Unser Engagement werden wir fortführen

Zwei langjährige Spender der Frauenkirche Dresden berichten hier über ihre Motivation, ihr Anliegen und ihr Wünsche für die Zukunft der Frauenkirche. (Das gesamte Interview finden sie hier als pdf-Datei.)

Was sind Ihre Beweggründe für Ihr Engagement?
Anita Koch: Ich bin einfach fasziniert von dieser Kirche. Sie hat für mich einen ganz speziellen Zauber. Fragen Sie mich aber bitte nicht, woher dieser Zauber kommt, er ist einfach da. Daneben hat mir immer gefallen, mit wie viel Begeisterung das Konzept des Wiederaufbaus vorangetrieben wurde und wie die Stiftung ihre Ziele formuliert und durchgesetzt hat. Auf der einen Seite spürte man das Herzblut, auf der anderen Seite die große Professionalität. Als Spender fühlte man sich immer sehr gut aufgehoben und man hatte immer das Gefühl, das Geld werde für eine sinnvolle Sache verwendet. Dies ist auch heute noch so.

Viele Spenderinnen und Spender verbanden mit Ihrer Spende das Ziel den Wiederaufbau zu unterstützen. Sie fördern die Frauenkirche auch über dieses Ziel hinaus. Warum?
Anita Koch: Weil ich den Sinn einsehe. Nur was unterhalten und gepflegt wird, kann in seiner Schönheit bestehen bleiben. Unser Engagement werden wir fortführen.
Heiko Günther: Gute Frage. Der Wiederaufbau war eine überschaubare Sache, zeitlich, baulich, finanziell usw. Das Leben in der Frauenkirche ist eine offene,
spannende Geschichte, in der die Arbeit mit Jugendlichen eine große Rolle spielen sollte.

Was wünschen Sie der Frauenkirche für die Zukunft?
Anita Koch: Dass sie ihre Botschaft weiter nach außen tragen kann und dass ihr nie mehr etwas passiert. Dass der Enthusiasmus derjenigen, die in ihr arbeiten oder sie unterstützen nie verlorengeht. Und dass die vielen Besucher ihr mit Respekt begegnen und Sorge tragen.
Heiko Günther: Eine Zukunft mit immer vielen jungen Menschen – damit wäre (fast) alles geregelt.

Anita Koch, Spenderin aus Luzern, Schweiz unterstützt die Stiftung Frauenkirche Dresden seit 2001.
Heiko Günther, Berufsschullehrer, 2000 Gründung des Pädagogischen Arbeitskreises Frauenkirche Dresden e.V.

Symbol unserer neuer Heimat

Diana Biever klärt ihre Motivation zum Erwerb eines Stifterbriefs:

Im Sommer 2009 zogen mein Mann und ich mit unseren Kindern von der ewigen Stadt Rom nach Prag, mitten ins Herz Europas. Nachdem wir uns in der goldenen Stadt eingelebt hatten, kamen wir im Herbst 2009 zum ersten Mal nach Dresden und waren von Beginn an fasziniert vom wiederaufgebauten Wahrzeichen der Stadt, der Frauenkirche, die für uns schnell zum Symbol unserer neuen „Heimat“ wurde. Dieses einzigartige, beeindruckende Zeugnis barocker Sakralbaukunst hatte uns sofort in seinen Bann gezogen.

In regelmäßigen Abständen kamen wir nun nach Dresden. Immer wieder von Neuem begeisterte uns das prachtvolle Meisterwerk George Bährs. Schon beim Verlassen der Autobahn bei Bannewitz und der Weiterfahrt Richtung Zentrum mit Blick auf die „steinerne Glocke“ schlugen unsere Herzen höher. So wurde die Frauenkirche zu unserem neuen Lieblingsfotomotiv und es gibt für uns keinen Aufenthalt in Dresden ohne ein Verweilen in oder an der Frauenkirche.

Wir alle empfinden sehr großen Respekt vor der Wiederaufbauleistung. Und so äußerte mein Mann eines Tages den Wunsch, Stifter zu werden und mit seinem finanziellen Beitrag sowohl die Erhaltung des Bauwerkes als auch die religiösen und kulturellen Veranstaltungen in der Kirche zu unterstützen. Unseren 15. Hochzeitstag am 9. August haben wir für die Stiftung zum Anlass genommen, so dass mein Mann „seinen“ adoptierten Sitzplatz in der Frauenkirche erhält. So wird es in der Zukunft noch immer einen guten Grund mehr geben, von Prag aus nach Dresden zu reisen.