Ein besonderes Geschenk

Friedrich Garlichs und seine Frau Elsbeth Grisstede-Garlichs sind der Frauenkirche seit dem Wiederaufbau eng verbunden. Einen Stein der Frauenkirche haben sie nun ihrer Enkeltochter gewidmet.

Sie stehen gemeinsam mit Tamara Constanze Barzen in der Unterkirche und suchen »ihren« Stein. Es ist die Wand der Westtonne, vor der das restaurierte Grabmal George Bährs einen Platz gefunden hat. An dieser Stelle ist die Verzahnung von alten Steinen des barocken Baus aus dem 18. Jahrhundert und von neuen Sandsteinen des Wiederaufbaus besonders deutlich sichtbar. Am 8. Mai feierte Tamara in München Konfirmation. Die Großeltern »schenkten« ihr einen Stein der Frauenkirche. 

Ein bleibendes Geschenk mit Botschaft

»Wir hatten den Wunsch, etwas nicht Materielles zu schenken«, erzählt Friedrich Garlichs von den Beweggründen der Steinwidmung. Tamara: »Ich habe es erst gar nicht verstanden. Ich dachte: ‚Ich kriege einen Stein. O.k.‘ Ich musste es erst zweimal lesen. Es war ein Brief dabei. Ich habe etwas von der Frauenkirche gelesen. Ich wohne in München. Da ist auch eine Frauenkirche und ich dachte: ‚Die ist nicht zerstört worden.‘ Aber dann habe ich es verstanden und habe mich gefreut.«

Elsbeth Grisstede-Garlichs, Enkelin Tamara Constanze Barzen und Friedrich Garlichs vor der FrauenkircheMandy Dziubanek, Leiterin der Spenderbetreuung der Stiftung Frauenkirche Dresden, trifft die SpenderfamilieDas Ehepaar Garlichs mit ihrer Enkelin, die als Steinpatin nunmehr auch Stifterbriefinhaberin ist
Elsbeth Grisstede-Garlichs, Enkelin Tamara Constanze Barzen und Friedrich Garlichs vor der Frauenkirche
Mandy Dziubanek, Leiterin der Spenderbetreuung der Stiftung Frauenkirche Dresden, trifft die Spenderfamilie
Das Ehepaar Garlichs mit ihrer Enkelin, die als Steinpatin nunmehr auch Stifterbriefinhaberin ist

Die Großeltern treffen ihre Enkeltochter zum »Dankeschön-Konzert« in Dresden. Die junge Münchnerin reist allein an. Die Großeltern kommen aus Münster. Während ihre Großeltern schon mehrmals in Dresden waren, ist es für Tamara die erste Reise nach Dresden. Die Reise ist Teil des Konfirmationsgeschenks. 

Die Großeltern wollen ihrer Enkeltochter die Geschichte näherbringen – vor allem den Gedanken der Versöhnung, der mit dem Wiederaufbau möglich wurde. Frau Grisstede-Garlichs fasst ihre Beweggründe zusammen: »Wir waren zum zehnjährigen Jubiläum hier und haben in einem Vortrag gehört, dass es schwer sei, die Jugend an dieses Projekt der Versöhnung heranzuführen. Für die Jugend ist die Geschichte Vergangenheit. Während unsere Generation – die Großelterngeneration – den Krieg noch selbst erlebt hat, wenn auch als Kind oder Jugendlicher. Für uns ist es keine Geschichte, sondern irgendwie Präsenz. Uns liegt am Herzen, dass die Jugend mit der Idee der Versöhnung und des Aufbaus, wofür diese Kirche spricht, in Berührung kommt. Vielleicht eine schöne Anregung auch für andere Großeltern.«


von Mandy Dziubanek

Steinpatenschaften

Wir sind dankbar, wenn Sie sich dafür entscheiden an einem besonderen Tag wie einer Konfirmation oder einem Jubiläum an Spenden für die Stiftung Frauenkirche Dresden zu denken. Mit Ihrer Zuwendung helfen Sie die Ziele der Stiftungsarbeit umzusetzen. Dem Jubilar kann ein Stein der Frauenkirche gewidmet werden. Eine symbolische Steinadoption und ein persönlicher Stifterbrief sind ab einer Spende in Höhe von 300 € möglich. Mehr darüber erfahren Sie HIER.