Wahrhaftig erinnern und versöhnt leben

Im Herzen der Stadt mahnt die Frauenkirche zum wahrhaftigen Erinnern und versöhnten Leben. Am 13. Februar 1945 zerstörten alliierte Bomben die gesamte Innenstadt. Zwei Tage später stürzte die ausgebrannte Frauenkirche in sich zusammen.

Das wieder aufgebaute Gotteshaus ist heute sowohl Symbol für die Schrecken des Krieges als auch für ihre Überwindung. Jedes Jahr am 13. Februar wird vor und in der Frauenkirche der Zerstörung Dresdens gedacht. Der Dresdner Ehrenbürger und frühere evangelische Superintendent Dr. Christof Ziemer hielt 2008 eine bewegende Gedenkrede auf dem Neumarkt. In den beiden darauf folgenden Jahren mahnten die ehemaligen Bundesminister Dr. Hans-Jochen Vogel und Gerhart Baum zu einem friedlichen Miteinander und zum würdigen Umgang mit diesem Tag. Jedes Jahr wird über eine Lichtinstallation das Bild einer brennenden Kerze auf die Außenfassade der Frauenkirche projiziert und das Turmkreuz angestrahlt. Das Licht der Kerze kündet von Hoffnung und ist als Botschafter für eine friedliche Welt an verschiedenen Stellen um und in der Frauenkirche am 13. Februar zu finden. Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. gibt allen Menschen die Möglichkeit für ein stilles Gedenken am Nachmittag Kerzen am Neumarkt anzuzünden. Die „Nacht der Stille“ lädt am späten Abend mit Musik und Impulstexten zum Frieden bei Kerzenlicht in der Frauenkirche ein.

Zum 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens 2010 gestaltete der Künstler Einhart Grotegut im Besucherzentrum der Frauenkirche eine Ausstellung des persönlichen Erinnerns an die Nacht des 13. Februar 1945. Funde von Alltagsgegenständen aus Dresdner Baugruben zeugten als Installationsobjekte von den Wunden des Feuersturms in Dresden.   

Jedes Jahr kommen Tausende Dresdner an die Frauenkirche um wahrhaftig zu erinnern und für ein friedliches und versöhntes Miteinander zu mahnen. Um sich für die Veranstaltungen in diesem Jahr zu informieren, schauen Sie in unseren Veranstaltungskalender.