesdienst ist mit der Jahreslosung für das neue Jahr überschrieben, die aus dem Zweiten Korintherbrief (12,9) stammt: "Jesus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig". Hierzu wird Präses Dr. Nikolaus Schneider auch predigen, der mit Frauenkirchenpfarrer Holger Treutmann den Gottesdienst gestaltet. Der Kammerchor der Frauenkirche, das ensemble frauenkirche und Solisten bringen unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert die Bach-Kantate "Lobe den Herrn, den Mächtigen König der Ehren" zu Gehör.

Bereits zum sechsten Mal überträgt das ZDF den Neujahrsgottesdienst live aus der Dresdner Frauenkirche. Traditionell eröffnet es damit zugleich seine Reihe der Fernsehgottesdienste 2012, die alle unter dem Jahresmotto "Mit Herzen, Mund und Händen" stehen werden. Der Gottesdienst ist für alle Interessierten frei zugänglich. Zu beachten sind einzig die für Frauenkirchengottesdienste ungewöhnliche Anfangzeit und der frühe Einlass ab 9.30 Uhr. (Einlasstickets werden in ausreichender Zahl am Eingang ausgegeben; erfahrungsgemäß finden alle Besucher problemlos Platz.)

Neujahrsgottesdienst: 1. Januar 2012; Einlass ab 9.30 Uhr, Beginn 10.15 Uhr
Übertragung: live im ZDF (10.15-11.15 Uhr) | Mediathek (tagesaktuell)

 

Neujahrskantaten des Weihnachtsoratoriums am 6. Januar zu erleben


Das Weihnachtsoratorium gehört zu den beliebtesten und am häufigsten gespielten Werken Johann Sebastian Bachs. Es besteht aus sechs Kantaten, die vom ehemaligen Thomaskantor für sechs Sonn- und Feiertage in der Weihnachtszeit komponiert wurden: den ersten, zweiten und (damals üblichen) dritten Weihnachtstag, Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und Epiphanias.

Die drei Kantaten, die für die ersten Tage des neuen Jahres gedacht sind, erklingen in der Frauenkirche am 6. Januar, dem sogenannten Epiphanias- oder Dreikönigstag. Unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Grünert musizieren die Solisten Jana Büchner (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Markus Brutscher (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass), der Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche die Oratoriumskantaten IV-VI.

 

Konzerte für junge Ohren: Kinder tauchen ein in die Welt der Kirchenmusik


Eine Entdeckungsreise in das Reich der Königin der Instrumente unternimmt Frauenkirchenorganist Samuel Kummer im ersten von zwei Kinderkonzerten, wenn er die große Kern-Orgel einerseits spielt, andererseits aber auch erklärt. Dank moderner Technik wird außerdem ein Blick in den sonst verborgenen Pfeifenraum und auf den Spieltisch möglich - ein Erlebnis für die jungen Zuhörer und sicherlich auch für deren Begleiter. Am Sonntag, dem 15. Januar um 16 Uhr, ist es soweit.

Beim zweiten Konzert nimmt Frauenkirchenkantor Matthias Grünert das junge Publikum mit auf eine musikalische Schlittenfahrt. Kurzweilig wird er demonstrieren, wie Leopold Mozart Klänge wie Peitschenknallen, Glockengeläut, Pferdeschellen und Zähneklappern in seine Komposition eingebunden hat. Hierfür entlocken die Musiker des ensemble frauenkirche Pauken, Trompeten und Violinen winterliche Töne und erklären, wie es Mozart gelingen konnte, die Fahrt durch den Winter so lebendig werden zu lassen. Und damit nicht genug: Auch die Kleine Nachtmusik des Mozart-Sohnes Wolfgang wird genauer unter die Lupe genommen. Dieses Konzert für junge Ohren findet am 29. Januar statt und beginnt ebenfalls um 16 Uhr.

Tickets für beide Konzerte gibt es beim Ticketservice der Frauenkirche oder online (15.1. Die Königin der Instrumente | 29.1. Eine musikalische Schlittenfahrt).

 

Ruhepause für die Frauenkirche - Gotteshaus schließt fünf Tage für Wartungsarbeiten


Fast 13 Millionen Menschen haben die Frauenkirche inzwischen besucht, 2 Millionen davon im vergangenen Jahr - das hinterlässt natürlich Spuren. Daher schließt die Frauenkirche in der zweiten Januarwoche für fünf Tage, um notwendige Wartungsmaßnahmen zu ermöglichen. Vom 9. bis 13. Januar werden dann vorrangig Maler-, Tischler- und Reinigungsarbeiten durchgeführt. 

