Die Friedensbotschaft weitertragen

Der Frauenkirche Dresden ist es ein großes Anliegen, die Botschaft von Frieden, Versöhnung, Verständigung und Toleranz in die nächsten Generationen zu tragen. Aus diesem Grund wurde ein Friedenswettbewerb ins Leben gerufen. Junge Menschen sind eingeladen und aufgerufen, ihre Ideen, Wünsche, Hoffnungen, Forderungen und auch Lösungsansätze für eine friedlichere, gerechtere und sicherere Welt zu formulieren und vorzubringen. 

Erstmals wurde der Wettbewerb 2014 sachsenweit ausgelobt. Eine Fortsetzung fand der Friedenswettbewerb im Zusammenhang mit der nachfolgenden Rede 2016. Aus den Einreichungen der 59 Teilnehmenden wurden durch eine Expertenjury drei Siegerbeiträge gekürt. 

Friedenswettbewerb 2016

Anlässlich der Friedensnobelpreisträgerrede von Ahmet Üzümcü lobte die Stiftung Frauenkirche Dresden zum zweiten Mal einen sachsenweiten Schülerwettbewerb aus. Er richtete sich an Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klassen aller weiterführender Schulen im Freistaat Sachsen und konfrontierte sie mit einer Themenstellung, die von Ahmet Üzümcü selbst formuliert wurde. 

Themenstellung

Orientiert am Kernthema des Friedensnobelpreisträgers waren Schülergruppen aufgerufen, sich mit einer konkreten Abrüstungsthematik zu befassen. Die von Botschafter Üzümcü selbst gestellte Aufgabe sollte die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer inspirieren und motivieren, sich mit einer wichtigen Friedensfrage intensiv auseinanderzusetzen. Sie lautete: »Achieving a chemical weapons-free world: How can we ensure chemical weapons never remerge?« | »Für eine chemiewaffenfreie Welt: Wie können wir erreichen, dass Chemiewaffen nie wieder zum Einsatz kommen?« 

Preisträger 2016

Die Jury, die sich aus aus Experten (Botschafter Dr. Christoph Israng von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag, Staatssekretär Dr. Frank Pfeil vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie Dr. Oliver Meier von der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik), Studierenden und Schülern zusammensetzte, benannte drei (gleichrangige) Sieger:

Einreichung von 10 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresden

Blog, der sich u. a. künstlerisch durch Fotos und Lyrik mit dem Vorhandensein von Chemiewaffen auseinandersetzt

ZUR WEBSEITE

Einreichung von 22 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 des Semper Gymnasiums Dresden

Informations- und Diskussionsportal mit Beiträgen zur Geschichte, zur rechtlichen Lage und zu Folgen des Einsatzes von Chemiewaffen

ZUR WEBSEITE

Einreichung von 10 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresden

Webseite, die anhand einer Straßenumfrage zeigt, wie wenig über Chemiewaffen bekannt ist und dies mit Informationen kontrastiert

ZUR WEBSEITE

Preisverleihung

Die Stiftung Frauenkirche Dresden organisierte am Tag der Friedensnobelpreisträgerrede für die Siegergruppen ein Rahmenprogramm, zu dem eine intensive Erkundung der Frauenkirche und ein Austausch der Jugendlichen untereinander gehörte. 

Die Siegergruppen erhielten die Gelegenheit, Ahmet Üzümcü persönlich zu treffen. Sie konnten mit ihm ins Gespräch kommen und ihre Gedanken zu einer friedlicheren Welt mit dem Friedennobelpreisträger diskutieren. Die Gewinner erhielten zudem eine von Botschafter Üzümcü unterzeichnete Urkunde und ein Foto, das die jeweilige Gruppe mit dem Nobelpreisträger zeigt. Am Abend waren die Schülerinnen und Schüler Ehrengäste bei der Rede. Die Koordinationslehrer/innen der jeweiligen Gewinnergruppen wurden zudem zu einem Abendessen im kleinen Kreis mit Herrn Üzümcü eingeladen, das im Anschluss an dessen Rede in der Frauenkirche stattfand.

Unterstützung

Der Schülerwettbewerb wurde unterstützt durch die Jacobs Foundation.