Aus den Feuilletons
Das reiche Musikprogramm der Frauenkirche findet regelmäßig lobende Beachtung in den Medien. Lesen Sie hier Auszüge aus Rezensionen zu Konzerten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen des Dresdner Gotteshauses:
"Erschöpft, aber glücklich" - Dresden erlebte in der Frauenkirche das erste Weihnachtsoratorium der Saison: Nicht nur die Choräle waren, da die Konzerte für eine CD-Veröffentlichung mitgeschnitten wurden, bis ins kleinste Detail zurechtgeputzt. Grünert ließ den Kammerchor der Frauenkirche beschwingt agieren, formte die Musik jedoch immer auch nach dem Text aus. Fein ausbalanciert und vital intonierten die Sängerinnen und Sänger und schienen die forschen Tempi des Kantors bisweilen tatsächlich noch zu forcieren. Das aus Kapell- und Philharmoniekollegen bestehende „ensemble frauenkirche“ hat sich daneben klanglich wohltuend diszipliniert. Wohl gestatteten sich die Streichersolisten eine weichere Tongebung in den Arien, ansonsten war Zucker konsequent vom Speiseplan verbannt. Ein schlanker, vibratoloser Ton herrschte vor, der die Musik auch im rasanten Vorwärtspreschen kristallklar erscheinen ließ. (...) Das Publikum jubelte am Ende erschöpft, aber glücklich: ein zu Recht selbstbewusster, ein geradezu furioser Auftakt! (Martin Morgenstern in der Sächsischen Zeitung vom 5. Dezember 2011)
"Klarheit und Bekenntnis" - Dennis Russell Davies dirigierte die Philharmonie in der Frauenkirche: "Nur drei Tage nach der Uraufführung von Gija Kantschelis Konzert für Saxofonquartett und Orchester in Basel konnten wir die deutsche Erstaufführung mit der Philharmonie in der Frauenkirche erleben. (...) Wer in der Lage ist, diese Musik nicht nur als akustisches Phänomen wahrzunehmen, wird ihre starke und zugleich verletzliche Seite spüren. | Selten genug ist Benjamin Brittens Sinfonia da requiem op. 20 zu hören. Dennis Russell Davies ... setzte auch bei Britten konsequent auf Ausdruck und betonte dabei die Strenge der Komposition, in die sich nichts Verspieltes mengte. Ohne jeden Anfug von Agitation gab er so dem ganzen Programm etwas kenntnishaftes, das Klarheit mit Subtilität vereinte." (Peter Zacher in der Sächsischen Zeitung vom 14. November 2011)
"Lebendige Versöhnung durch Musik" - Brittens War Requiem in der Frauenkirche: Musikalisch befand man sich auf allerhöchstem Niveau. (...) Die Hamburgische Generalmusikdirektorin und Intendantin Simone Young, profunde Kennerin von Brittens Werk, verstand es exzellent, zwischen exakter, zugreifender Impulsivität und flüssiger Liniengestaltung zu vermitteln. So erhielt das War Requiem eine Kontrastbreite, die im feinfühig musizierenden Orchester zwischen innigstem Solo und herausbrechender Masse alle musikalischen Schattierungen zu zeigen vermochte. (...) Ausgezeichnete Deklamation, gute Intonation und jederzeit in großen Bögen und Linien fließende Stimmen waren die Kennzeichen dieses Spitzenchores [Philharmonischer Chor Brünn]. (...) Überragend gestalteten Andrew Staples (Tenor) und William Shimell (Bariton) die exorbitanten Solopartien (...). (Alexander Keuk in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24. Oktober 2011)
