Sieger des Friedenswettbewerbs geehrt

Am Nachmittag wurden in der Dresdner Frauenkirche die Preisträger des Friedenswettbewerbs „Schüler treffen Friedensnobelpreisträger“ geehrt. Sie nahmen die Siegerurkunden aus den Händen von Frederik de Klerk entgegen und hatten im Anschluss Gelegenheit zu einer persönlichen Unterredung.

Um die junge Generation für die Auseinandersetzung mit Friedensfragen zu interessieren, lobte die Stiftung Frauenkirche Dresden zum dritten Mal einen Friedenswettbewerb begleitend zu den Friedensnobelpreisträgerreden aus. 149 Schülerinnen und Schüler aus Dresden ebenso wie aus Meißen, Elsterberg und Zwenkau nahmen teil. Sie alle widmeten sich der von Friedensnobelpreisträger Frederik de Klerk eigens gestellten Frage: „Alle anders – alle gleich: Wie lässt sich eine moderne multikulturelle Gesellschaft gestalten?“

Die 26 Gruppeneinreichungen waren vielfältig und kreativ und beinhalteten Websites, Blogs, Plakate und Videos ebenso wie eine Debatte, ein Hörspiel, einen Coversong und ein Streetart-Projekt. Die drei besten Beiträge wurden durch eine Expertenjury, zu der u.a. Botschafter Georg Schmidt vom Auswärtigen Amt und die Afrika-Teamleiterin Andrea Ellen Ostheimer de Sosa der Konrad-Adenauer-Stiftung zählten, als Preisträger benannt.

Die Jury zeigte sich von der Arbeit der jungen Friedensvisionäre beeindruckt. „Es ist bemerkenswert, wie intensiv und mit welch verschiedenen Methoden sich die Schülerinnen und Schüler mit der von Frederik Willem de Klerk gesetzten Fragestellung auseinander gesetzt haben. Schnell wird klar, dass für die junge Generation in multikulturellen Gesellschaften ein Schlüssel für eine friedvolle Zukunft liegt.“

Die 19 Schülerinnen und Schüler des Franziskaneums Meißen, des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresdens und des Semper Gymnasiums Dresden wurden in einer Feierstunde geehrt. Sie hörten würdigende Worte der Jurymitglieder und nahmen die Siegerurkunden aus den Händen von Frederik de Klerk entgegen. Im Anschluss konnten sie dem Friedensnobelpreisträger ihre Fragen stellen. Zuvor hatten sie bereits einen gestalteten Thementag in der Frauenkirche verlebt. Am Abend zählen sie zu den Ehrengästen bei der Friedensrede de Klerks. Zu dieser reisen auch weitere Teilnehmer am Friedenswettbewerb eigens an.

Preisträgerbeitrag »Von der Mauer zur Brücke«

Mit einem eindrucksvollen Film stellt die Schülergruppe ihren individuellen Weg von einer eingeengten, von Vorurteilen bestimmten Sicht hin zu einer offenen, toleranten Perspektive dar. Anfangs wird eine Mauer aus Vorurteilen gebaut, die aber dort keinen Bestand hat, wo es Begegnungen und Interesse am Gegenüber gibt. Aus einem Teil der Mauer wird eine Brücke.

Einreichung von Chiara Fiebiger, Alexander Rühlow, Emely Otto, Estelle Pietzonka, Mary Kremtz, Frederik Mallon, Sophie Ambrosius und Eva Kratzsch aus der Klassenstufe 10 und 11 des Franziskaneums Meißen | ANSEHEN

Preisträgerbeitrag »Ängste in einer multikulturellen Gesellschaft«

Mittels eines Blogs setzen sich die Autoren mit der Frage auseinander, welche Vorbehalte hinsichtlich einer multikulturell zusammengesetzten Gesellschaft bestehen. Hierfür führten sie Gespräche – u.a. am Rande einer PEGIDA-Demonstration – konfrontierten Menschen mit wahren und falschen Aussagen. 

Einreichung von Rahel Gebhardt, Mia Hempel, Elisabeth Jancke, Nora Bürkel und Rebecca Rothmann aus der Jahrgangsstufe 11 des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresden | ANSEHEN

Preisträgerbeitrag »Wir sind Eins!«

In diesem Video thematisieren die Autorinnen die positiven und negativen Aspekte bei der Integration von Flüchtlingen. Ein Interview mit einer Flüchtlingsfamilie gibt wertvolle Einsichten, die um weitere Aspekte ergänzt am Ende zu eigenen Schlussfolgerungen über das Gelingen  eines wertschätzenden Miteinanders führt.

Einreichung von Elisabeth Koch, Larissa Witczak, Jessica Thalmeir, Anne Müller, Julia Clengel und Clara Trautmann aus der Jahrgangsstufe 10 vom Semper Gymnasium Dresden | ANSEHEN