Pressestimmen aus den Jahren 2009 und 2008

Hier finden Sie Auszüge aus den Pressestimmen zu Aufführungen in der Dresdner Frauenkirche aus den Jahren 2009 und 2008:

Erquickend zickige Hysterie - Anne Sofie von Otter badet in der Frauenkirche im Beifall: "Anne Sofie von Otter erntete am Sonnabend in der Dresdner Frauenkirche am Ende rauschenden, fast euphorischen Beifall. Als fünfter Gast der Reihe "Gesangstars im Konzert" hatte sie nach der Pause ein Feuerwek von Händel-Arien gezündet. (...) Auch das spiefreudige Concerto Copenhagen, daheim liebevoll CoCo genannt, hatte hier seine stärksten Momente." (Jens-Uwe Sommerschuh in der Sächsichen Zeitung vom 21. September 2009)

Stars Alter Musik begeistern in der Frauenkirche: Das Mailänder Ensemble «Il Giardino Armonico» hat am Samstagabend in der Dresdner Frauenkirche eine Lehrstunde in Alter Musik erteilt. (...) Dirigent Giovanni Antonini stellte das Ensemble bestens auf die schwierige Akustik des Gotteshauses ein und bot mit seinen Musikern berührende Interpretationen barocker Musik auf historischen Instrumenten. Gleiches gilt für die Gestaltungskraft von Marie-Claude Chappuis, deren Arie «Se d'un Dio fui fatta Madre» wie ein Juwel im Kirchenbau funkelte. Die Zuschauer waren begeistert und erklatschten sich eine Zugabe. (Jörg Schurig, dpa, 5. September 2009)

Zum "Bach nach Acht"-Konzert: "Gleich zu Beginn des Abends setzte die junge Altistin Bettina Rauch einen Glanzpunkt. Sie verlieh der nicht allzu oft zu hörenden Solo-Kantate Bachs “Gott soll allein mein Herze haben“ BWV 169 mit ihrer voluminösen, warmen Altstimme, ihrer hoher Stimmkultur und ihrer hinreißend ausdrucksvollen, stilgerechten Interpretation viel Leben. (...) Der Initiator dieser Konzertreihe Frauenkirchenkantor Matthias Grünert bot mit fröhlicher Unbekümmertheit und festlicher Stimmung Toccata und Fuge f-Dur BWV 540 (...)." (Ingrid Gerk, Der Neue Merker, im September 2009)

Begegnung mit einem ganz Großen - Pinchas Zuckerman in der Frauenkirche: "Bei seinem Gastspiel konnte er sofort die Sympathie des Publikums gewinnen, denn sein Auftreten als Geiger und Dirigent war zurückhaltend und ohne Starallüren. Es war eine große Freude, dieser liebenswürdigen und kunstvollen Musik zuzuhören, und es schien den Ausführenden ähnlich große Freude zu bereiten." (Peter Zacher, Sächsische Zeitung vom 3. August 2009)

Sommerfrische konzertant - Das English Chamber Orchestra debütierte in der Dresdner Frauenkirche: "Stilsicher und klanglich auf das feinste balanciert bestätigte das English Chamber Orchestra seinen Statuts als eines der international führenden Kammerorchester."
(Karsten Blüthgen, Sächsische Zeitung vom 3. August 2009)

Klarinettistin Sabine Meyer spielt in der Frauenkirche den Tempo-Joker aus: "Zuvor erklang Webers erstes Klarinettenkonzert. Im finalen Allegro lief sie entfesselt die Funken fliegen, bot Virtuosität im Grenzbereich des Spielbaren." (Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung vom 13. Juli 2009)

Klangkunst auf Spitzenniveau: In der Szene wird sie "Primadonna assoluta der Klarinette" genannt: "Sabine Meyer. Ihr ist es zu verdanken, dass die Klarinette das Konzertpodium zurückerobert hat. Sabine Meyer setzt am Samstag die Reihe "Instrumentalstars in der Frauenkirche hochkarätig fort. In weiteren Konzerten werden in diesem Jahr noch der israelische Ausnahmemusiker Pinchas Zuckerman, der Star-Cellist Jan Vogler und der der Frauenkirche besonders verbundene Trompeter Ludwig Güttler musizieren." (Dresdner Neueste Nachrichten vom 9. Juli 2009)

Zur Aufführung des Alexanderfestes: Schon vom 1. Takt an wurde mit Begeisterung musiziert, wobei besonders feine, gefühlvolle piani bei Chor und Orchester - es sang der Kammerchor der Frauenkirche begleitet vom ensemble frauenkirche unter der Leitung von Kantor Grünert - beeindruckten. Der Kirche angemessen, konnte der Chor mit 28 Sängerinnen und Sängern den Raum gut füllen und auch die kraftvollen Szenen voll zur Geltung bringen. Das Instrumentalensemble ist ein eingespieltes Team und eine sehr gute Grundlage der Aufführungen, wobei eine gute Harmonie mit dem Chor und eine entsprechende geistige Durchdringung des Werkes auffielen. (Ingrid Gerk, Der Neue Merker im Juli 2009)

Per l'Orchestra di Dresda: "Dieses Konzert in der Frauenkirche wurde bestimmt von einem ausgesprochenen Dresden-Bezug. Mit Reinhard Groebel stand der Mann vor den Nachfolgern jener Hofkapelle, der mit seiner Zuwendung zu Werken Johann David Heinrichens vor Jahren eine Serie von Einspielungen eröffnete. ... So hatte das Programm eine enge thematische und stilistische "Klammer", sehr spannend und instruktiv zugleich." (Peter Altmann, Dresdner Neueste Nachrichten vom 25. Mai 2009)

