Das Musikjahr 2016: Elemente – Schöpfung – Welt

Das Musikjahr 2016 eröffnet musikalisch neue Welten. Es präsentiert ein Programm, das um die beiden assoziativreichen Motive re | creation und welt | weit entwickelt wurde und einlädt, mit Neugier und Offenheit an die großen Themen der Kunst – Schöpfung, Aufbruch, Hingabe, Tod und Auferstehung – heranzugehen.

Worauf Sie sich 2016 freuen können

Ideen, Klangreichtum und Inspiration machen das musikalische Leben der Dresdner Frauenkirche zu dem, was es ist. Das Musikjahr 2016 wird von Assoziationen zum Themenfeld »Elemente – Schöpfung – Welt« getragen. Insgesamt 126 Angebote erfüllen den Kirchraum das ganze Jahr hindurch.

Kammerchor der FrauenkircheChor der Frauenkirche | ensemble frauenkirche27.01. Roma und Sinti Philharmoniker | Riccardo Sahiti12.02. Herbert Schuch02.04. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker09.04. Thomas Hampson | Sinfonietta Amsterdam16.04. Gábor Boldoczki | Stuttgarter Kammerorchester | Matthias Foremny23.04. Alison Balsom | Dresdner Philharmonie | Michael Sanderling30.04. Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera | Frauenkirchenkantor Matthias Grünert03.05. Philharmonischer Kinderchor und Gastchöre aus aller Welt06.05. Jan Vogler | Boston Symphony Orchestra | Andris Nelsons18.05. David Garrett | Israel Philharmonic Orchestra | Omer Meir Wellber24.06. Kammerchor Stuttgart | Hofkapelle Stuttgart | Frieder Bernius02.07. Albrecht Mayer | Markus Groh16.07. Sooyeon Lee | Preisträger beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 201530.07. Tamas Palfalvi06.08. SIGNUM Saxophonquartett20.08. Blechbläserensemble Ludwig Güttler24.09. Dresdner Kapellsolisten29.09. Daniel Hope30.09. Sebastian Koch | Württembergisches Kammerorchester08.10. The King's Singers13.10. Lautten Compagney Berlin15.10. Elke Heidenreich | Vokalensemble Calmus22.10. Österreich-Ungarische Haydn Philharmonie05.11. Thomanerchor Leipzig19.11. Anne-Sophie Mutter | London Philharmonic Orchestra08.12. German Brass09.12. Philharmonischer Chor Dresden10.12. Tölzer Knabenchor15.12. I Musici di Roma20.12. Prager Philharmonie27.12. Blechbläserensemble Ludwig Güttler
Kammerchor der Frauenkirche
Chor der Frauenkirche | ensemble frauenkirche
27.01. Roma und Sinti Philharmoniker | Riccardo Sahiti
12.02. Herbert Schuch
02.04. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker
09.04. Thomas Hampson | Sinfonietta Amsterdam
16.04. Gábor Boldoczki | Stuttgarter Kammerorchester | Matthias Foremny
23.04. Alison Balsom | Dresdner Philharmonie | Michael Sanderling
30.04. Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera | Frauenkirchenkantor Matthias Grünert
03.05. Philharmonischer Kinderchor und Gastchöre aus aller Welt
06.05. Jan Vogler | Boston Symphony Orchestra | Andris Nelsons
18.05. David Garrett | Israel Philharmonic Orchestra | Omer Meir Wellber
24.06. Kammerchor Stuttgart | Hofkapelle Stuttgart | Frieder Bernius
02.07. Albrecht Mayer | Markus Groh
16.07. Sooyeon Lee | Preisträger beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2015
30.07. Tamas Palfalvi
06.08. SIGNUM Saxophonquartett
20.08. Blechbläserensemble Ludwig Güttler
24.09. Dresdner Kapellsolisten
29.09. Daniel Hope
30.09. Sebastian Koch | Württembergisches Kammerorchester
08.10. The King's Singers
13.10. Lautten Compagney Berlin
15.10. Elke Heidenreich | Vokalensemble Calmus
22.10. Österreich-Ungarische Haydn Philharmonie
05.11. Thomanerchor Leipzig
19.11. Anne-Sophie Mutter | London Philharmonic Orchestra
08.12. German Brass
09.12. Philharmonischer Chor Dresden
10.12. Tölzer Knabenchor
15.12. I Musici di Roma
20.12. Prager Philharmonie
27.12. Blechbläserensemble Ludwig Güttler