"Charmanter Wilderer" - Albrecht Mayer musizierte mit den Dresdner Kapellsolisten: Mit den von Helmut Branny agil geleiteten Dresdner Kapellsolisten musizierte Albrecht Mayer, der auch mit seinen Solo- und kammermusikalischen Projekten international erfolgreiche und ausgezeichnete Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, in der Dresdner Frauenkirche. (...) Die Töne schweben, perlen, prickeln, der Klang ist ungemein lebendig und rund, seine Agogik berührend und einnehmend. Zudem ist Mayer ein Meister der Permanentatmung, zieht in langsamen Sätzen Linien, die man so sonst nie hört. Das raubte einem spätestens beim Larghetto des Händel-Konzerts zumindest als Hörer den Atem. Feinsinnig aber auch sein Zusammenspiel mit den Solisten des Orchesters, Susanne Branny (Violine) und Andreas Priebst (Cello), oder dem Continuo. (Sybille Graf in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11. Oktober 2011)
"Ein erhabener Erfolg": Kantor Matthias Grünert führte am Sonnabend [bei seiner Aufführung von Bachs h-Moll Messe; d. Red.] in der Frauenkirche den Kammerchor des Hauses, die Solisten Christina Elbe, Britta Schwarz, Achim Kleinlein und Andreas Scheibner und das auf historischen Instrumenten musizierende Chemnitzer Barockorchester zu einer überzeugenden, im Finale überwältigenden Darbietung. Der Chor steigerte sich nach anfänglich leichter Verhangenheit enorm, bot im „Credo“ ein silbrig blitzendes „Et exspecto“ und erstrahlte im „Sanctus“ in betörender Pracht. Als dann Britta Schwarz die ergreifende Arie „Qui tollis peccata mundi“ anstimmte, „du nimmst hinweg die Sünde der Welt“, stockte dem Publikum der Atem. Der Frauenkirchenkantor beweist, dass beharrliche „Arbeit mit Herz“ köstliche Früchte tragen kann – nach Monteverdis Marienvesper im Vorjahr wurde nun auch Bachs h-Moll-Messe ein erhabener Erfolg. (Jens-Uwe Sommerschuh in der Sächsischen Zeitung vom 4. Oktober 2011)
"Eine Sternstunde für die Frauenkirche": Sie wurde am Ende bejubelt wie eine Königin. Zumindest fast, denn etwas war anders. Simone Kermes hat sich die enthusiastischen Jauchzer und Bravorufe, die nicht enden wollenden Ovationen des stehenden Publikums schwer errungen. Keiner kann der Barockdiva, die aus Leipzig stammt und derzeit in Thüringen und der halben Welt zu Hause ist, das Showtalent absprechen. Sie rockt den Hasse, tanzt den Pergolesi, sie lacht zu den Rängen hinauf, sie hat unheimlich Spaß an ihrem edlen Job. Doch es ist harte Arbeit. In „Come nave“ etwa, einer Arie aus Hasses Oper „Viriate“, bewältigt sie vermeintlich mühelos Schwierigkeiten von so extremer Art, dass von zehn weltbekannten Sopranen acht „aus technischen Gründen“ absagen müssten. (...) Welch ein Sehnen, welch ein Fiebern! Spät am Abend gaben die glückliche Diva und ihr einfühlsames, auf darmbesaiteten Originalinstrumenten spielendes Kammerorchester drei Zugaben. Und das begeisterte Volk krönte kein Blaublut mit Hofstaat, sondern eine heißblütige Könnerin mit kongenialen Begleitern. Eine Sternstunde für die Frauenkirche. (Jens-Uwe Sommerschuh in der Sächsischen Zeitung vom 12. September 2011)
"Zum Heulen schön" - Simone Kermes sang in der Frauenkirche: Sie tanzt, sie spielt, sie kokettiert, badet im Klang des sie begleitenden "Le Musiche Nove", feuert ihre rasenden Spitzentöne ungehemmt ins Kirchenrund. (...) Das enge Miteinander und Umeinander als Triebkraft auch allen Gesangs findet seinen Höhepunkt in Pergolesis "Lieto così talvolta" (aus "Adriano in Siria"): Zarte Orchester-Pizzicati begleiten einen bezaubernden Zwiegesang von Oboe und Sopran, erzählend von Nachtigall, Geliebter, von Liebe. Michael Bosch und Simone Kermes haben nicht nur beeindruckend langen Atem, sie umgarnen sich, sind sich so nahe, wie sich Holzblasinstrument und Menschenstimme nur sein können. Zum Heulen schön! (Sybille Graf in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12. September 2011)
