Kantor Matthias Grünert

Matthias Grünert, 1973 in Nürnberg geboren, erhielt erste musikalische Prägungen im Windsbacher Knabenchor. Er studierte Kirchenmusik, Gesang und Orgel an den Musikhochschulen Bayreuth und Lübeck, weiterführende Impulse erhielt durch F. Tagliavini, J. Laukvik, M. Radulescu. Er ist Preisträger diverser Orgelwettbewerbe, z.B. des Internationalen Wettbewerb für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker 2000.

Während des Studiums war er Assistent des Lübecker Domchores und Kantor an St. Petri in Bosau, wo er die beliebte Reihe der Sommerkonzerte formte. Von 2000 – 2004 war er als Stadt- und Kreiskantor in Greiz tätig und führte dort u. a. das gesamte Orgelwerk Bachs auf.

2004 wurde er als erster Kantor der Dresdner Frauenkirche berufen, seit 01.01.05 ist er künstlerisch verantwortlich für die Kirchenmusik der Kirche. Er gründete den Chor und den Kammerchor der Frauenkirche, die beide zu einer festen Größe der Kulturlandschaft Mitteldeutschlands zählen. Das umfangreiche Repertoire der Chöre umfasst nicht nur die bekannten Werke der Oratorienliteratur, sondern auch selten zu hörende Chorwerke. So engagiert sich Grünert in vielen Aufführungen für die Wiederentdeckung Dresdner Komponisten des Barock und der Klassik. Der Schwerpunkt des Chores mit 100 Sänger/innen liegt auf dem 19. Jahrhundert, der Kammerchor widmet sich besonders Komponisten des 17./18. Jahrhunderts. Das von ihm initiierte und aus Musikern der Sächsischen Staatskapelle und Dresdner Philharmonie bestehende ensemble frauenkirche ist musikalischer Partner bei Aufführungen vor Ort, darüber hinaus auf Konzertreisen präsent.

Als Dirigent arbeitet er mit namhaften Solisten und Orchestern zusammen. Gastspiele führten ihn an zahlreiche Orgeln ebenso wie in viele Musikzentren, nach Japan, Island, Frankreich, Belgien, Österreich, Italien, Tschechien, Polen und in die Schweiz. Als Organist ist er Duopartner profilierter Musiker, wie Günter Baby Sommer oder Susanne Ehrhardt.

Eine umfassende Diskographie u. a. bei Sony, Berlin Classics und Rondeau und zahlreiche Fernseh- und Rundfunk-Aufnahmen dokumentieren sein Wirken.

Seit dem Wintersemester 2008/09 hat er einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden inne. Zudem ist er Autor von Klavierauszügen für den Musikverlag Breitkopf & Härtel.

(Ausführliche Vita hier zum Download)

Organist Samuel Kummer

Samuel Kummer, 1968 in Stuttgart geboren, wurde 2005 an die Frauenkirche zu Dresden berufen, wo er regelmäßig bei Andachten und Gottesdiensten zu hören ist. Er initiierte die vier Orgelreihen "Dresdner Orgelzyklus", "BACHzyklus", "Literarische Orgelnächte" sowie "Orgelnachtmusik bei Kerzenschein".

Seit 1988 konzertiert Samuel Kummer im In- und Ausland, so u. a. in der Schweiz, Dänemark, Norwegen, Mittelamerika, den USA, in Russland sowie in den inländischen Kathedralen und Domen zu Köln, Berlin, München, Münster oder Königslutter. Er trat bei renommierten Festivals wie dem Luzernfestival und dem Styriartefestival auf. Als Solist konzertierte er zusammen mit der Russischen Staatsphilharmonie, der Staatskapelle Dresden und den Chemnitzer Philharmonikern. 

Samuel Kummer ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe wie dem »Concours L’ Europe et L’ Orgue« in Maastricht sowie dem »Internationalen Orgelwettbewerb Odense«. Seine CDs mit Orgelwerken von Bach und Duruflé sowie Vierne, Symphonie Nr. 3 und Nr. 5 (Diapason d’Or 9/2008) ernteten einhelliges Lob in der nationalen und internationalen Fachpresse.

Sein Studium der Kirchenmusik absolvierte Samuel Kummer an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. In den Orgelklassen von Lohmann, Jacob und Bossert erarbeitete er sich ein breites Repertoire. Wichtige Impulse erhielt er auf Meisterkursen bei Alain, Latry, Fagius und Ghielmi. Bei seiner A-Prüfung erhielt er eine Auszeichnung im Fach Orgelimprovisation. 

Seit 2007 ist Samuel Kummer Lehrbeauftragter für Orgelimprovisation und Literaturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.