Bemalte Oberflächen werden fachmännisch vom Staub eines Jahres befreit, Abnutzungserscheinungen und Verunreinigungen am Gestühl beseitigt. „Wir wollen die Kirche kontinuierlich pflegen, können und wollen sie aber nicht immer wieder in einen künstlichen Neuzustand versetzen", erklärt Thomas Gottschlich, Leitender Architekt des Gebäudemanagements der Stiftung Frauenkirche Dresden. "Die Frauenkirche ist ein lebendiges Haus und darf als solches eine gewisse Patina entwickeln."

Am Samstag, dem 14. Januar, öffnet die Frauenkirche wieder um 10 Uhr für die freie Besichtigung. Auch der Kuppelaufstieg, der ebenso wie der Kirchraum in der Wartungszeit geschlossen bleibt, ist ab diesem Tag wieder zugänglich.

Wer mehr über die Erhaltungsarbeiten und auch die damit verbundenen Kosten erfahren möchte, findet auf der Webseite weitere Informationen. Die Stiftung dankt allen, die mit einer Spende diesen Teil ihrer Aufgabe tatkräftig unterstützen.

 

Unternehmer und Literat sprechen über ganz unterschiedliche Aspekte von Gerechtigkeit


Die Verschiedenartigkeit der Bereiche, in denen der Begriff Gerechtigkeit zum Tragen kommt, verdeutlichen noch einmal eindrucksvoll die beiden letzten Vorträge des FORUM FRAUENKIRCHE, das mit dem Jahresmotto "Verhalten und Verhältnisse - Was heißt Gerechtigkeit" überschrieben war.

Am 17. Januar um 20 Uhr wird Götz Wolfgang Werner, als Begründer und ehemaliger Geschäftsführer der dm-Drogeriekette einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands, über seine für manche sicher unerwartete Sicht auf den Sozialstaat sprechen: Werner ist energischer Vertreter eines bedingungslosen Grundeinkommens. Selbiges versteht er als "wirtschaftliches Bürgerrecht", da es "das Leben auf bescheidenem aber tragfähigem Niveau" sichere. Den Versuch, Leistung finanziell aufzuwiegen, hält er für überholt und sogar hinderlich: "Der prinzipielle Vorrang des Erwerbseinkommens lähmt die bedarfsgerechte Vielfalt der Arbeit und den Ideenreichtum, beschränkt Initative und untergräbt Selbstverantwortung. Das hemmt die Entwicklung", so Werner.

Nur zwei Tage später, am 19. Januar, wird der Schriftsteller Clemens Meyer einen ganz anderen Zugang zum Thema Gerechtigkeit wählen. Im Rahmen einer moderierten Diskussion liest er aus seinem Werk, das immer wieder Menschen ein Gesicht gibt, die auf der Schattenseite der Großstadt leben und die der Leser in ihrem Hoffen, Aufstreben, Scheitern und Neuausrichten begleitet. Auch diese Veranstaltung beginnt 20 Uhr.

FORUM FRAUENKIRCHE 17.1. Götz Wolfgang Werner | 19.1. Clemens Meyer

 

„Religion für Neugierige“ - Nachdenken über Gott, die Welt und sich


Glaube mag für die einen eine tiefe Gewissheit bergen, für andere ist er verbunden mit Fragen und Unsicherheiten:
Wer oder was ist Gott? Wozu braucht man die Kirche? Was passiert beim Gottesdienst, dem Abendmahl, der Taufe? Wie betet man? Wie lebt man als Christ?

All dies sind Fragen, die in einem gemeinsamen Angebot der Frauenkirche und der Kreuzkirchgemeinde gestellt werden können: Im Kurs "Religion für Neugierige", der bereits zum siebten Mal stattfindet, können die Teilnehmer im Laufe von neun Treffen über Gott und die Welt ins Gespräch kommen - untereinander und mit den drei Pfarrern der beiden Kirchen. Zwanglos und offen sind die Treffen, in denen Interessierte, Skeptiker und Distanzierte genau so willkommen sind wie Getaufte, Ungetaufte und die, die nur mal schnuppern wollen.

Am 22. Februar beginnt der diesjährige Kurs, der von da an sechs Mal mittwochs abends stattfindet zzgl. dreier weiterer Termine, in denen dann auch ein Gottesdienst besucht oder ein Film geschaut wird. Interessiert? Im Pfarrbüro oder auf der Webseite gibt es weitere Informationen - auch zur Taufe, die in der Osternacht möglich ist.

 

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