Knallen und Funkeln: "Eigentlich kann es nie unpassend sein, ein Festival mit der "Unbeantworteten Frage" von Charles Ives zu beginnen. Es ist die ewige Frage nach der Existenz, die der Amerikaner 1906 zum Orchesterstück "The Unanswered Question" formte. Solche Raumkompositionen gedeihen effektvoll in der Dresdner Frauenkirche, wo am Mittwochabend die 32. Musikfestspiele begannen." (Karsten Blüthgen, Sächsische Zeitung vom 22. Mai 2009)

Konturenstarke Romantik: "Die Dresdner Frauenkirche erlebt Mendelssohn und Schumann mit dem vorzüglichen Orchestre des Champs-Èlysées." (Jens-Uwe Sommerschuh, Sächische Zeitung vom 16. Mai 2009)

Glanzvolle Krönungsmesse - Aufführung in der Frauenkirche: "Mit einem ausgewogenen Solistenquartett, dem chor der Frauenkirche und dem Reußischen Kammerorchester Gera stand Kantor Matthias Grünert ein beachtliches Ensemble zur Verfügung, das sich bestens vorbereitet und in guter Form zeigte. In dem auf die Musik und das Konzert bezogenen "Geistlichen Wort" zeigte Pfarrer Sebastian Feydt, wie man in gebotener Kürze viel sagen kann." (Peter Altmann, Dresdner Neueste Nachrichten vom 13.5.2009)

Märchenhaftes schwärmen - Rafael Frühbeck de Burgos und seine Philharmoniker verzückten das Dresdner Frauenkirchenpublikum: "Die Singstimmen feierten ein Fest: Das Solistenquartett mit Ofelia Sala und vor allem die Mädchen und wenigen Knaben des Philharmonischen Kinderchores. Ein Genuss, diesen kristallklaren Stimmen zu lauschen, die sich über und neben dem Orchester anscheinend mühelos entfalteten. Kaum zu halten war das Publikum, als es die Auszüge dieses Klassikers [Mendelssohns "Ein Sommernachtstraum"], insbesondere den Hochzeitsmarsch, feierte."
(Karsten Blüthgen, Sächsische Zeitung vom 11. Mai 2009)

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Bayreuth in Dresden: Daniele Gatti dirigiert Richard Wagners „Parsifal“ in der Frauenkirche:
"Am Ende dieses sommerlichen Freitagabends waren wir als Zuhörer eingeschlossen in den Klangraum eines wunderbaren, vom großen Geist träumerischer Freiheit durchzogenen Kunstwerks. Als gäbe es hier alle Zeit der Welt, Ruhe in ungeahntem Maß, fügte Daniele Gatti mit den Damen und Herren der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Motive des Abendmals, des Grals und des Glaubens zur klingenden Trinität, die zu bestaunen, nicht zu erklären ist. Es ist die Eigenart des Raumes, in dem sich jeder Klang, und sei er noch so zart, ausbreitet. Das wird für den Dirigenten und dieses Orchester niemals heikel, es wird zum Spiel mit den besonderen Möglichkeiten." (www.klassik.com, 15. September 2008)

"Academy of St. Martin in the Fields, Håkan Hardenberger und Kenneth Sillito: Ein ausverkauftes Haus kündete vom guten Vorgefühl auf das Konzert der ‚Academy of St. Martin in the Fields’ und dem Trompeten-Magier Håkan Hardenberger. Die Erwartungen sollten sich erfüllen. Die hier in reiner Streicherbesetzung auftretenden Londoner durchleuchteten Leoš Janáčeks ‚Suite op. 1’ und fanden spannungsreiches Auf und Ab zwischen Heiterkeit und Schwermut, Lyrismus und ausgelassenem Musizieren." (Sächsische Zeitung vom 11. August 2008)

"Die Frauenkirche Dresden hat sich … als wesentlicher Aufführungsort etabliert – auch das Repertoire ist eine echte Bereicherung." (Sächsische Zeitung vom 29. Juli 2008)

"Der Leipziger Thomanerchor war zu Gast in der Stadt, angereist zusammen mit dem Gewandhausorchester und dem Thomasorganisten Ullrich Böhme. Der Name Bach prägte das Programm … Glanz und Gloria prägten die Interpretation. Kraftvoll und lebendig sangen die Thomaner unter Billers fordernder Leitung, eine facettenreiche Binnendynamik und pointierte Einsätze ließen aufhorchen. Mit spielerischer Verve und Trompetenglanz machte das Gewandhausorchester das Bild komplett." (Dresdner Neueste Nachrichten vom 8. Juli 2008)

Chor und Orchester „Anima eterna“ unter der Leitung von Jos van Immerseel: "Als Höhepunkt erwies sich am Sonnabend das ‚Credo’ mit dem berührenden ‚Cruzifixus’- Dialog zwischen Marianne Beate Kiellands Mezzosopran und Harry von der Kamps Bass. Der Chor der ‚ewigen Seele’ verlieh dem ritualisierten Bekenntnis ein Feuer, das wahrlich lodert und zuckt – emotional und feinsinnig." (Sächsische Zeitung vom 23. Juni 2008)

"Wagner selbst konnte die Massen wohl kaum exakter und energischer geleitet haben, als dies Minkowski an diesem Abend tat. … Nach beinahe 100 Jahren wurde so erstmals wieder ohrenfällig, wie genau Wagner die Komposition auf den kolossalen Kirchraum zugeschnitten hat." Rezension zu Richard Wagner: Das Liebesmahl der Apostel; internationale Chöre, Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Marc Minkowski. (Die Welt vom 17. Juni 2008)