Fest der ersten drei Tage

Mit dem Weihegottesdienst begann das „Fest der ersten drei Tage“, mit dem das vollendete Wiederaufbauwerk gefeiert und der Öffentlichkeit geöffnet werden sollte. Bereits am Abend des 30. Oktober wurde ein ökumenischer Festgottesdienst gefeiert, der auf schöne Weise die ökumenische Verbundenheit der Frauenkirche verdeutlichte. Der Bischof der Dresdner Partnerstadt Coventry, Colin Bennetts, hielt die Predigt, Repräsentanten der Church of England, aus den USA, Tschechien, Polen aber auch der benachbarten katholischen Gemeinde der Kathedrale wirkten bei den Lesungen und Gebeten mit.

Am 31. Oktober wurde ein Festgottesdienst aus Anlass des Reformationsfestes gefeiert. An diesem nahmen 300 Gemeindeglieder der ehemaligen Frauenkirchgemeinde teil, die hier einst getauft, konfirmiert oder getraut worden waren. Zusammen mit den 1.300 weiteren Gottesdienstbesuchern empfingen sie das erste Abendmahl seit 61 Jahren.

Am Weihetag und am Tag darauf fanden die ersten beiden öffentlichen Orgelkonzerte statt. Frauenkirchenorganist Samuel Kummer spielte Werke von Bach, Brahms, Kummer, Vierne und Reger. Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war außerdem das Dankeskonzert für die am Wiederaufbau beteiligten Bauleute am 1. November.

Die ersten drei Tage boten aber auch die Möglichkeit, die Kirche zu besichtigen. Bereits direkt nach dem Weihegottesdienst und dem anschließenden Festakt öffnete die Frauenkirche gegen 14 Uhr erstmals ihre Türen für die Besichtigung. In der ganzen Nacht blieb die Kirche geöffnet, sodass allein in den ersten Stunden 30.000 Menschen die Frauenkirche bei Orgelspiel und Lesungen erlebt hatten.

Insgesamt haben in den ersten drei Tagen rund 250.000 Menschen die Angebote um die Kirchweihe miterlebt. Vielen stand die Rührung ins Gesicht geschrieben. Tief bewegt verließen die Menschen, die sich von den Wartezeiten nicht abhalten ließen, die Kirche – geeint in der Freude, dass die Frauenkirche wieder ein lebendiges Haus Gottes und der Menschen ist.