Kämpfer wider Willen
Er war ein „Kämpfer wider Willen“. Der spätere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Hugo Hahn, setzte sich während seiner Zeit als Superintendent an der Frauenkirche Dresden (1930-1937) dafür ein, dass die Politik der Nationalsozialisten mit den „Deutschen Christen“ nicht in die Kirche hinein getragen wird. Daraufhin wurde Hugo Hahn seines Amtes enthoben und später aus Sachsen ausgewiesen sowie aus dem Dienst der sächsischen Landeskirche entlassen.
Zum Zeichen seines Wirkens als unbeugsamer Christ wurde 2007 eine Gedenktafel für Hugo Hahn ausgestellt. Im Eingangsbereich C der Betstubenempore hängt das von dem brandenburgischen Künstler Frank Dornseif geschaffene Relief Hahns. Schwarzer Eisenrundstahl zeigt die Gesichtskonturen Hahns, die durch den Einstrahl des Lichts das Antlitz Hahns im Schatten zeigt. Ausdrucksstark und mutig erinnert die Gedenktafel an das couragierte Denken Hugo Hahns.



