Gerüste

Für den Wiederaufbau der Frauenkirche wurde eine Vielzahl von Gerüsten benötigt, einerseits um den Bauarbeitern Zugang zu höher gelegenen Gebäudeabschnitten zu ermöglichen, anderseits aber um entstehende Gebäudeteile zeitweilig zu tragen. Für beide Gerüstformen war es aufgrund der Dimension des Bauvorhabens immer wieder erforderlich, spezielle Lösungen zu entwickeln, für die dann auch Nachweise über die Standsicherheit zu erbringen waren.

Die Gerüste, die Gebäudeteile stützen sollten, stellten die Meister und Zimmerleute immer wieder vor Herausforderungen. Für die vielen Bögen und Gewölbe mussten so genannte Lehrschalungen konstruiert werden. Dies geschah nach überlieferten handwerklichen Regeln. Die zu erzeugenden Formen waren dabei oft komplex und wiesen mehrfache Wölbungen auf. Besonders anspruchsvoll waren die Schalungen für die Bögen zwischen den Innenpfeilern und für die Innenkuppel und die Hauptkuppel.

Kaum vorstellbar ist die Zahl an Gerüststangen, die benötigt wurde. Allein die Holzböden für die Gerüste für das Außenbauwerk bis zum Hauptsims (also bis unterhalb des Kuppelanlaufs) füllten 12 Sattelschlepper. Für Stütz- und Tragekonstruktion der Lehrschalung der Hauptkuppel wurden 20.000 Verbindungsstücke benötigt, um die einzelnen Stangen zusammenzuhalten.