
Die Turmuhr der Frauenkirche befindet sich im südwestlichen Treppenturm C, der dem Neumarkt zugewandt ist. Dort, wo an den anderen drei Ecktürmen ovale Fenster eingebaut sind, wurden drei dem historischen Vorbild nachgestaltete Ziffernblätter angebracht, die optisch davon künden, dass alle Zeit in Gottes Händen steht.
Die Turmuhr ist eine konsequente Nachfolgerin der bis zum Einsturz der Kirche an gleicher Stelle installierten Uhr. Ebenso wie ihre Vorgängerin stammt sie aus dem Hause Otto Fischer - Meißen und wird durch ein mechanisches Uhrwerk angetrieben. Bewusst wurde auf ein historisches Modell zurückgegriffen, welches vormals in der Philippuskirche in Lohmen eingebaut war. Da das dort nicht mehr benötigte Uhrwerk technisch dem der alten Frauenkirche ähnlich war und kostengünstig aufgearbeitet werden konnte, übergab es die Lohmener Gemeinde der Stiftung Frauenkirche 2002 als Schenkung. Es wurde in Pirna sachkundig restauriert und im Turm C über den Glocken montiert. Ein zweites Stundenschlagwerk wurde im Turm E ergänzt.
2003 wurde das Uhrwerk eingebaut und mit den Glocken in den Dienst gestellt. Seither zeigt die Dankglocke Hannah mit einem, zwei, drei oder vier Schlägen die Viertelstunden und die Gebetsglocke David die Stundenzahl an, die die Trauglocke Josua noch einmal wiederholt.