Die Stimmen der Friedensstifter

Am 1. Dezember 2010 fand die erste Friedensnobelpreisträgerrede in der Frauenkirche statt. Martti Ahtisaari, Preisträger des Jahres 2008, eröffnete eine besondere Vortragsreihe, die fortan jedes Jahr einen Friedensnobelpreisträger in das wieder errichtete Gotteshaus einlädt. Die Reden tragen die Botschaft des Friedens mit den Stimmen herausgehobener Friedensstifter aus der Frauenkirche in die Welt.

Wer außerordentlich für die „Verbrüderung der Völker gewirkt“ und sich für die „Bildung und Austragung von Friedenskongressen“ engagiert hat, ist für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. So hat es Alfred Nobel 1895 verfügt. Einhundert Jahre später erfolgt der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden mit der gleichen Zielsetzung. Es entsteht ein Wahrzeichen, das zu Toleranz und Frieden der Völker und Religionen untereinander mahnt.

Mit viel Geduld und in festem Vertrauen in die Versöhnung zwischen Menschen, Völkern und Staaten kann man unmöglich Geglaubtes erreichen. Martti Ahtisaari hat dieses Vertrauen stets gelebt. In der ersten Friedensnobelpreisträgerrede sprach der Finne über seine Erfahrungen während seiner Zeit als Friedensvermittler im Kosovo oder auch in Namibia sowie über die Herausforderungen und Chancen für einen anhaltenden Frieden.