Bauchronik 1995


Die Errichtung des Außenbauwerkes. Im Jahr 1995 war zunächst die Errichtung des Außenbauwerkes die wichtigste Aufgabe. Der Neubau beherbergt auf 1.300 m² die für die Nutzungsanforderungen unserer Zeit erforderlichen Funktionsräume wie beispielsweise Garderoben für Besucher, WC-Anlagen, Künstlergarderoben, Aufenthaltsräume, Technikräume für Lüftung, Elektro- und Notstromversorgung und eine Trafostation. Das als „Weiße Wanne“ entstandene Stahlbetonbauwerk umschließt das Kirchgebäude U-förmig von Süden über Osten bis Norden und schmiegt sich mit einer Bewegungsfuge an die Fundamente George Bährs an. Die Begutachtung und Sanierung des Fundamentmauerwerks wurde damit gleichzeitig ermöglicht.

Eine weitere wichtige Aufgabe war die Sanierung der historischen Keller. Die alte Bausubstanz wurde soweit zurückgebaut und neu aufgemauert, dass sie den Neubau tragen konnte. Bestehendes Mauerwerk wurde verpresst, Risse durch Setzen von Nadeln überbrückt, große Bauteile durch Anker zusammengespannt und in Bereichen starker Brandschäden die Sichtflächen der Wände ausgebessert. Im Hauptkeller wurden ein bewehrter Betonfußboden, Kanäle für die Warmluftheizung und Lüftung und für das Verlegen von Kabeln hergestellt. Eine Grundwasserentlastungsanlage wurde eingebaut. Damit waren alle Vorbereitungen für den Gewölbebau getroffen.

Ebenfalls im Jahr 1995 entstand ein weiterer Probeabschnitt im Bereich des Einganges C. Inzwischen garantierte ein Wetterschutzdach den Schutz vor Sonne und Regen. Negative Erfahrungen mit dem Turmdrehkran beim ersten Probelos machten die Suche nach einer besseren Lösung für die Versetzarbeiten erforderlich. Diese wurde mit dem Einsatz eines Brückenkranes mit Laufkatze gefunden. Dennoch waren die Transportprozesse noch zu aufwendig. Weitere Verbesserungen sollten aber noch gefunden werden.