ZUSAMMEN: Musik, Sinn, Gemeinsinn

Das Miteinander aus Klang, Botschaft und Raum prägt das Musikprogramm der Frauenkirche 2022. Mit mehr als 120 Veranstaltungen schlägt es den Bogen von Bach bis Bernstein, Schütz bis Schönberg, Praetorius bis Pärt.

In der Frauenkirche verbinden sich Altes und Neues, Tiefe und Höhe, Bruch und Kontinuität. Die Spannung zwischen diesen Polen lässt uns jede Musik neu und anders erleben, denn hier hallt manches anders nach. Zuversichtlich blicken wir auf ein reichhaltiges wie klangvielfältiges Konzertprogramm 2022, das Begegnung und Zusammenhalt stiftet. Denn Musik bringt Menschen einander näher, hebt Grenzen auf und berührt.

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In seinem vierten Jahr hat Artistic Director Daniel Hope 35 Programme konzipiert; an sechs Abenden ist er selbst zu erleben. Dann zeigt er sich gewohnt facettenreich: schwärmerisch in einem von Mozarts »Kleiner Nachtmusik« ausgehenden Programm, expressiv in einem britischen Abend mit Werken von Elgar und Vaughan Williams, bewegt im Gedenken an die Reichspogromnacht. Neue Welten entdeckt er u. a. mit zwei Late Night-Recitals, die den Hauptkuppelraum als Konzertort nutzen.

01.04. >> Von Mozart bis Tschaikowsky | Daniel Hope & ZKO
  >> Zwischen Himmel und Erde | Late night
25.04. >> Young Artists | Hope Academy in Concert
18.06. >> Neue Welten | Daniel Hope & Brixen Festival Orchestra
07.10. >> Expressiv & klangsinnlich | Daniel Hope & ZKO
  >> Zwischen Himmel und Erde | Late night
09.11. >> Ohne Worte | Daniel Hope & Amatis Trio
14.12. >> AIR - A Baroque Journey | Daniel Hope & friends

Tipp: Mehrfach lädt Daniel Hope zur »Director's Lounge« im nahe gelegenen Townhouse Dresden ein. Dann besteht die Möglichkeit zur Begegnung und zu Gesprächen über das Programm des Abends und Musik im Allgemeinen.

Hervorragende Gastmusiker*innen deuten den Musikort Frauenkirche immer neu aus. So wagt u. a. Hugo Ticciati und O/Modernt Kammerorkester einen Brückenschlag von Beethoven zu Schönberg, Barber und Vasks. Ebenfalls epochenübergreifend ist das Programm von Maurice Steger und dem Zürcher Kammerorchester sowie ein Abend, der Leonard Bernsteins »Mass« mit Werken Mendelssohn Bartholdys und Duke Ellingtons zusammenbringt. Das polnische NFM Wroclaw Philharmonic verbindet die Partnerstädte Wroclaw und Dresden. Solisten wie Bomsori Kim, Simon Höfele und Emanuele Forni, Vokalensembles wie die King Singers oder der Windsbacher Knabenchor, Klangkörper wie das Bayerische Kammerorchester, l'arte del mondo und das Alma Mahler Chamber Orchestra sowie Dirigenten wie Leo McFall stehen ebenso für die kreative Klangvielfalt des Musikjahres 2022.

Kirchenmusikalisch steht das Musikjahr 2022 im Zeichen der Jubilare Michael Praetorius und Heinrich Schütz. Werke der beiden Dresdner Meister der Spätrenaissance durchziehen viele Formate – vom Gottesdienst über Geistliche Sonntagsmusiken bis hin zum Konzert. Speziell die Musik von Heinrich Schütz wird durch die enge Kooperation mit dem Heinrich Schütz Musikfest ins Heute getragen. Klangminiaturen des Orchestronik-Künstlers Fabian Russ verschmelzen mit Texten Robert Seethalers, ein »Kaleidoskop der Klänge« greift in einer begehbaren Installation Schütz' »Psalmen Davids« auf. Am Todestag des Komponisten, der ja seine letzte Ruhestätte in der alten Frauenkirche fand, findet das Abschlusskonzert des Festjahres SCHÜTZ22 statt. Eine musikalische Brücke vom Elbflorenz in die sinnenfreudige Renaissance Venedigs baut Matthias Grünert überdies mit der Aufführung der »Marienvesper« des Schütz-Zeitgenossen und -Bewunderers Monteverdi.

Gewohnt vielfältig gestalten sich die 18 Programme der Geistlichen Sonntagsmusiken. Sie werden maßgeblich durch die eigenen Klangkörper – Chor und Kammerchor der Frauenkirche sowie das ensemble frauenkirche dresden – geprägt. Mit Messvertonungen von Mozart und Haydn sowie Motetten und Kantaten von Bach deuten sie musikalisch das Kirchenjahr.

