Breit gespanntes Panorama musikalischer Vielfältigkeit
Das Konzertjahr 2012 offeriert einen besonders reichen und vielfältigen Schatz an Werken und Interpretationen, dargeboten von hochkarätigen Musikern in stimmigem Einklang mit dem Ort und dessen Botschaft. Viele neue Begegnungen wird es geben: mit neuen Künstlern, neuen Werken und neuen – da teils ganz jungen – Besuchern. Das Musikjahr 2012: eine Klangentdeckungsreise!
- Bekanntes neu endecken - Neues kennen lernen
- "Soli Deo Gloria" Motto der neuen Frauenkirchen-Bachtage
- Klangvolles in den Reihen "Bläsermusik virtuos", "Vokal international" und "Instrumentalstars im Konzert
- Neue Musik hat festen Platz im Musikleben der Frauenkirche
- Konzerte für junge und jugendliche Ohren
Bekanntes neu entdecken - Neues kennen lernen
„Es ist unser Anspruch, stets neue Blicke auf Bekanntes und selten Gehörtes anzubieten“, sagt Dr. Ralf Ruhnau, Leiter des Konzertmanagements der Stiftung Frauenkirche Dresden. „Wir freuen uns, in zeitgemäßen Interpretationen immer wieder neue Akzente aus der aktuellen internationalen Musikwelt in der Frauenkirche setzen zu können.“ Entsprechend trägt eine der Themenreihen der großen Samstagskonzerte den Titel Akzente – mit Musik aus Russland und Großbritannien, außerdem mit Werken von Georg Friedrich Händel im Kontext mit den Visionen zeitgenössischer Komponisten. Höhepunkte in der Akzente-Reihe sind u.a. die Konzerte der St. Petersburger Philharmoniker und der Lucerne Festival Strings.
Neue Reihe "Aufbruch & Ewigkeit"
Ebenfalls neu im Programm ist die Reihe Aufbruch & Ewigkeit mit Werken von besonders ausgeprägter Bedeutungstiefe, deren spirituelle und emotionale Dimensionen in der Frauenkirche auf intensive Weise zur Geltung kommen. Herbert Blomstedt wird mit den Bamberger Symphonikern in dieser Reihe Bruckners vierte Sinfonie interpretieren; Michael Sanderling und seine Dresdner Philharmonie sind mit Bruckners fünfter Sinfonie zu Gast. Helmuth Rilling mit der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart gibt sein Abschiedskonzert mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Außerdem zu hören ist u.a. Beethovens Missa solemnis im Rahmen des Musiksommers.
„Soli Deo Gloria“ Leitmotiv der ersten Frauenkirchen-Bachtage
Als Weiterentwicklung des „Kleinen Dresdner Bachfestes“ sind die neuen „Frauenkirchen-Bachtage“ ein Hinführen zur Musik des Thomaskantors und ein In-Bezug-Setzen zum Gesamt-schaffen von Johann Sebastian Bach.
2012 stehen sie unter der Überschrift „Soli Deo Gloria“ – Allein Gott die Ehre – und präsentieren einen gehaltvollen Querschnitt des Schaffens des bedeutendsten Barockkomponisten, der einst selbst in der Frauenkirche musizierte.
In sieben Veranstaltungen an sechs aufeinanderfolgenden Tagen vom 2. bis 7. Oktober 2012 wandeln die Hörer – teils mittels vertrauter Formate wie dem BACHzyklus oder der Geistlichen Sonntagsmusik, teils mittels neuer Formen wie einem Literaturabend oder der Bach-Nacht – auf den Spuren des Komponisten. Insbesondere die Bach-Nacht bringt eine interessante Facette in das Musikleben der Frauenkirche ein: Jungstar Martin Stadtfeld wird in der besonderen Atmosphäre der Unterkirche die Goldberg-Variationen zu Gehör bringen. Am Folgetag werden ausgewählte Solosuiten für Violoncello gespielt von Mischa Maisky zu erleben sein.
