Ökumenischer Gedenkweg

Von Dresden aus ist der Blick in den Osten Europas näher als in entfernter gelegene Regionen des Kontinents. Gemeinsam mit unseren unmittelbaren Nachbarn – Tschechien und Polen – wurde die erste Gelegenheit einer gemeinsamen Versöhnungsbotschaft entwickelt. Die vier Dresdner Nagelkreuzzentren verständigten sich 2009 auf den Ökumenischen Gedenkweg, der am 1. September an den 70. Jahrestag des Einmarsches deutscher Truppen in Polen erinnern sollte. Über 100 polnische Gäste konnten in Dresden begrüßt werden. Bewegend war es, mit deutschen und polnischen Geistlichen evangelischer und katholischer Prägung auf der Augustusbrücke in Dresden zu stehen und, begleitet von einem „Boot der Hoffnung“, in polnischer und deutscher Sprache gemeinsam die Versöhnungsliturgie von Coventry zu sprechen.

Ein ökumenischer Gottesdienst bot Raum zur Begegnung, wie es auf einer Meditationskarte festgehalten wurde:

Einander mutig entgegengehen
aus den verschiedenen Zeiten und Zonen

wer zuerst die Hand reicht auf der Brücke
ist so wichtig nicht

wichtig allein dass wie’s wollen
wichtig allein die Begegnung
hoch über dem Abgrund berühren wir uns

                            (Ute Zydek, Wuppertal)

Ein Erinnerungsfest auf dem Neumarkt, ein polnischer Film sowie ein literarisch-musikalisches Programm mit Soldatenbriefen aus den Kriegsanfängen beschlossen den Abend.

Für die Zukunft planen die Dresdner Nagelkreuzzentren weitere Begegnungen mit unseren polnischen Nachbarn.