Bauchronik 1998
Die Kirche wächst bis zur Höhe der großen Kirchfenster. Der voranschreitende Steinbau machte 1998 ein erneutes Heben des Wetterschutzdaches erforderlich. Mit den Erfahrungen des ersten Hebens und technischen sowie organisatorischen Verbesserungen wurde mit ca. 35 m Höhe nach einem dreitägigen Hubvorgang am 23. Juli 1998 die dritte Dachstellung erreicht. Dabei wurden erstmals auch die beiden stehenden Ruinenteile, der Nordwest-Eckturm und der Choranbau, überdacht.
Nach dem Heben konnte der Steinbau wieder fortgesetzt werden. Die Pfeiler sollten bis zu den Bogenansätzen (18,37 m) aufgeführt werden. Das Versetzen der Gewändebögen der Hauptkirchenfenster (20,26 m) begann. Das Außenmauerwerk, die Spieramen, die Treppenhäuser und das Innenmauerwerk erreichten die den Fensterbänken entsprechende Höhe. Die letzten Bögen zwischen den Pfeilern und den Spieramen wurden gemauert und Spannanker eingebracht.
Die letzten, vor dem Haupteingang D verbliebenen Trümmer des Westgiebels wurden beräumt. Vorangegangen war ein Beschluss des Stiftungsrates, diesen Westgiebel ebenfalls in den archäologischen Wiederaufbau einzubeziehen. Noch im gleichen Jahr konnten die untersten drei Schichten des Bereiches versetzt werden und ließen bereits erahnen, welche Wirkung dieses große zusammenhängende Stück inmitten des Neusteinbereiches haben wird.