Große Namen, starke Momente

Schon die künstlerischen Leitmotive zeigen, dass die Konzerte im kommenden Jahr Horizonte öffnen und neue Einblicke freigeben wollen. Dramaturgische Ausgangspunkte sind zwei Assoziationen: re|creation in der Schnittstelle zwischen dem Göttlichen, der Musik und dem Menschen und welt|weit als Verdeutlichung eines ständigen Unterwegsseins. Entsprechende Schlüsselwerke stellen Haydns Oratorium »Die Schöpfung«Rebels »Elemente« und Dvoráks Sinfonie »Aus der neuen Welt« dar. Es geht um die wesentlichen Aspekte menschlicher Esistenz: Trauer, Freude, Liebe, Konflikt, Tod und Auferstehung. Daher erklingen u.a. das Mozart-Requiem»Die vier Jahreszeiten« von Vivaldi und PiazzollaBeethovens »Eroica« und das »Schicksalslied« von Brahms.

Im Musikjahr 2016 erwartet das Publikum starke künstlerische Momente mit herausragenden Musikern. Der amerikanische Starbariton Thomas Hampson ist in der Frauenkirche erstmals in einem eigenen Konzert zu hören, dessen Programm mit Werken von Brahms, Barber u.a. er dem Publikum auch mit Worten nahebringen möchte. Anne-Sophie Mutter gibt sich nach einigen Jahren wieder die Ehre, begleitet vom London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Robin Ticcati. 

Daniel Hope ist der Frauenkirche eng verbunden und gibt im Rahmen der Frauenkirchen-Bachtage gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Knauer seinen ersten Soloabend. Alison BalsomLudwig Güttler und Albrecht Mayer haben sich angesagt; wohltuende Wiederbegegnungen gibt es zudem mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, dem Tölzer Knabenchor und dem Thomanerchor Leipzig unter der Leitung des neuen Thomaskantors und vielen weiteren mehr.

Kirchenmusik zwischen Wiederentdeckung und Neuschöpfung

Frauenkirchenkantor Matthias Grünert hat für das Musikjahr 2016 ein musikalisches Paket geschnürt, das die Begegnung mit den großen Werken der Kirchenmusik ebenso ermöglicht wie das Wiederentdecken verschollener Kompositionen bis hin zum erstmaligen Hören von Neuschöpfungen. 

Anlässlich des Jahrestages der Zerstörung Dresdens wird die a cappella-Motette »Vater vergib« Grünerts uraufgeführt. Die Vertonung der Versöhnungslitanei von Coventry steht in der Tradition des Anfang diesen Jahres erstmals musizierten »Pater noster« und wird fester Bestandteil der Programme der Chorreise sein, die den Kammerchor der Frauenkirche durch deutsche Nagelkreuzzentren führt.

In den Geistlichen Sonntagsmusiken, von denen es 22 geben wird, werden sechs Kantaten von Homilius wiedererstaufgeführt. Die vermutlich seit der Zeit des Komponisten in Dresden nicht musizierten Werke wurden in den Beständen der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek entdeckt und aufwändig für die beiden Neuaufführungen in der Trinitatiszeit und am ersten Advent aufbereitet. Ohnehin sind die Geistlichen Sonn- und Festtagsmusiken über das ganze Jahr hinweg ein sprudelnder Quell zum Entdecken sakraler Werke. Es erklingen u.a. vier große Haydn-Messen, sieben Motetten bzw. Kantaten von Bach und eine Messvertonung von Mozart. Als Dresdner Reverenz wird zudem Zelenkas »Missa Omnium Sanctorum« aufgeführt.

Musikalische Handschrift druch die Klangkörper der Frauenkirche

Bei all der kirchenmusikalischen Fülle sind die Klangkörper der Frauenkirche die tragenden Pfeiler. Chor, Kammerchor und ensemble frauenkirche gestalten – neben ihren gottesdienstlichen Verpflichtungen – insgesamt 30 Angebote aus, die von Jugendangeboten über Sonntagmusiken bis zum großen Konzert reichen. Der Kammerchor ist außer in den traditionellen Aufführungen der Johannespassion, der h-Moll Messe und des Weihnachtsoratoriums von Bach auch in Aufführungen des Mozart-Requiems, Haydns »Schöpfung« und eigens zusammengestellten Festmusiken für das kurfürstliche sächsische Haus im Abschusskonzert der Bachtage zu erleben. Der Chor führt u.a. Brahms‘ »Schicksalslied« und Mendelssohn-Bartholdys »Paulus« auf.