Sinnlich! Ein Genuss: Die Cellistin Sol Gabetta gastierte in der Dresdner Frauenkirche: Ein Abend mit Barockmusik in der Frauenkirche wurde zum musikhistorischen Exkurs. Informative Texte im Programmheft, das passende Ambiente und exzellente Musiker gaben den rechten Rahmen für das Konzert am Samstagabend. Dass es ein sinnlicher, ein mitreißender und überaus faszinierender Genuss wurde, dafür sorgte die junge Ausnahmecellistin Sol Gabetta , die mit dem von ihr und ihrem Bruder Andrés gegründeten Barockensemble Cappella Gabetta auftrat. Die Musikerin vermittelt sympatisches Musikantentum, lässt sich mitreißen von der Musik, spielt mit Leidenschaft und sichtlichem Spaß. Die Musiker des Ensembles sind allesamt herausragende Instrumentalisten. Das zeigte sich nicht nur im virtuosen Spiel solistischer Passagen, sondern insbesondere im homogenen Ensemble, einer faszinierenden Dynamik und im stilvollen Piano, die sie in perfekter Übereinstimmung erklingen ließen. (Jens Daniel Schubert in der Sächsischen Zeitung vom 1. August 2011)
Mit Pauken und Trompeten: Ein wahrhaft festliches Programm mit Orgel, Pauken und Trompeten bescherten die beiden großartigen Trompeter Peter Lohse (Sächsische Staatskapelle Dresden) und Alexander Pfeiffer (Leipzig) dem sehr zahlreich erschienenen Publikum in der Frauenkirche. Mit einer Bearbeitung des 1. Satzes aus dem „Te Deum“ H 146 von J. S. Bachs französischem Zeitgenossen Marc-Antoine Charpentier eröffneten sie auf der malerischen Orgelempore das Programm, das neben reinen Orgelkompositionen, Toccata und Fuge d Moll BWV 565 von J. S. Bach und dem „Agitato“ (1. Satz aus der XI. Sonate d Moll op. 148) von J. G. Rheinberger, sehr gut auf der Orgel dargeboten von Matthias Grünert vor allem Bearbeitungen für 2 Trompeten, Pauken und Orgel enthielt, den Schlusschoral aus der Kantate „Wir danken dir, Gott“ BWV 29 von J. S. Bach, das Concerto D –Dur TWV 54 D4 von G. P. Telemann und als krönenden Abschluss die „Suite“ aus der „Wassermusik“ HVW 348-350 von G. F. Händel, bei denen die ausgesprochen klangschönen, reinen Töne der beiden Trompeten völlig konform fast zu einer Stimme verschmolzen und Pauke (Daniel Schäbe, Leipzig) und Orgel sehr einfühlsam mitgestalteten. Im „Concerto con 2 corni da Caccia F Dur von J. D. Heinichen bewiesen die beiden Trompeter aber auch ihre Meisterschaft auf diesem wieder aktuellen Instrument des 17. Jahrhunderts. (Ingrid Gerk in der Internetausgabe des Neuen Merkers am 25. Juli 2011)
Reduktion auf Einfaches: Pärt und Mahler mit der Dresdner Philharmonie. Es ist wieder und wieder schwierig abzuwägen, welche Musik in einer Kirchenakustik funktioniert, sprich wirkt und welche eines anderen Raumes bedarf. (...) Bis ins letzte hochdramatisch behandelt Pärt das Martyrium der Heiligen Cäcilia, und Kristjan Järvi füllte die MUsik vom meditativ ruhenden Puls bis zum ekstatischen Ausbruch in der Beschreibung des Todes mit genauer Zeichnung. Immensen Anteil an dieser Wirkung hatte der Cresdner Kammerchor (einstudiert von Jörg Genslein), der sich erneut als Konzertchor für die schwierigen Fälle in Dresden bewies: Klang braucht kein Vibrato, aber Sicherheit, und so sang der Chor in seiner gar nicht großen Besetzung mühelos über dem vollen Orchester. Licht und unbeschwert danach "Cantiques des degré", ein unüblich vergnügter Pärt, musikalisch dabei nicht weniger klar und von einem leuchtenden Orchesternachspiel gekrönt." (Hartmut Schütz in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11. Juli 2011)