Die pandemiebedingt unterbrochene Tradition der Aufführung der großen kirchenmusikalischen Werke wie der Johannespassion, der h-Moll-Messe und dem Weihnachtsoratorium von Bach, Mozarts Requiem und Händels Messias – ebenso gestaltet durch die hauseigenen Ensembles – leben im Musikjahr 2022 wieder auf.

Die Kern-Orgel der Frauenkirche steht mehr als 40 Mal im klanglichen Mittelpunkt. Frauenkirchenorganist Samuel Kummer legt für das Musikjahr 2022 einen Schwerpunkt auf das Œuvre César Francks, dessen 200. Geburtstag insbesondere im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus gewürdigt wird. Dessen 14 Konzerte präsentieren das Gesamtwerk des Wegbereiters der französischen Orgelsinfonie und stellen es in eigens ausgewählte Kontexte oder Kontraste. Besonders freuen kann sich das Publikum auf internationale Gäste wie den französischen Organisten Christophe Mantoux und die kanadische Konzertorganistin Isabelle Demers, aber auch auf außergewöhnliche Abende mit Bernhard Haas und Willibald Guggenmos.

Gleich mehrfach sind besondere Kombinationen zu erleben. Mit Wolfram und Mathias Rehfeld ist ein Vater-Sohn-Gespann zu Gast. Das energievolle Duo Esprit musiziert vierhändig. Gemeinsam mit Frauenkirchkollegen Matthias Grünert präsentiert Samuel Kummer selten zu hörende Bearbeitungen Orgel mit Harmonium bzw. im Programm mit Kreuzorganisten Holger Gehring das spannungsvolle Miteinander aus Literaturspiel und Improvisation. Programme, die die Königin der Instrumente mit dem Instrument der Könige, der Trompete, zusammenbringt, komplettieren das Spektrum.

Ein besonderes Anliegen der Frauenkirchenmusik ist die Förderung des musikalischen Nachwuchses. An 11 Abenden gibt die international aufgestellte Young Artists-Reihe hochtalentierten jungen Musiker*innen die Möglichkeit, sich in der Unterkirche zu präsentieren. Zu erleben sind u. a. der britische Posaunist und ARD-Musikwettbewerbspreisträger Michael Buchanan, der chinesische Cellist und Preisträger des Tschaikowski-Wettbewerbs Yibai Chen und die französische Flötistin Joséphine Olech. Die pandemiebedingt verschobenen Konzerte des »Philosophen am Klavier« (BR) Amadeus Wiesensee und des Preisträgers des Musikwettbewerbs »Ton & Erklärung« im Fach Violine Leonard Fu werden im März und September 2022 nachgeholt. Erstmals Teil der Young Artists-Reihe ist ein »Hope Academy in Concert«-Abend, bei dem junge Teilnehmende der jährlich von Daniel Hope veranstalteten Music Academy auf Schloss Neuhardenberg mit ihren etablierten Academy-Dozenten musizieren.

Eigens für das junge Publikum hält das Musikjahr 2022 wieder mehrere Musikbegegnungsformate wie Familienkonzerte für junge Ohren, Gesprächskonzerte für junge Leute und musikalische Kirchraumentdeckungen bereit. Für das musikalische Klassenzimmer, das gemeinsam mit den Dresdner Schulkonzerten organisiert wird, konnte mit Götz Bergmann ein Multiinstrumentalist gewonnen werden, der die Grundschüler*innen sicherlich zum Staunen bringen wird.

Sie können Ihre Konzertkarten per Webshop sowie vor Ort bzw. telefonisch beim Ticketservice buchen.

Ermäßigungen
50 % Ermäßigung in allen Preiskategorien (für Preiskategorien des Fremdveranstalters gelten dessen Vorgaben) gegen Nachweis der Ermäßigungsberechtigung für junge Leute bis 27 Jahre, Studenten, Dresden-Pass-Inhaber, Schwerstbehinderte ab 80 % (GdB) und eine Begleitperson (auf den dazu vorgesehenen Plätzen)

Rabatte
Auch im Jahr 2022 führt die Frauenkirche ihre Kooperationen mit bekannten Partnern der Dresdner Kulturszene weiter. Inhaber*innen der SZ-Card erhalten 20% Nachlass pro Ticket auf den regulären Ticketpreis.

Dresden-Elbland-Ticket
Als Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in Dresden und des Dresdner Elblandes, die den Wiederaufbau der Frauenkirche mit besonders wachem Interesse begleitet haben und seither Anteil am Leben in der Frauenkirche nehmen, erhalten sie im Konzertjahr 2022 an sechs Abenden bis zu zwei Karten zum Preis von jeweils 15 € (12.02. | 30.04. | 18.06. | 16.07. | 16.09. | 16.12.).

Programmbroschüre 2022

Einen Gesamtüberblick über das
Frauenkirchen-Musikprogramm des Jahres 2022 bietet die Jahresbroschüre. Stöbern Sie in den über 120 Angeboten und lassen Sie sich inspirieren!

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Der Klang der Frauenkirche