Übertragungen aus der Frauenkirche

Wer sich dem Hörerlebnis fantastischer Aufführungen in der Frauenkirche hingeben und gleichzeitig den wunderbaren barocken Kirchraum sehen möchte, dem seien die DVDs empfohlen, die von ausgewählten Konzerten produziert wurden. Sie bringen die klanglichen Botschaften der Werke mit der besonderen Kirchraumatmosphäre der Dresdner Frauenkirche eindrucksvoll zusammen. (Hinweis: Die CD- und DVD-Veröffentlichungen der ZDF-Adventskonzerte finden Sie auf einer eigenen Seite.)

Homage an Robert Schumann (2010)

Markus Butter, Bariton
Solisten des Dresnder Kreuzchores
MDR Rundfunkchor Leipzig
Leitung Howard Arman
Staatskapelle Dresden
Leitung Daniel Harding

Naxos Deutschland GmbH, 2010
Hörprobe

Anlässlich des 200. Geburtstages von Robert Schumann fand in der wiederaufgebauten Dresdner Frauenkirche dieses einzigartige Konzert statt. Neben großen bekannten Werken wie der Rheinischen Sinfonie op. 97 und der Genoveva-Ouvertüre op. 81 erklingen zwei Welturaufführungen nie gehörter Orchesterfragmente Schumanns. Weitere selten gespielte Vokalwerke Schumanns stehen auf dem Programm, die vom britischen Ausnahmedirigenten Daniel Harding, den Solisten des Dresdner Kreuzchors sowie dem MDR Rundfunkchor Leipzig gestaltet werden.

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis (2005)

Camilla Nylund, Sopran
Birgit Remmert,
Alt
Christian Elsner,
Tenor
René Pape,
Bass
Staatsopernchor Dresden
Staatskapelle Dresden
Leitung Fabio Luisi

Naxos Deutschland GmbH, 2006
Hörprobe

Knapp eine Woche nach der Weihe der wiedererstandenen Dresdner Frauenkirche fand am 4. November 2005 das erste Konzert in dem eindrucksvollen Kuppelbau statt. Und das musikalische Niveau spiegelte dabei den Charakter des wahrhaft historischen Ereignisses großartig wider: Fabio Luisi und seinen Mitstreitern gelang in dieser besonderen Umgebung eine Interpretation, die in großem Maße vom persönlichen Empfinden des besonderen Momentes, von der Feierlichkeit des Augenblicks geprägt ist. Luisi, derzeit Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig und der Wiener Sinfoniker und ab 2007 GMD der Sächsischen Staatsoper Dresden, setzte ganz auf die nachdrückliche Friedensbotschaft der "Missa solemnis". Diese manifestiert sich in opulentem Tutti, aber auch in zwingend musizierten stilleren Passagen. Das berückende Violinsolo von Konzertmeister Kai Vogler und die innigen Zwischenspiele im "Sanctus" fesseln genauso wie das Inferno im "Agnus Dei" das sich langsam aus der "Ruhe vor dem Sturm" entwickelt - eine mitreißende Aufführung.