Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e.V.

Im November 1989 bildete sich eine Bürgerinitiative, die mit ihrem „Ruf aus Dresden“ am 12. Februar 1990 erstmals an die Öffentlichkeit trat. Aus der Bürgerinitiative ging die „Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e.V.“ (Fördergesellschaft) hervor, die unter dem Vorsitz des Musikers Prof. Ludwig Güttler die eigentlichen Initiatoren des Wiederaufbaus in sich vereinte.

Bereits im November 1991 gründete die Fördergesellschaft gemeinsam mit dem Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamt Sachsens die „Stiftung Frauenkirche Dresden e.V.“ in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins, die die bis zur Gründung der Stiftung Frauenkirche Dresden im Jahr 1994 die Bauherrschaft für den Wiederaufbau übernahm.

Dank der Fördergesellschaft wurden ungezählte Projekte und Initiativen gestartet, die im In- und Ausland wirkenden Freundeskreise aufgebaut und Verbindungen, z.B. zur Bundesregierung und zu einzelnen Spitzenpolitikern, hergestellt. Die Gesellschaft warb eine beachtliche Summe an Spenden ein. So wurde z. B. ein Erlös von 22,5 Mio. € (damals 45 Mio DM) aus dem Münzgewinn der Gedenkmünze für den Wiederaufbau von 1995 erzielt und 6 Mio € aus dem gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden organisierten Verkauf von 450.000 Frauenkirchenuhren.

Die von der Fördergesellschaft seit Beginn ihres Wirkens eingebrachte und an die Stiftung überreichte Gesamt-Spendensumme betrug einschließlich der Sachspenden 35 Mio. €. Darüber hinaus wurden durch die Fördergesellschaft über 15 Jahre hinweg in hohem Umfang Leistungen für den Wiederaufbau ehrenamtlich erbracht. Am Gesamtertrag der Stifterbrief-Aktion der Dresdner Bank von über 68 Mio. € war die Fördergesellschaft mit ca. 10 Mio. € beteiligt.

Die Wiederaufbau-Fördergesellschaft hatte am Ende mehr als 5.600 Mitglieder in Deutschland und über 20 weiteren Ländern. Es existierten 24 Freundeskreise in Deutschland und vier Fördervereine im Ausland. Inzwischen hat die „Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e.V.“ ihre Tätigkeit eingestellt, da der Vereinszweck, der Wiederaufbau, erfüllt war.

Das Leben in der Frauenkirche zu unterstützen, ist Anliegen der Nachfolgegesellschaft – der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V.