Leitlinien der Stiftungsarbeit


Auftrag zur Rekonstruktion der historischen Baugestalt

Bis zur Vollendung des Wiederaufbaus bestand die wesentliche Aufgabe der Stiftung Frauenkirche Dresden satzungsgemäß in der baulichen Rekonstruktion der Dresdner Frauenkirche nach dem Entwurf des Erbauers George Bähr. Der Wiederaufbau der Frauenkirche soll gemäß der vom Kuratorium der Stiftung Frauenkirche in seiner konstituierenden Sitzung am 12. Januar 1995 beschlossenen Leitlinien ...

  • unter weitgehender Verwendung der historischen Bausubstanz   
  • in enger Anlehnung an die Originalpläne ihres Erbauers George Bähr
  • unter Berücksichtigung damals wie heute gültiger baumeisterlicher Prinzipien
  • unter Einsatz moderner Erkenntnisse der Baustatik, der Bauphysik und der Bautechnologie
  • entsprechend den Grundsätzen archäologischer Rekonstruktion erfolgen.

Auftrag zur Gestaltung des Lebens in der Kirche

Seit der Vollendung des Wiederaufbaus stehen nunmehr die gemeinnützige, kirchliche Nutzung und der Erhalt des Baus im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit. Bei der Nutzung der wieder aufgebauten Frauenkirche sollen laut Satzung ...

  • ihrer historischen Funktion als Gotteshaus entsprechend, gottesdienstliche und kirchenmusikalische Veranstaltungen im Vordergrund stehen
  • ihrem Schicksal totaler Zerstörung angemessen, das Gedenken an Opfer und Leid eine würdige Stätte finden, insbesondere in den unteren Räumen der Kirche und in Anschauung des Äußere
  • ihrer Bedeutung als Baukunstwerk höchsten Ranges gemäß, den Darbietungen der Künste – insbesondere der Musik – Raum gegeben werden
  • ein Ort der Begegnung geschaffen werden, an dem Vorträge, Versammlungen und Symposien stattfinden
  • Gelegenheit zum Erleben für jedermann geboten werden, indem der großartige barocke Innenraum besichtigt und innerhalb der Kuppel umlaufend bis zur Laterne aufgestiegen werden kann, um die wieder erbaute Stadt zu sehen
  • auch funktionsbedingte Flächen im unterirdischen Außenbauwerk Berücksichtigung finden, zumal dies durch die Bauplanung ermöglicht wird
  • entsprechend dem bisher verfolgten Baukonzept alle satzungsgemäßen Möglichkeiten offen bleiben
  • in jedem Fall Geist und Würde des Baues gewahrt bleiben.

Diesem Auftrag fühlt sich die Stiftung Frauenkirche Dresden verpflichtet und richtet ihr ganzes Wirken danach aus.