Vortragsreihe FORUM FRAUENKIRCHE

Das Forum Frauenkirche, das in erster Linie durch Vortragsveranstaltungen geprägt ist, bietet die Möglichkeit zum interdisziplinären Dialog und möchte Toleranz und Verständigung ermöglichen. Im Dienst der Friedens- und Versöhnungsarbeit skizzieren renommierte Referenten Wege zu einer Kultur des Friedens. Der Friedensbegriff ist so weit gefasst, dass er Fragen des individuellen, gesellschaftlichen und globalen Friedens umgreift. Die Veranstaltungen des Forums finden in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und der Sächsischen Staatskanzlei statt. 

Das Jahresthema 2015

Der Vortragszyklus 2015 steht unter dem Leitmotiv »Am Ende wieder neu. Kristallisationspunkte der Geschichte«. Es betrifft und verbindet: die Frauenkirche – Dresden – Deutschland und Europa. 40 Jahre ist es her, dass im Sommer 1974 die Schlussakte der Konferenz von Helsinki unterzeichnet wurde. Die Grundregeln des friedlichen Zusammenlebens in Europa – die Unverletzlichkeit der Grenzen, die friedliche Regelung von Streitfällen, die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten sowie die Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten – fanden einhellige Zustimmung. Dies gilt es angesichts der aktuellen politischen Entwicklung im Osten Europas im Jahr 2015 im FORUM FRAUENKIRCHE ebenso zu würdigen und zu erinnern wie das Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 – vor nunmehr 70 Jahren. »Am Ende wieder neu.«: Es sind die Kristallisationspunkte in der Geschichte, die uns im Jahr 2015 das FORUM FRAUENKIRCHE unter dieses Thema stellen lassen.

Auswahl bisheriger Referenten und Podiumsgäste

Es sprachen u.a. Martti Ahtisaari | Peter Altmeier | Stefan Aust | Dora Bakoyannis | Mohamed ElBaradei | Kurt Biedenkopf | Jochen Bohl | Christopher Cocksworth | Daniel Cohn-Bendit | Fatoumata Siré Diakité | Thea Dorn | Udo di Fabio | Cornelia Füllkrug-Weitzel | Joachim Gauck | Friedrich Wilhelm Graf | Durs Grünbein | Klaus-Peter Hertzsch | Otfried Höffe | Wolfgang Huber | Jean-Claude Juncker | Otto Kallscheuer | Wolfgang Kaschuba | Paul Kirchhof | Charlotte Knobloch | Gudrun Krämer | Christine Lieberknecht | Jutta Limbach | Wolf von Lojewski | Lothar de Maizière | Thomas de Maizière | Ralf Meister | Clemens Meyer | Hans Joachim Meyer | Bascha Mika | Georg Milbradt| Ralf Minge | Herfried Münkler | Winfried Nachtweih | Ehrhart Neubert | Vural Öger | Ruprecht Polenz | Avi Primor | Harald Range | Matthias Rößler | Gerhard Roth | Wolfgang Schäuble | Christian Schwarke | Jan Sokol | Dean Spielmann | Jürgen Stark | Uwe Tellkamp | Gerd Theißen | Klaus Tolksdorf | Klaus Töpfer | Fritz Vahrenholt | Günter Verheugen | Hans Vorländer | Andreas Voßkuhle | Hans-Ulrich Wehler | Götz Werner

(Auswahl; in alphabetischer Reihenfolge)

Rückblick: Vortrag von Botschafterin Annette Schavan

Donnerstag, 07. April 2016, 20 Uhr

»In Verantwortung vor Gott und den Menschen«
Bildung und Barmherzigkeit in einer globalen Welt

Vortrag von 
Annette Schavan
Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl 


Vortragsmanuskript zum Download
(Bitte beachten: Es gilt das gesprochene Wort.)

Die nächsten Veranstaltungen

Das FORUM FRAUENKIRCHE möchte mit Ihnen dazu ins Gespräch kommen.
Sie sind stets herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Donnerstag, 2. Juni 2016, 20:00 Uhr

„Das Rote Kreuz im Spannungsverhältnis – globale Krisen und Hilfen für die Menschen“

Vortrag von 
Rudolf Seiters
Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

Das Thema

Krisen, Kriege und Naturkatastrophen führen weltweit zu massiven Flüchtlingsbewegungen, von denen die Migration nach Europa nur einen Bruchteil ausmacht. Zugleich fallen die Reaktionen in Deutschland und Europa sehr unterschiedlich aus. Einerseits erleben wir große Hilfsbereitschaft, andererseits Angst oder Hass. Wer aber sind die Menschen, die zu uns kommen und mit welchen Erwartungen kommen sie? Und welche Arbeit leistet das Rote Kreuz gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen weltweit, um Not zu lindern und um im besten Fall den Menschen wieder eine Perspektive zu ermöglichen. Rudolf Seiters, langjähriger Politiker und ebenso langjähriger Präsident des Deutschen Roten Kreuzes schildert seine Sicht und seine Erfahrungen. 

Der Referent

Rudolf Seiters, geboren 1937 in Osnabrück, Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Münster, von 1969 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1989 Chef des Bundeskanzleramtes, 1991-1993 Bundesinnenminister. 1994-1998 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und 1998-2002 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Seit 2003 ist Dr. h.c. Seiters Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.