Forum Frauenkirche

Datum
Mi, 6. Oktober 2021, 19:30 Uhr

Ort
Hauptraum der Frauenkirche

Veranstalter
Stiftung Frauenkirche Dresden

Podiumsdiskussion

Marco Wanderwitz (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer
Lukas Rietzschel, Schriftsteller aus Görlitz
Prof. Dr. Susanne Pickel, Politikwissenschaftlerin, Universität Duisburg-Essen
Dr. Nico A. Siegel, Co-Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap
Moderation: Alexandra Gerlach

In Kooperation mit dem Deutschlandradio

Es war eine besondere Bundestagswahl: Nach 16 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel bedeutete der Urnengang am 26. September die Entscheidung über eine neue politische Führung Deutschlands. Wie genau die aussehen wird, ist aktuell Gegenstand der Koalitionsverhandlungen. Derweil nimmt das Forum Frauenkirche das Wahlergebnis genauer unter die Lupe und fragt: Wie einig oder uneinig ist das Wählervolk zu Beginn des vierten Jahrzehnts deutscher Einheit? Sehen wir Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern beim Rückhalt der etablierten Parteien, der Unterstützung der AfD, der Bereitschaft zur Protestwahl, der Wahlenthaltung? Und wenn ja, woran liegt das?

Ist die Bereitschaft, sich auf demokratische Prozeduren einzulassen, im Osten weniger gefestigt – oder lässt sie nach? Wirkt im Osten die jahrzehntelange Diktaturerfahrung von 1933-1989 fort oder sind die Probleme mancher Bürger*innen mit dem politischen System der Bundesrepublik jüngeren Datums, vielleicht die Folge von Dingen, die bei der Vereinigung und seither schiefgelaufen sind?

Wer versteht hier wen nicht – die Ossis das Erbe der alten Bundesrepublik? Oder die Wortführer des bundesrepublikanischen Selbstverständnisses die Ossis? Ist all das eine Frage des Alters – gleichen sich die politischen Einstellungen in den jüngeren Generationen an zwischen Deutschen Ost und Deutschen West? Und lohnt sich hierbei der vergleichende Blick in andere Gesellschaften des ehemaligen Ostblocks und deren Spaltungen?

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Die Reihe FORUM FRAUENKIRCHE will die aktuellen Veränderungsprozesse genauer in den Blick nehmen. Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft kommen ebenso zu Wort wie Bürgerinnen und Bürger verschiedener Altersgruppen, die als Betroffene ihre Sicht eintragen zu den generationenübergreifenden Fragen, inwiefern Veränderungsprozesse sich konkret auswirken, wie wir damit umgehen wollen und wo wir Verantwortung übernehmen müssen. Daraufhin zielt auch die rhetorische Frage „Alles in Ordnung?“, wenn vorhandene Ordnungen an Gültigkeit verlieren, sich als instabil erweisen, weil sie weder Gemeinschaftsstärkend noch zukunftstauglich sind.

Eintritt frei