Zahlreiche Spender verschaffen der Frauenkirche frische Luft

Für die Stimmung der Orgel und für den Erhalt der mit organischen Farben nach historischen Rezepturen gefertigten Ausmalung der Frauenkirche ist die bestmögliche Belüftung und Klimatisierung unumgänglich. Die erforderliche relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 % ist oft nur mittels Regulierung zu gewährleisten.

Wassererhitzer sind Geschichte

Nach 14 Jahren Nutzung musste die Befeuchtung im Luftkanal der für die Frauenkirche maßgeschneiderten Lüftungsanlage nun modernisiert werden. Seit der Weihe der Frauenkirche im Jahr 2005 arbeiteten die Dampfbefeuchter ununterbrochen, waren sehr wartungsintensiv und verbrauchten viel Energie. Von Mai bis Juni 2019 wurden deshalb die folgenden Maßnahmen durchgeführt:

  • Installation einer größeren Pumpe, die mit hohem Druck das Wasser künftig vernebelt
  • Abschaffung der Wassererhitzer, die bisher Wasserdampf zur Befeuchtung bereitstellten
  • Einbau eines größeren Umkehrosmose-Filters, der das Wasser aufbereitet und von Salzen und Mineralien befreit
  • Einbau neuer Befeuchtungslanzen mit Vernebelungsdüsen in den Luftstromkanal

Spender helfen Kosten senken

Die Frauenkirche hält ihre Türen für Besucher täglich geöffnet. Sie ist ein intensiv genutztes Gotteshaus. Durchschnittlich werden 7.500 l Wasser pro Monat für die Luftbefeuchtung benötigt. Seit Anfang Juni halfen uns bereits über 500 Spenderinnen und Spender mit rund 39.300 Euro, die Wartungs- und Energiekosten der Lüftungsanlage deutlich zu senken. Damit ermöglichen sie, dass die Frauenkirche weiterhin erhalten werden und für Besucher aus aller Welt offen stehen kann.

Vielen Dank!

Diese alten Wassererhitzer gibt es nicht mehr (Foto: Heike Straßburger)

Helfersommerfest 2019 unter schattigen Schirmen

"Wenn die Frauenkirche ruft, hält uns nichts auf, auch keine 38 Grad im Schatten!" lesen wir im Gästebuch unserer Fördergesellschaft. Am bisher heißesten Tag des Jahres haben sich trotzdem zahlreiche ehrenamtliche Helfer auf den Weg in den Garten der Katholischen Pfarrei St. Petrus Dresden-Strehlen gemacht. Sie freuten sich auf das Wiedersehen und die Gemeinschaft der ehrenamtlich Tätigen in der Fördergesellschaft. Es herrschte gute Stimmung aufgrund der anregenden Gespräche, des leckeren selbst gebackenen Kuchens und nicht zuletzt der tiefen Verbundenheit zur Frauenkirche.

Landesbischof i. R. und Vorstandsmitglied Jochen Bohl hielt die Andacht zum Monatsspruch für den Monat Juli aus Jakobus 1,19: "Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn." Die Zuhörenden schätzten die theologisch-nachbarschaftlichen Gedanken in der kühlen Kirche.

Nach dem ergiebigen Grillbüffet und dem geselligen Beisammsein bei einem Gläschen Wein neigte sich ein lauer Sommerabend dem Ende entgegen. Die Weisheit aus Psalm 91,1 bewahrheitete sich an diesem Tag besonders, indem es gut war, unter dem "Schirm des Höchsten" zu sitzen und unter dem "Schatten des Allmächtigen" zu bleiben.
(Foto: Heike Straßburger)