 

Reger & Bach

Ein Komponist, der im kommenden Jahr kirchenmusikalisch besonders gewürdigt wird, ist Max Reger. In zeitlicher Nähe zu seinem 100. Todestag führen der Chor der Frauenkirche und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera seine »Romantische Suite« auf. Außerdem durchziehen den die Innenstadtkirchen verbindenden Dresdner Orgelzyklus, der 2016 in sein zehntes Jahr geht, Programme mit Reger-Werken.

Neben Max Reger bleibt aber natürlich Johann Sebastian Bach als musikalischer Pate von besonderer Bedeutung im kirchenmusikalischen Leben der Frauenkirche, was sich u.a. an der Neuauflage des BACHzyklus mit insgesamt 10 Konzerten und den Programmen weiterer Orgelreihen zeigt.

Neue Wege in der Musikvermittlung

Eine Weiterentwicklung erfährt das Konzept der kreativen Musikvermittlung: Neben den bewährten Konzerteinführungen, Werkstatt- und Gesprächskonzerten sowie dem „Musikalischen Klassenzimmer“ wird es erstmals vor drei ausgewählten Konzerten Kunstgespräche im Albertinum geben: Das Konzertprogramm wird in Bezug gesetzt zu je einem ausgewählten Objekt der Bildenden Kunst (27.01. | 24.06. | 03.09.). 

Von besonderem Reiz sind die Konzerte mit jungen, kreativen und bereits erfolgreichen Musikern. Fortgesetzt werden die Konzerte mit Preisträgern des ARD-Musikwettbewerbs; entdeckenswert sind darüber hinaus das SIGNUM Saxophonquartett und die Junge Deutsche Philharmonie, die in der Frauenkirche mit Pekka Kuusito einen der international aufregendsten jungen Geiger konzertiert.

Starkes Partner-Netzwerk

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27.01.) erlebt Roger „Moreno“ Rathgebs »Requiem für Auschwitz« in der Frauenkirche seine Dresdner Erstaufführung. Der holländische Sinto-Musiker schrieb das chorsinfonische Werk wider das Vergessen. „Es gedenkt der Opfer und ist gleichzeitig eine Hommage an das Leben“, erklärt Barbara Damm, Programmleiterin Musik und Musiktheater in HELLERAU. Es musizieren die Roma- und Sinti-Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo Sahiti. HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und die Stiftung Frauenkirche Dresden setzen damit gemeinsam ein Zeichen der Erinnerungskultur in Sachsen. 

HELLERAU ist einer von drei neuen Partnern der Frauenkirchenkonzerte, genau wie das Albertinum und die Jüdische Musik- und Theaterwoche. Sie erweitern das starke Netzwerk, das bereits langjährig mit den Dresdner Musikfestspielen, der Dresdner Philharmonie, dem Heinrich Schütz Musikfest, dem MDR Musiksommer und der Sächsischen Staatskapelle besteht.

Tickets, Angebote und Preisvorteile

Für die Mehrzahl der Veranstaltungen beginnt der Vorverkauf am 29. Oktober. Tickets können online sowie vor Ort an der Vorverkaufskasse der Stiftung am Georg-Treu-Platz 3 (Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-15 Uhr, Tel. 0351-656 06 701) erworben werden. Zudem werden Tickets an den CTS-Vorverkaufsstellen und an den SZ-Treffpunkten angeboten. 

Angebote & Offerten

Dresdnerinnen und Dresdner können sich 2016 auf vier Konzerte freuen, bei denen sie Karten auf allen verfügbaren Plätzen für 15 EUR erwerben können. Dies sind die Aufführungen von Bachs »Matthäuspassion« (19.03.), Mozarts »Divertimento« (16.04.) sowie Beethovens »Frühlingssonaten« (02.07.) und die »Eroica« (17.09.).

Fortgeschrieben werden die Kooperationen mit der Sächsischen Zeitung, der DREWAG und der „Dresden for friends“-Card, die bis zu 50-prozentige Nachlässe bieten. Zwei Kombi-Abos mit dem Staatsschauspiel Dresden stehen zur Wahl. (Mehr zu Angeboten und Abos erfahren Sie hier.)

Auf Wunsch kann jeder Konzertbesucher Frauenkirchen-Karte erhalten. Nach dem Kauf von Tickets für drei Veranstaltungen wird die Karte automatisch in eine Frauenkirchenkarte plus+ umgewandelt, mit der ein Rabatt von 25 Prozent für weitere Ticketkäufe für das laufende und für das gesamte Folgejahr einhergeht. (Mehr zu den Frauenkirchen-Karten erfahren Sie hier.

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