Musik unter der Kuppel der Versöhnung
Musik in der Frauenkirche möchte Menschen zusammenführen. Die Wahrung von Tradition und die Inspiration zu Neuem stehen bei der Programmgestaltung und den Aufführungen immer im Geist der Botschaft dieser Kirche. Zur feierlichen Weihe am 30. Oktober 2005 komponierte Frauenkirchenkantor Matthias Grünert den Weihekanon „Friede sei mit Euch“. Musik in der Frauenkirche sollte fortan zum Erlebnis werden, welches alle Sinne anspricht und die Botschaft der Versöhnung verkündigt. Vollkommen und federleicht werden die Töne der Orgel, die Stimmen der Solisten und Chöre sowie die Klänge großer Orchester hinauf in die Kuppel getragen, wo sie die vier Evangelisten und die Allegorien der christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung sowie der Tugend Barmherzigkeit empfangen. Die Konzerte und die Musik in den Gottesdiensten übermitteln im Einklang mit dem Raum die Botschaft von Harmonie, Frieden und Versöhnung und tragen so zum inneren Frieden der Zuhörer bei.
Lieder und Messvertonungen mit dem „Dona nobis pacem“ lassen an den Sonntagen die Friedensthematik musikalisch leben. Zweimal im Jahr steht die musikalische Friedensbotschaft im Zentrum der 14tägig stattfindenden Geistlichen Sonntagsmusik. Aufführungen von Vertonungen biblischen Geschehens in Passionen im Rahmen der jährlich vor und zu Ostern stattfindenden Konzertreihe "Kreuz und Auferstehung" sowie im Weihnachtsoratorium und weiteren Werken verleihen den höchsten Festen der Kirche musikalisch Ausdruck.
Genießen Sie eine Kostprobe aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, gesungen vom Kammerchor der Frauenkirche 2009.
Neben der Musik sind auch die Musiker der Frauenkirche Botschafter. Der Kammerchor der Frauenkirche reiste zum Osterfest 2010 nach England und konzertierte an einigen Orten, an denen auch das neue Turmkreuz auf seiner Versöhnungsreise nach Deutschland Station gemacht hatte. Nach den geistlichen Chorwerken von Schütz, Mendelssohn und Becker erklang in der Kathedrale von Coventry das bewegende Werk von Rudolf Mauersberger „Wie liegt die Stadt so wüst“. Mit dem Besuch in Coventry wurde nicht nur ein weiterer Baustein der Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Coventry gesetzt. Es entstanden auch musikalische und künstlerische Perspektiven für eine künftige Entwicklung der Partnerschaft im Zeichen der Versöhnung und der Nagelkreuzidee.



