Bauchronik 2004
Mit dem Aufsetzen der Turmhaube wird die äußere Gestalt wieder hergestellt. Der Innenausbau wurde mit hoher Intensität fortgesetzt. Neben den begonnenen Arbeiten wurden Festverglasungen und von den Tischlern Treppen, Dielen, Gestühl sowie Innentüren und -fenster eingebaut. Die Vollendung der Innenraumfarbigkeit ging zügig voran. Von einem eigens entwickelten Drehgerüst entstanden in den einzelnen Feldern der Innenkuppel die Architekturmalereien. Von dem Dresdner Maler Christoph Wetzel wurden unter schwierigen Baustellenbedingungen die Kunstwerke Giovanni-Battista Grones nachempfunden. Die vier Evangelisten und die christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit verkünden das Wort und den Willen Gottes. Mit der Fertigstellung der filigranen Holzbildhauerarbeiten und der farblichen Fassung der vollendeten Orgelempore und des Orgelprospektes wurde dem Kirchraum ein weiterer Höhepunkt der Rekonstruktion zurückgegeben.
Der Steinbau an der Frauenkirche ging mit der Steinversetzung im Laternengesims in 78 m Höhe am 13. April 2004 zu Ende. Danach wurde alles für das Aufsetzen des Laternendaches mit dem Turmkreuz vorbereitet. Der Dachstuhl war in der Lehrlingsausbildungsstätte des Berufsförderungswerkes Bau Sachsen e.V. vorgefertigt und dann auf der Baustelle der Frauenkirche montiert und anschließend verblecht worden. Im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier wurden am 22. Juni 2004 Turmhaube und Kreuz mit einem Spezialkran aufgesetzt. Ca. 60.000 Menschen vor Ort und 8. Mio Zuschauer an den Bildschirmen haben dieses Ereignis miterlebt und mitgefeiert.
Mit dem Abbau der letzen Außengerüste am 30. Juli 2004 wurde der Kirchbau in seiner äußeren Gestalt vollendet und das Abnahmeprotokoll des letzten Bauloses, wie im Vertrag vom 31. März 1999 bereits vertraglich vereinbart, unterschrieben.




