Wir empfehlen das Tragen eines medizinischen Mund-Nase-Schutzes.

Forum Frauenkirche

Zersetzt das Netz die Demokratie?

Podiumsdiskussion

Wiebke Şahin-Schwarzweller (FDP), Bürgermeisterin der Stadt Zossen
Jörg Müller Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium des Innern und für Kommunales des Lands Brandenburg
Anna-Lena von Hodenberg Geschäftsführerin von HateAid
Dr. Stefan Ullrich Leiter der Forschungsgruppe „Verantwortung und das Internet der Dinge“ am Weizenbaum-Institut der Technischen Universität Berlin
Moderation Alexandra Gerlach

Das Internet galt einst als urdemokratisches Medium: Frei von staatlicher Gängelung kann sich jede und jeder im Netz ausdrücken; falls nötig, reguliert sich die Gemeinschaft der User*innen selbst. So die Theorie. Und bei emanzipatorischen Bewegungen wie dem „arabischen Frühling“ oder den Bürgerprotesten in Belarus schien das zu funktionieren. Doch längst zeigt das Netz auch ein anderes, hässliches Gesicht. Die grenzenlose Freiheit öffnet deren Missbrauch alle Pforten. Schmähungen, Hass und Hetze schwappen durchs Netz. Die Bandbreite reicht vom Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen bis zum virtuellen Kesseltreiben gegen Minderheiten und politisch Andersdenkende. Terroristen und Sympathisanten finden im Internet alles, was sie brauchen: Ideologien, Feindbilder, Anleitungen zum Bau von Waffen, Gleichgesinnte.

Nie war es so leicht, sich zu vernetzen, um sich gegenseitig zu radikalisieren, massenhaft zu mobilisieren, seinen Unmut auf die Straße zu tragen –legal oder illegal. Wird die grenzenlose Freiheit im Netz zur Gefahr für die Demokratie? Braucht das Internet mehr Regulierung und wenn ja, auf welcher Ebene? Oder bedroht das die Meinungsfreiheit? Welche Rolle spielen die großen Internet-Konzerne mit ihren Algorithmen? Muss das Strafrecht den neuen Bedrohungen angepasst werden? Welche Befugnisse und technischen Mittel brauchen Ermittlungsbehörden? Ist das Internet überhaupt regulierbar oder gleicht der Versuch dazu einem Hase-und-Igel-Spiel: Kaum ist ein Hass-Kanal geschlossen, öffnet ein anderer? Und was sagt die Verrohung im und durch das Netz über unsere Gesellschaft aus? Wie können wir dem allen begegnen: als User, als Bürger?

Veranstaltung im Rahmen des Jahresthemas » ... ausgenommen alle anderen« – Reden! Zur Verteidigung der Demokratie

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und der Sächsischen Staatskanzlei sowie mit Unterstützung der Sächsischen Zeitung statt. Sie wird durch Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet. Der Mitschnitt wird am 18.3.2022 um 18.05 Uhr im Deutschlandfunk Kultur gesendet und ist danach als Audio unter www.deutschlandfunkkultur.de und in der Dlf-Audiothek abrufbar.

Eintritt frei

Ort Hauptraum
Zugang über Eingang D

Weitere Termine

Podiumsdiskussion
Dresdner Forum für internationale Politik
Gestörte Lieferketten und die globale Nahrungsmittelkrise
Podiumsdiskussion

Zurück