Glanzvoll, firsch, lebendig - Geistliche Sonntagsmusik mit Ute Selbig und dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim: Zum Glanz- und Höhepunkt des Konzertes gestaltete sich W. A. Mozarts virtuose lateinische Motette für Sopran und Orchester „Exultate, Jubilate“ (KV 165). Makellos, mit scheinbar völlig mühelosen Verzierungen und hervorragender Textverständlichkeit erfüllte Ute Selbig mit ihrem klaren, hellen, jugendlich frischen Sopran, der sicher durch den Raum trägt und über eine besonders schöne, klangvolle Höhe verfügt, den großen Kirchenraum und setzte besondere Glanzlichter zu dem feinsinnig spielenden Orchester, mit dem sie in völliger Harmonie zu sein schien. (...) Frisch und lebensvoll spielten die Mannheimer die Sinfonie g Moll (Op. 6/6) und die Sinfonia concertante F Dur von J. Chr. Bachs in zügigem Tempo, und arbeiteten die meist übersehene elegante Dramatik der oft als leicht und gefällig abgetanen Werke heraus. Mit sehr guter Dynamik und Phrasierung, schöner Klangfülle und wunderbarem Gesamtklang brachten die Musiker den Schmelz der Musik zum Klingen und ließen es bei ihrem feinsinnigen Spiel nicht an klanglicher Delikatesse fehlen. (..) Es war ein glanzvolles Konzert unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert, der zuweilen auch vom Cembalo aus dirigierte. Für das begeisterte Publikum wurde der letzte Satz der Haydn-Sinfonie noch einmal wiederholt und gelang sogar noch eine Nuance gelöster und fröhlicher. Ingrid Gerk am 3. Juli 2011 in der Online-Ausgabe des Neuen Merker)
Kammersolisten Augsburg begeistern mit Bach-Programm: Mit einem reinen Bach-Programm, das die bekanntesten und beliebtesten Glanzstücke aus Bachs weltlichem Schaffen enthielt, die von Vitalität und Lebensfreude sprühen, begeisterten die KAMMERSOLISTEN AUGSBURG das Publikum in der Dresdner Frauenkirche. Man konnte die schon so oft gehörten Werke wieder neu, frisch, und klangschön erleben. Die 14 Kammersolisten Augsburg spielten mit so viel Hingabe und Musizierfreude und vor allem mit barockem Glanz die „Ouvertüre C Dur“ BWV 1066, dass man bereits vom ersten Ton an mitgerissen wurde in die Zeit höfischen Glanzes und barocker Lebensfreude. Jeder Satz dieser Folge von Tänzen wurde entsprechend gemessen und doch so temperamentgeladen und vielschichtig in seinem besonderen Charakter zum Ausdruck gebracht, dass er wie ein eigenes kleines Kunstwerk erschien. Obwohl die Musiker nicht auf Barock-Instrumenten oder entsprechenden Nachbauten spielten, sondern auf guten modernen Instrumenten, entwickelten Sie das richtige Gespür für die Musik Bachs. Es stimmte einfach alles, Tempi, vielgestaltiger, singender Ton, wunderbare Klangfülle, feines piano, feiner Streicherklang, die richtige Phrasierung und Vitalität in gebändigten Bahnen. (Ingrid Gerk am 27. Juni 2011 in der Online-Ausgabe des Neuen Merkers)
