Im Gedenken an Johannes Matz

Am Neujahrstag 2022 verstarb der langjährige musikalische Berater der Stiftung Frauenkirche Dresden.

Johannes ›Hanns‹ Matz war Kulturschaffender, -planer und -organisator aus Berufung und mit großer Leidenschaft. 1929 in Magdeburg geboren, kam Johannes Matz Mitte der 1960er Jahre nach Dresden. Viele Jahre gestaltete er hier in verschiedenen künstlerischen und leitenden Funktionen die Theater- und Musiklandschaft mit.

Er begann zunächst als Regisseur für Schauspiel und Oper und lehrte später an der Dresdner Hochschule für Musik. Von 1990 bis 1991 war Johannes Matz amtierender Intendant der Staatsoper Dresden und von 1991 bis 1999 künstlerischer Betriebsdirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden.

Mitgestalter des neuen musikalischen Lebens der Frauenkirche

© Semperoper Dresden/Matthias Creutziger

Eine besondere Verbindung pflegte er zur Frauenkirche Dresden. Bis ins hohe Alter hinein unterstützte er als Berater das neu zu entwickelnde Konzertwesen des wiedererstandenen Gotteshauses. Seine langjährige und vielfältige Erfahrung brachte er in die Planungen zahlreicher Projekte ein, die den Musikort Frauenkirche einem überregionalen Publikum öffnete. 2014, also mit 85 Jahren, endete die aktive Zusammenarbeit; der Frauenkirche blieb er dennoch verbunden.

Johannes Matz verstarb wenige Tage vor seinem 93. Geburtstag in Dresden. Die Stiftung Frauenkirche Dresden behält ihn in wertschätzender und dankbarer Erinnerung.