Sandstein
Das Baumaterial der Frauenkirche und vieler weiterer Bauwerke in Dresden und Umgebung ist Sandstein. Dieser Baustoff war u. a. deshalb beliebt, weil er eine hohe Festigkeit hat, leicht verarbeitet werden kann und regional verfügbar war. Nicht zuletzt ist es aber auch ein Baustoff, der optisch anspricht.
Der Sandstein für die Bähr’sche und die wieder aufgebaute Frauenkirche stammt aus den Postaer Steinbrüchen im Elbsandsteingebirge in der Nähe von Dresden. Während aber der Abbau im 18. Jahrhundert unter größten körperlichen Mühen erfolgen musste, hilft heute modernste Technik. Steinblöcke werden nunmehr entweder kontrolliert abgesprengt oder per Hochdruckwasserstrahl geschnitten. Computer helfen beim genauen Zuschnitt von Blöcken und Konturen, auch wenn sie die Steinmetzen nicht ersetzen können. Diese sind nach wie vor für die Anpassungs- und Feinarbeiten notwendig.
Zu Bährs Zeiten wurde der Sandstein noch per Schiff zum Neumarkt verbracht. Die elbnahe Lage des Steinbruches und der zu bauenden Frauenkirche legte diesen Transportweg nahe. Anders als vor 200 Jahren, als die gebrochenen Stücke oftmals erst vor Ort bearbeitet wurden, wird heutzutage das Rohmaterial in Werkstätten verarbeitet und die fertigen Blöcke ausgeliefert. Das geschieht inzwischen ausschließlich auf dem Landweg.




