Forum Frauenkirche

Datum
Do, 1. Oktober 2020, 19:30 Uhr

Ort
Unterkirche der Frauenkirche

Zugang
über Eingang F

Veranstalter
Stiftung Frauenkirche Dresden

»10 Jahre nach dem 3. Oktober 2010: Immer noch zu früh?«

Bundespräsident a.D. Christian Wulff 

Bundespräsident a.D. Christian Wulff hat am 3. Oktober 2010 in Bremen in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit u.a. gesagt, dass inzwischen auch der Islam zu Deutschland gehöre. Eingebettet war diese Formulierung in eine Richtschnur für die multi-ethnische, multi-religiöse und multi-kulturelle Gesellschaft aus Offenheit und Haltung. In den letzten Jahren scheint sich die Gesellschaft allerdings eher in eine andere Richtung zu bewegen. Aus- und Abgrenzung wird von vielen das Wort geredet. Gleichzeitig hat gerade die Corona-Krise gezeigt, wie sehr Vielfalt unsere Gesellschaft trägt: in der Pflege oder im Logistikbereich und an vielen anderen Stellen, die wir plötzlich als systemrelevant empfinden. Wo steht unsere Gesellschaft also 10 Jahre nach einer Rede, von der Christian Wulff damals annahm, dass die Gesellschaft durch sie zusammenwachsen und zusammen wachsen könne, dass die Rede ein Kompass sein könne in Sachen Vielfalt und Einheit?

Als ehemaliger Präsident der Bundesrepublik Deutschland engagiert sich Christian Wulff heute u. a. für die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und im Dialog von Gläubigen verschiedener Religionen. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrats der Deutschlandstiftung Integration. Als ehemaliges Staatsoberhaupt vertritt er Deutschland auf internationaler Ebene. Von 2010 bis zu seinem Rücktritt 2012 war er der 10. Bundespräsident und zuvor von 2003 an Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Von 1998-2010 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands.

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Die Veranstaltungsreihe Forum Frauenkirche hinterfragt im aktuellen Jahreszyklus, was unsere Gesellschaft ausmacht und an welchen Werten sie sich orientiert. In Vorträgen und Diskussionen zu diesem facettenreiche Themenfeld kommen Experten aus Politik und Wirtschaft ebenso zu Wort wie z. B. Mediziner und Theologen. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen. Kooperationspartner: Sächsische Staatskanzlei | TU Dresden 

Eintritt frei