Bauchronik 1999
Die Innenpfeiler werden fertig gestellt. Mit dem Abschluss des Bauloses 3N am 31. März 1999 waren die Außenmauern, Spieramen und Treppenhäuser auf 24.30 m „gewachsen“, die Stahlkonstruktion der fünf Emporen montiert und die Pfeiler auf 18,37 m gebaut worden. Die Stiftung Frauenkirche konnte erfreulicherweise feststellen, dass entgegen der Planung (Fertigstellung zum Jahresende 1999) die Arbeit dank der hohen Einsatzbereitschaft aller schneller voranschritt.
Der nächste Bauabschnitt, das Baulos 4, begann im April 1999 mit Gerüst- und Zimmererarbeiten. Vor der Westseite wurde ein überdachter Schnürboden montiert, auf dem die Lehrschalungen für die Bögen zwischen den Innenpfeilern zusammengebaut wurden.
Mit dem Aufführen der Innenpfeiler auf eine Höhe von 21,40 m wurde die Voraussetzungen geschaffen, die Bögen zwischen den Pfeilern und die Bögen zu den Spieramen bauen zu können. Von jedem Pfeiler gehen vier Bögen ab. Es waren höchste Anforderungen an die Steinplaner gestellt. Schichthöhe, Fugenüberdeckungen und die geometrische Form des Steines mussten miteinander harmonieren. Die räumliche Darstellung mit dem Computer war eine große Hilfe. Die Zimmerleute haben mit den Lehrschalungen für die Bögen wahre Kunstwerke geschaffen. Eine auf Stahlträgern zwischen den Pfeilern aufgeständerte Bogenschalung entstand, die in sich verwölbt war, weil sie an konisch auseinanderlaufende Linien der Pfeiler anschloss.
Das Bauwerk sollte in diesem und im nächsten Jahr nicht mehr so schnell wachsen, da die Kubikmetermengen an Sandstein pro lfd. Meter größer wurden und komplizierte Schalungen die frisch versetzen Bögen und Gewölbe tragen mussten.




