Turmkreuz

Als Zeichen der Mahnung und der Erinnerung steht das alte Turmkreuz, welches einst auf 91 Meter Höhe die Kuppel der Frauenkirche bekrönt hatte. 1993 wurde es bei der archäologischen Enttrümmerung gezeichnet aber in seiner Form weitestgehend unversehrt gefunden.

Es wurde entschieden, das Kreuz nicht zu rekonstruieren und auf seinen alten Platz zu heben, sondern es im Innenraum der Frauenkirche aufzustellen. Dort mahnt es mit seiner eindringlichen Präsenz zum Erinnern und Gedenken. Besucher können unter dem Kreuz Kerzen anzünden und Gebetsanliegen in ein Buch eintragen.

Auf der Kuppel der Frauenkirche strahlt ein neu gefertigtes Turmkreuz. In besonderer Art und Weise versinnbildlicht es die Kraft der Versöhnung. Gestiftet vom britischen Volk und dem Königshaus Großbritanniens und gefertigt vom Sohn eines Piloten, der Dresden einst bombardierte, kündet es nun von der Botschaft der Frauenkirche: Brücken bauen – Versöhnung leben – Glauben stärken.

Zum 55. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, am 13. Februar 2000, übergab Seine Königliche Hoheit, der Herzog von Kent, in seiner Funktion als Schirmherr des Dresden Trust das fertige Kreuz. Bis zur Fertigstellung der Kuppel stand das Kreuz vor der westlichen Fassade Frauenkirche, ehe es am 22. Juni 2004 zusammen mit der Laternenhaube auf seinen exponierten Standplatz gehoben wurde.