Fördergesellschaft übergibt Großspende

Mit 82.000 EUR unterstützt die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Maßnahmen zur Verbesserung der Außenbeleuchtung des Gotteshauses. Die großzügige Spende hilft der Frauenkirche Dresden gleich doppelt. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Damit die Frauenkirche künftig in neuem Licht erstrahlen kann, sind derzeit höhentaugliche Fachleute auf der Kuppel des Gotteshauses unterwegs. Am Laternenschaft, den kleinen Kuppelgaupen und den Treppenturmrückseiten wechseln sie Leuchten, die der abendlichen Anstrahlung der Steinkuppel dienen. Insgesamt sind an 40 Leuchten Wartungs- und Austauscharbeiten vorzunehmen. Die Arbeiten sind notwendig, weil das Licht der bisherigen Leuchten vom nachdunkelnden Stein nicht mehr genügend reflektiert wird. Dies nahm die Stiftung Frauenkirche Dresden zum Anlass, den Umstieg auf die modernere LED-Technik vorzunehmen. Nach einer mehrmonatigen Planungsphase haben die Arbeiten Anfang Juni begonnen. Sie sollen im Laufe des Monats abgeschlossen werden. Eine erste Leuchtprobe ist für Mitte Juni vorgesehen.

Exponierte Orte des Leuchtentausches

Die aufwendigen Arbeiten kosten 82.000 EUR. Wie alle Maßnahmen zum Gebäudeerhalt müssen sie aus Spendenmitteln bestritten werden. In diesem Fall hat die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e. V. großzügig Unterstützung geleistet. Um die Gelder einzuwerben, startete die Fördergesellschaft einen Spendenaufruf. „Wir sind hoch erfreut, dass 1.200 Freundinnen und Freunde der Frauenkirche unserem Ruf gefolgt sind“, erklärt Geschäftsführer Andreas Schöne. „Einmal mehr zeigt sich, wie sehr den Menschen aus nah und fern der Erhalt dieses einmaligen Gotteshauses nach wie vor am Herzen liegt, das dank eines vorher ungekannten bürgerschaftlichen Engagements aus Spendenmitteln wieder erstehen konnte.“ Die Stiftung Frauenkirche Dresden ist für die hohe Spendenbereitschaft überaus dankbar. „Es ist berührend, den gemeinschaftsstiftenden Geist der Frauenkirche zu erleben. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern der Fördergesellschaft ausdrücklich für ihr Engagement. Wir wissen um den vertrauensvollen Auftrag zur Bewahrung des Bauwerkes, der damit verbunden ist“, betont die kaufmännische Leiterin Maria Noth.

Umrüstung hilft gleich doppelt

Für die Frauenkirche bringt die Umrüstung gleich zwei Vorteile, wie Stiftungsarchitekt Thomas Gottschlich erklärt. „Zum einen gewährleisten wir langfristig die Sichtbarkeit der Kuppel innerhalb des Dresdner Stadtpanoramas. Zum anderen setzen wir das Konzept der nachhaltigen Gebäudewartung weiter um. Weil die Scheinwerfer deutlich langlebiger sind und weniger Strom verbrauchen, reduzieren wir die notwendigen Aufwendungen maßgeblich.“ Nachbesserungen sollen selbst bei einem weiter nachdunkelnden Sandstein vorerst nicht notwendig werden. Dafür wurde planerisch eine Lichtreserve berücksichtigt.

Seitdem vor 15 Jahren mit dem Fallen der letzten Kuppelgerüste an der Frauenkirche die Dresdner Stadtsilhouette wieder komplettiert war, stellte sich die Frage nach der abendlichen Beleuchtung. Neben dem platzorientierten Konzept, das auf eine Fassadenanstrahlung verzichtet, weil das Gotteshaus von innen heraus leuchten soll, wurde in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt für die stadtweite Sichtbarkeit der Kuppel eine Kombination aus eigenen Leuchtmitteln und einer Anstrahlung von umliegenden Gebäuden aus gewählt. Die aktuellen Arbeiten beziehen sich auf Strahler, die an der Frauenkirche selbst angebracht sind.

Die alten Leuchten (links) werden gegen moderne neue (rechts) ausgetauscht.Fachleute montieren die neuen Leuchten in 43 Metern Höhe am Treppenturm G.Auch an den kleinen Kuppelgaupen sind Leuchten zu tauschen.Hierfür sind Industriekletterer im Einsatz.Gesichert mit Gurt, Seil und Helm werden die ausgesetzten Arbeiten erledigt.Die Kuppel der Frauenkirche mit abendlicher Beleuchtung.
Die alten Leuchten (links) werden gegen moderne neue (rechts) ausgetauscht.
Fachleute montieren die neuen Leuchten in 43 Metern Höhe am Treppenturm G.
Auch an den kleinen Kuppelgaupen sind Leuchten zu tauschen.
Hierfür sind Industriekletterer im Einsatz.
Gesichert mit Gurt, Seil und Helm werden die ausgesetzten Arbeiten erledigt.
Die Kuppel der Frauenkirche mit abendlicher Beleuchtung.