Städte im Krieg – Städte für den Frieden

Datum
Di, 23. Januar 2018, 19:30 Uhr

Ort
Unterkirche der Frauenkirche

Veranstalter
Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. in Kooperation mit dem Dresdner Geschichtsverein e.V.

Auftaktveranstaltung

»Die Brücke über der Drina: Krieg und Frieden in Mostar«
PD Dr. Norbert Spannenberger

Die „Alte Brücke“ (Stari most) in Mostar gilt als Wahrzeichen der Stadt und wurde 1556-1566 im Auftrag von Sultan Süleyman I., dem Prächtigen erbaut. 1993 wurde sie im Bosnienkrieg wegen ihrer Symbolkraft zerstört: Die Steinbrücke galt als Verbindung zwischen der christlichen und der islamischen Welt. 2004 konnte sie mit internationaler Hilfe wiederhergestellt werden. Wegen ihrer architektonischen Einzigartigkeit und Symbolkraft wurde sie am 15. Juli 2005 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die UNESCO würdigte die Brücke als „Symbol der Versöhnung und internationalen Zusammenarbeit (…) und (…) Symbol für das Zusammenleben von verschiedenen religiösen, kulturellen und ethnischen Gemeinden“. Seit 2004 wird der jährliche Friedenspreis von Mostar vom Zentrum für Frieden und multiethnische Kooperation vergeben.

PD Dr. Norbert Spannenberger wurde 1969 in Fünfkirchen/Pécs (Ungarn) geboren. Studium der Geschichte Ost- und Südosteuropas, Neuere und Neueste Geschichte und Politische Wissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. 1999 Promotion über den "Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938-1944". Von 1999-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am interdisziplinär und international ausgerichteten Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) an der Universität Leipzig. 2004-2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bern, bis 2010 am GWZO und danach am Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte in Leipzig. 2011 Habilitation an der Universität Leipzig. Lehraufträge in Leipzig, Bern und Fünfkirchen/Pécs.

Eintritt frei