Schwelgen und die Ohren spitzen: Mischa Maisky spielte in der Frauenkirche. Der publikumswirksame Titel der Reihe "Instrumentalstars im Konzert" in der Frauenkirche vernachlässigt leicht, dass ein Star adäquater Begleitung bedarf. (...) Vor dem Auftritt des Stars konnte zunächst das St. Petersburger Orchester seine Qualitäten zeigen. (...) Die Streicherbesetzung überraschte mit ausgeprägt feinem Klang, der sich im Raum dennoch deutlich fortpflanzte. Ein weicher, fast zarter Ansatz des Tones, mit dem der Dirigent auch ein Piano zu erzeugen wusste, zu dem man die Ohren spitzen musste. Bei Tschaikowskis Nocturne op. 19/4 und "Kol Nidrei" op. 47 vom Max Bruch eineinten sich das Violoncello von Mischa Maisky und das Orchester zu besonderer Expressivität. Maiskys so markanter wie abgerundeter Ton strahlte, sang, hallte kraftvoll wider ud es entstand gerade bei Bruch im weit gezogenen musikalischen Bogen wirklich aufregende Intensität. (Hartmut Schütz in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30. April 2011)
Mit der Stradivari die Fenster zur Welt geöffnet: Die Violinistin Arabella Steinbacher gab am Sonnabend ein beeindruckendes Debüt in der Dresdner Frauenkirche. Sie trägt die Beinamen Wunderkind, Meisterin, Stern am Geigenhimmel. Ihr werden die Attribute genial und übernatürlich zugeordnet. Die Kritiken zur Violinistin Arabella Steinbacher kennen des Lobes keine Grenzen. Das ruft begeisterte Spannung, aber auch Skepsis hervor. Die Erwartungen für ihr Debüt in der Frauenkirche waren ... entsprechend groß. (...) Antworten lieferte sie gleich im ersten Satz, wenn sie mit Ganzkörperbeherrschung brillante Höhen und markig durchdringende Tiefen brachte, wenn sie ihre Finger schwindelerregend auf dem Steg tanzen ließ und kein Schritt daneben ging, wenn sie die Kadenz ideenreich füllte und neue Energie aus jedem einzelnen Takt schöpfte. Die Stradivari aus dem Jahr 1719 geriet zur tönenden Allzweckwaffe gegen klangliche Beliebigkeit, interpretatorischen Unfug und überkandideltes Virtuosengehabe. Steinbachers Bogenführung war von charakteristischer Eleganz; die ausladenden Aufstriche schossen in die Höhe, als ob sie die Fenster der Welt aufstoßen wollten. Jubilierender Applaus, Bravi, mehrere Vorhänge und eine Zugabe wollten sagen, dass man sich hier noch lange nicht sattgehört hatte. (Christian Fanghänel in der Sächsischen Zeitung vom 10. April 2011)
Kunstvermittlung in die Zukunft. Gesprächskonzert für junge Leute in der Frauenkirche: Das Konzert, das mit Solisten, dem Chor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche unter Matthias Grünert stattfand, hatte eine Besonderheit: Es wurde keine Komposition von Anfang bis Ende gespielt. Stattdessen wurden immer wieder kleine Werkpassagen vorgestellt und - hier ist vom Wichtigsten der Veranstaltung die Rede - vorab erläutert. Das hatte Milko Kersten übernommen (...) Die Informationen zu den Kompositionen vermittelte er mit freundlicher Lockerheit (...) und in gutem Dialog mit Matthias Grünert. Vorgestellt wurde Joseph Haydns Nikolaimesse G-Dur von 1722. Kersten erläuterte das Wesen der Messe als theologisches und musikalisches Genre, informierte über die Art der Vertonung der Texte (...). Es war kurzweilig und instruktiv genug, um auch älteren und erfahrenere Konzertbesuchern Neues mitzuteilen. (Peter Zacher in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 8. März 2011)



