Wenn ein Raum der Stille trotzdem gut klingen soll

Die Krypta in der barocken Frauenkirche des 18. Jahrhunderts war kein öffentlicher Ort. Heute hingegen nutzen wir die historische und sandsteingeprägte Unterkirche mit ihrer intimen Atmosphäre der Architektur auch für Veranstaltungen. Akustisch ist das keine einfache Aufgabe.

Mit ihren Wänden, Gewölben und ihrem Fußboden aus Sandstein stellt die Unterkirche für sämtliche Wort- und Musikbeiträge eine Herausforderung dar. Die rauen Sandsteine mit den oberflächengleichen Mörtelfugen führen mit ihren schallharten Oberflächen zu schnellen Reflexionen und zu akustischen Überlagerungen im Raum. Die beim Wiederaufbau neu hinzugefügten Treppenhäuser mit ihrer Glasund Betonoberfläche sind ähnlich schallhart.

Mit der Weihe der Unterkirche 1996 kam eine für damalige Verhältnisse technisch moderne Elektroakustikanlage mit analogen Lautsprechern zum Einsatz. Für Menschen mit Hörbehinderungen wurde eine Hörschleife integriert. Über die Jahre aber haben uns Besucher und eigene Erfahrungen gezeigt, wie unterschiedlich das Hörerlebnis sein kann. Die Stiftung Frauenkirche Dresden hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Akustik der Unterkirche neu zu untersuchen.

Schrittweise das Hörerlebnis optimieren

Zunächst haben wir uns über die wesentlichen Veranstaltungsarten, die Anzahl notwendiger Stühle und deren Anordnung verständigt. Darauffolgend wurde ein Akustiker beauftragt, für diese Bestuhlungsvarianten Schallmessungen im Raum durchzuführen und ein digitales Raummodell zu erstellen.

Infolge der ersten Untersuchungen wurde festgestellt, dass eine textile Oberfläche der Stühle – auch wenn diese bei einer Veranstaltung unbesetzt bleiben – eine erhebliche Hilfe zur besseren Sprachverständlichkeit im Raum darstellen. Weitere Vorschläge zeigen, wo zur raumakustischen Verbesserung Wandtafeln aus schallschluckendem Material eingesetzt werden können und welche digitalen Lautsprecher angemessen sind bzw. wo diese positioniert werden müssten. Um weitere Schritte der gehen zu können, sind wir als gemeinnützige Stiftung auf Spenden angewiesen.

von Dipl.-Ing. Thomas Gottschlich, Architekt

Ihr Engagement hilft!

Unterstützen Sie uns dabei, das Hörerlebnis in der Unterkirche zu verbessern. 

Helfen Sie mit! Bürgerschaftliches Engagement finanziert nahezu ausschließlich die Arbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Um so dankbarer sind wir über Ihren Beitrag. Gern kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.

Spenderbetreuung: Uta Dutschke | Tel. (0351) 656 06 225 | MAIL | INFOS
Spendenkonto: Stiftung Frauenkirche Dresden | IBAN DE60 8508 0000 0459 4885 00 | BIC DRESD DE FF 850