Klangvolles in den Reihen "Bläsermusik virtuos", "Vokal international" und "Instrumentalstars im Konzert
Klang- und kraftvoll präsentiert sich die Reihe Bläsermusik virtuos, die erstmalige Begegnungen u.a. mit den Trompetenvirtuosen Sergei Nakariakov, Gábor Boldoczki und Alison Balsom ebenso bereithält wie ein Wiedersehen mit den Blechbläserensembles Ludwig Güttler, Harmonic Brass und German Brass.
Im Rahmen der Reihen Vokal international und Instrumentalstars im Konzert erwartet die Besucher der Frauenkirchkonzerte gewohnt Hochkarätiges: Vesselina Kasarova mit dem Helsinki Baroque Orchestra, Bejun Mehta mit dem Freiburger Barockorchester und Ian Bostridge mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie dem Saint Thomas Choir New York, die Wiener Sängerknaben und der Königliche Kapellknabenchor Kopenhagen werden erstmals in der Frauenkirche konzertieren. Gleichsam mit Spannung erwartet werden die ersten Frauenkirchenauftritte des Bratschisten Nils Mönkemeyer mit der Kammerakademie Potsdam, des Pianisten David Fray mit dem Kammerorchester der Münchner Philharmoniker und der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker.
Neue Musik hat festen Platz im Musikleben der Frauenkirche
Doch nicht nur neue Künstler, sondern auch neue Werke gilt es sich zu erschließen. Das Konzert im Gedenken an die Zerstörung Dresdens bietet den würdigen Rahmen für die Uraufführung von Lera Auerbachs „Dresden Requiem“, einer Auftragskomposition der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Sächsischen Staatskapelle Dresden. In einer beeindruckenden Tonsprache verbindet es die Themen Mahnung, Trost und Zuversicht. Auch die zweite Uraufführung im Rahmen des Frauenkirchen-Musikjahres 2012 ist mit der Sächsischen Staatskapelle verbunden – auf dem Programm steht Rudolf Barschais Orchesterbearbeitung von Bachs „Kunst der Fuge“. Als Dresdner Erstaufführung wird Roland Kunz „Der Seele Ruh“ vorgestellt – durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung der estnischen Dirigentin Anu Tali und den großartigen Countertenor Andreas Scholl. 2012 legt die Frauenkirche somit erneut großen Wert auf die Pflege der Neuen Musik.
Konzerte für junge und jugendliche Ohren
Neue Konzertbesucher möchte die Frauenkirche im kommenden Musikjahr mit einem Konzept ansprechen, das sich speziell an Kinder richtet. Zwei Konzerte für junge Ohren sollen das Interesse an klassischer Musik wecken und klangreiche Instrumente vorstellen. Frauenkirchenorganist Kummer wird dazu am ersten von zwei Sonntagnachmittagen im Januar die Kern-Orgel nicht nur spielen, sondern kindgerecht erklären und dank der modernen Technik sogar Einblicke in den sonst verborgenen Pfeifenraum geben. Frauenkirchenkantor Grünert lädt die kleinen Zuhörer zwei Wochen später auf eine musikalische Schlittenfahrt ein, bei der er zeigt, wie bspw. Pauken, Trompeten und Violinen charakteristische Klänge wie Peitschenknallen, Pferdeschellen und Zähneklappern erzeugen können.
Für jugendliche Besucher gibt es ein eigenes Angebot: die Gesprächskonzerte für junge Leute im Rahmen der Dresdner Schulkonzerte. Im März und im November möchten sie Schülerinnen und Schülern bzw. Studentinnen und Studenten die Besonderheiten der Kirchenmusik näher bringen. Unter der Überschrift „Die klassischen Meister und die geistlichen Werke“ pustet das Team um Moderator Milko Kersten und die künstlerischen Leiter Matthias Grünert und Ludwig Güttler den vermeintlichen Staub von Werken von Bach bis Rossini.
Übrigens findet auch 2012 das Eröffnungskonzert des Internationalen Kinder- und Jugendchorfestivals Dresden in der Frauenkirche statt.





















