Drei Preisträger und zwei Würdigungen im Jahrgang 2014

Das Niveau aller Wettbewerbseinreichungen war beachtlich; der Jury fiel es daher nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen. Ausdrücklich lobten die drei Jurymitglieder das Engagement aller 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Die Beiträge seien bemerkenswert und offensichtlich viel Arbeit und Kreativität erstellt worden.

Besonders wurde die Kreativität hervorgehoben, mit der die Schüler einerseits die Gründe für das Streben nach Atomwaffen darstellten und zugleich die Folgen des Besitzes für die internationale Sicherheit und einen möglichen Einsatz dabei nicht außer Acht ließen. Anders als noch in den 1980er Jahren nahmen die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine europäische Perspektive ein, sondern thematisierten die globalen Aspekte der (Nicht-)Verbreitung und Möglichkeiten der Kontrolle von Atomwaffen.

Aus den 13 Gruppeneinreichungen benannte sie drei gleichrangige Sieger, die das Wettbewerbsthema in herausragender Weise bearbeitet haben.

»Die Entscheidung liegt bei Euch!« Für eine Zukunft ohne Atomwaffen

Milena Hauser, Henriette Weiß, Charlotte Pech, Victoria Tost 
(Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden; Klassenstufe 10)

„Der Beitrag wirft vor allem die Frage auf, welche Dilemmata sowohl eine atomwaffenfreie Welt als auch das Festhalten an Atomwaffen mit sich bringt. Eine solch differenzierte und für den Zuschauer manchmal überraschende Analyse, verbunden mit der Aufforderung, selbst zu entscheiden welche Welt die bessere ist, dürfte ein nachhaltigeres Engagement für die nukleare Abrüstung hervorbringen als plakative Warnungen vor dem Atomkrieg.“

»zehn« Thesenanschlag

Adrian Laugsch, Valentin Gies, Daniel Hofmann, Pia Weigel, Helena Kieß 
(Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden; Klassenstufe 12)

„Neben der sehr schlüssigen Streitschrift, die Sehnsüchte, Appelle, Bedenken und Begehren der jungen Generation auf- und anzeigt, haben die Schüler/innen auch eine filmische Übersetzung der Worte eingereicht, die in ihrer expressiven Symbolhaftigkeit einem apokalyptischem Aufschrei nahekommt.“ Lobend erwähnt wurde zudem die hervorragende Filmmusik, die vom 15-jährigen Adrian Laugsch, einem der jüngsten Komponisten in Sachsens, stammt.

»Frieden statt Bekriegen« Auf dem Weg in eine Welt ohne Nuklearwaffen

Victoria Lê, Livia Koenitz, Charlotte Bäcker, Hannes Lienig, Silvia Dietze, Anna Dorothea Uschner, Sophia Lehne, Nora Hartmann, Oleksiy Bezugly, Jenny Steinert, Mei Yang
(Gymnasium Dresden Plauen; Klassenstufe 9 & 11)

Die Einreichung ist eine fiktive Sonderausgabe des politischen Jugendmagazins THE ROAD. „Das Magazin fällt durch seine sachliche Kompetenz, professionelle Gestaltung und den überaus differenzierten Umgang mit dem Wettbewerbsthema positiv auf. Es ist ein exzellent recherchiertes, bestens durchdachtes Heft, das Interesse für das Thema (nicht nur) bei Jugendlichen weckt."

Würdigungen für zwei weitere Einreichungen

Dem Beitrag „Atomwaffen – Notwendiges Übel oder Verantwortungslosigkeit?“ von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 des Dresdner St. Benno Gymnasiums wurde eine Würdigung für die „bemerkenswerte inhaltliche Gestaltung und die hochwertige Umsetzung des Hörspiel-Features“ ausgesprochen.

Bei der Einreichung “This House believes that a world without nuclear weapons is an illusion“ der English Debating Society des St. Benno-Gymnasiums wurde die fundierte und eloquente Argumentation in englischer Sprache herausgehoben.