»Neue Heimat Talks«

Datum
Do, 20. Juni 2019, 20:00 Uhr

Ort
Hauptraum der Frauenkirche

Veranstalter
Stiftung Frauenkirche Dresden

Kooperationspartner

Crisis and future of the European urban condition /
Krise und Zukunft des urbanen Raums in Europa

Rem Koolhaas, Architekt
Moderation: Michael Schindhelm, Kurator der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung 

Vortrag und Gespräch in englischer Sprache mit Simultanübersetzung;
eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025

Den Auftakt der internationalen Redenreihe »Neue Heimat Talks« macht mit Rem Koolhaas einer der bedeutendsten Architekten unserer Zeit. Neben seinen zahlreichen Bauten, für die er alle wichtigen Architekturpreise erhielt, ist Koolhaas für seine theoretische Arbeit zum Thema Stadtentwicklung prominent. Im Gespräch mit dem Kurator der Dresdner Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025, Michael Schindhelm, spricht er über die Krise und Zukunft des urbanen Raums in Europa. Koolhaas, der Jahre lang für den Rat der Weisen zur Zukunft Europas gearbeitet hat, ist überzeugt, dass die Krise Europa stärker gemacht hat und dass das demografische Problem nur durch Einwanderung gelöst werden kann.

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Rem Koolhaas, 1945 in Dresdens Partnerstadt Rotterdam geboren, gründete das Office for Metropolitan Architecture (OMA) und gilt als einer der bedeutendsten Architekten unserer Zeit. Er hat wichtige Bauten für Städte in Europa, Nordamerika und Asien entworfen, darunter etwa den CCTV Fernsehturm in Peking, laut New York Times das interessanteste Gebäude des 21. Jahrhunderts. Koolhaas erhielt alle wichtigen Architekturpreise, darunter 2000 den Pritzker-Preis. Neben seinen kühnen Entwürfen ist Koolhaas für seine theoretische Arbeit zum Thema Stadtentwicklung prominent. Mit Delirious New York schuf er 1978 ein bahnbrechendes Werk über den Zusammenhang von Kultur und Stadt in New York, das Kultstatus erreicht hat und bis heute als wesentliches Narrativ über die Entwicklung der westlichen Stadt generell gilt. Koolhaas hat sich stets als politischer Mensch verstanden und sich unter anderem auch für die europäische Idee stark gemacht. Mit The Image of Europa schuf er in 2001 eine Research-Plattform zur Selbstwahrnehmung der EU, die bis heute fortgeführt wird. Europäischen Bürgern riet er: „Seid ein bisschen mehr stolz!“.

Michael Schindhelm bereitet seit März 2018 das Bewerbungskonzept Dresdens als Kulturhauptstadt Europas 2025 vor. Der 1960 geborene Kulturmanager, Autor und Filmemacher war Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, Intendant des Theater Basel und Gründungsdirektor der Dubai Culture & Arts Authority 2001. Seit Sommer 2009 ist Schindhelm offiziell als Kulturberater für öffentliche Einrichtungen tätig. Sein Ziel ist es, Dresden als Labor für einen neuen Kulturbegriff zu definieren. 

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Hinweis: Die ursprünglich für diesen Termin angekündigte Veranstaltung des Forum Frauenkirche zum Thema »Was braucht eine Gesellschaft für ein friedliches Zusammenleben?« mit Prof. Joachim Bauer musste verschoben werden. Wir bitten um Verständnis. Über den neuen Termin informieren wir rechtzeitig. 

Eintritt frei