Forum Frauenkirche

Datum
Do, 12. März 2020, 19:30 Uhr

Ort
Unterkirche der Frauenkirche

Zugang
über Eingang F

Veranstalter
Stiftung Frauenkirche Dresden

Jahresthema der Veranstaltungsreihe: 
»In guter Gesellschaft – wie wollen wir miteinander leben?«

»Wer Schlösser und Kirchen baut, muss auch Synagogen bauen!«
Raed Saleh
, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus

Architektur ist immer auch Geschichtsschreibung. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland zig Schlösser, Kirchen und ganze Altstadtensembles wie zuletzt in Frankfurt am Main historisch rekonstruiert worden. Doch war Deutschland immer mehr als das. Vor hundert Jahren gehörten zum Stadtbild ganz selbstverständlich große, stolze und zentral gelegene Synagogen. Nur sind diese wegen der Nazi-Diktatur weitgehend verschwunden. Als Erinnerung an die schreckliche Verwüstung jüdischen Lebens und als Signal in die Zukunft soll daher zum ersten Mal in der deutschen Geschichte eine Synagoge wieder historisch rekonstruiert werden. Die Idee dazu geht auf Raed Saleh zurück, den Berliner SPD-Fraktionsvorsitzenden.

Raed Saleh ist seit 2011 Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Er wurde 1977 in Sebastia/Palästina geboren und kam als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Berlin, wo er 1995 in die SPD eintrat. Seit 2006 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und seit 2008 Kreisvorsitzender der SPD Spandau sowie Mitglied des Landesvorstands der SPD Berlin. Raed Saleh steht als Sozialdemokrat dafür, dass ein Ausgleich zwischen partikularen Interessengruppen geschafft wird und sie versöhnt werden. Er ist Initiator des Wiederaufbaus der Synagoge am Fraenkelufer in Berlin Kreuzberg, dem ersten deutschlandweiten Wiederaufbau einer von den Nazis komplett zerstörten Synagoge überhaupt.

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Die Veranstaltungsreihe Forum Frauenkirche hinterfragt im aktuellen Jahreszyklus, was unsere Gesellschaft ausmacht und an welchen Werten sie sich orientiert. In Vorträgen und Diskussionen zu diesem facettenreiche Themenfeld kommen Experten aus Politik und Wirtschaft ebenso zu Wort wie z. B. Mediziner und Theologen. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen.

Kooperationspartner: Sächsische Staatskanzlei | TU Dresden 

Eintritt frei