Frauenkirchen-Bachtage

Jährlich widmet die Frauenkirche Dresden ihrem musikalischen Paten Johann Sebastian Bach ein eigenes kleines Festival: die Frauenkirchen-Bachtage. 2017 stellen die Frauenkirchen-Bachtage die Vielfalt des Schaffens des Barockmeisters und seiner Söhne in den Mittelpunkt.

Zum fulminanten Auftakt konzertieren der französische Cellist Bruno Delepelaire und die Bayerische Kammerphilharmonie unter der Leitung von Reinhard Goebel und bringen Werke von Johann Christian Friedrich Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Wilhelm Friedemann Bach zu Gehör.

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Im Jubiläumsjahr der Reformation und im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus, der Konzertreihe der Dresdner Innenstadtkirchen, erklingen Choralbearbeitungen zu Liedern Martin Luthers von Jan Pieterszoon Sweelinck, Samuel Scheidt, Johann Ulrich Steigleder und Johann Sebastian Bach.

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Das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, das vor allem aus führenden Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden besteht, bewahrt mit Herzblut und Können das Besondere der Musikkultur des 18. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Ludwig Güttler erklingen u.a. die Brandenburgischen Konzerte 1 und 3.

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Sie war gerade geweiht und füllte die noch nicht fertig gestellte Frauenkirche mit ihren Klängen: die von Gottfried Silbermann erbaute Orgel, die Johann Sebastian Bach am 1. Dezember 1736 prüfte. Dieses Konzert nimmt die Zuhörer mit in das barocke Dresden der damaligen Zeit.

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ÜBERBACH eröffnet neue musikalische Welten. Der deutsch-iranische Komponist Arash Safaian nahm Bachs Musik zum Ausgangspunkt für seine Arbeit und stellte daraus fünf Konzerte für Piano, Vibraphon und Kammerorchester zusammen.

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Gleich vier Söhne Johann Sebastian Bachs schlugen – teils sogar ruhmreicher als ihr Vater – eine musikalische Laufbahn ein, so auch Carl Philipp Emanuel. Dieser hatte zudem einen ganz besonderen Patenonkel: Georg Philipp Telemann. Dessen »Missa brevis« erklingt in diesem Konzert.

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Kit Armstrong kann man getrost als Wunderkind bezeichnen: Mit fünf Jahren begann er Klavier zu spielen, mit acht gab er sein Konzertdebüt und mit zehn trug er im Fernsehen seine erste Komposition vor. Inzwischen begeistert er das Publikum auf der ganzen Welt mit seinem passionierten Spiel.

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Johann Sebastian Bachs Kantate »Es wartet alles auf dich« soll an diesem Nachmittag nicht nur durch die Künstler zu Gehör gebracht werden, sondern auch das sangesfreudige Publikum ist aufgefordert, beherzt einzustimmen. Frauenkirchenkantor Matthias Grünert lädt dazu ein.

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Johann Sebastian Bachs »Hohe Messe in h-Moll« verkörpert alles, was sich in seiner Welt denken lässt. Der Thomaskantor verband hier sein christliches Glaubensbekenntnis mit dem künstlerischen, resümierte Geschick und Eingebung in der mustergültigsten Chormusik, die er der Nachwelt hinterlassen hatte.

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Von Montag bis Samstag findet jeweils 12 Uhr eine Mittags- und von Montag bis Mittwoch, sowie am Freitag 18 Uhr eine Abendandacht statt. Während den Andachten ertönt Orgelmusik von Bach. Jeweils im Anschluss finden zentrale Kirchenführungen statt, bei denen der Kirchraum von einem Kirchenführer von der Kanzel aus erklärt wird.

Bach und die Frauenkirche

Dass sich die Dresdner Frauenkirche der Musik des Organisten, Kantors, Kapellmeisters und Komponisten Johann Sebastian Bach und auch der seiner erweiterten Familie und Zeitgenossen verbunden fühlt, liegt allein schon ob der Kirchraumarchitektur und der Botschaft ihrer Werke nahe. Doch auch ganz konkret ist die Frauenkirche mit dem Namen Bach verbunden.

Am 1. Dezember 1736 erklomm der neu ernannte Hofkomponist Johann Sebastian Bach die Stufen zur Orgelempore. Unter großer Anteilnahme des teils honorigen Publikums gab er ein Dankkonzert für seine Ernennung zum „Churfürstlich-sächsischen und Königlich-Polnischen Hofcompositeur“. Wenige Tage zuvor war bereits sein Sohn Wilhelm Friedemann den engen Wendelgang hinaufgestiegen, um zur Einweihung des Silbermann-Instrumentes zu spielen. Beide, Vater und Sohn – letzterer damals Kantor der nahegelegenen Sophienkirche – wussten dem neuen Instrument eindrucksvolle Klänge zu entlocken. Mit „vollkommnen Applausu“ und „besonderer Admiration“ wurden die Vorspiele aufgenommen, hieß es in den „Dreßdnischen Merckwürdigkeiten“.

Noch heute inspiriert es Kantor und Organisten der Frauenkirche, wenn sie im alten, noch erhaltenen Chorbereich der Frauenkirche die Treppenstufen benutzen, über die einst der große Johann Sebastian Bach schritt. Aufregend, berührend und vielfach faszinierend ist zudem die große Anzahl seiner Werke, die in der Frauenkirche kontinuierlich aufgeführt werden. Mit den Frauenkirchen-Bachtagen, die 2017 bereits zum 6. Mal stattfinden, erweist das musikalische Gotteshaus dem Barockmeister seine besondere Reverenz.

Tickets & Vorverkauf

Für alle genannten Konzerte und kirchenmusikalischen Veranstaltungen sind  noch Tickets erhältlich. Für jeden Geldbeutel sind Angebote dabei: von Konzerttickets für das Orgelkonzert für 8 EUR bis hin zu Karten für max. 74 EUR. Sie können an den Vorverkaufskasse der Stiftung am Georg-Treu-Platz 3 (Mo-Fr 9:00-18:00 Uhr, Tel. 0351-656 06 701, ticket@remove-this.frauenkirche-dresden.de) bzw. online über die Webseite der Frauenkirche erworben werden. Zudem werden an den CTS-Vorverkaufsstellen Konzertkarten angeboten.