Daten, Fakten, Zahlen

Über die Dresdner Frauenkirche gibt es viel zu erfahren. Hier finden Sie verschiedene Kurzübersichten zu wesentlichen Kennzahlen des Bauwerks, des Wiederaufbaus und historischen Daten. Insbesondere letztere erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie alle aber geben einen Einblick in verschiedene Aspekte des Bauwerkes.

Bauwerk

Höhen- und Längenangaben

Höhe der Kirche (einschl. Turmkreuz)91,23 m
Höhe der Kuppel (ohne Kuppelanlauf bzw. Laterne)24,00 m
Höhe der Treppentürme50,98 m
Höhe des Kirchraumes bis Auge der Innenkuppel36,65 m
Höhe der Besucherplattform auf der Laterne67,06 m
Länge der Kirche (West/Ost)50,02 m
Breite der Kirche (Nord/Süd)41,95 m
Außendurchmesser der Hauptkuppel36,15 m
Minimale Kuppelmauerwerksstärke 119 cm
Maximale Kuppelmauerwerksstärke 175 cm

Angaben zum Innenraum

Pfeiler8
Zahl der Emporen5
Sitzplätze (insg. / Kirchenschiff / Emporen)1.664 / 622 / 1.042
Material des GestühlsTanne
Register / Pfeifen der Orgel67 / 4.876
Bildfelder / Medaillons der Innenkuppel8 / 8

Das Geläut der Frauenkirche

DurchmesserGewicht
Hanna (Dankglocke)69,4 cm291 kg
Philippus (Taufglocke)78,5 cm392 kg
Maria (Gedächtnisglocke)84,6 cm328,5 kg
David (Gebetsglocke)85,0 cm475 kg
Josua (Trauglocke)96,4 cm645 kg
Jeremia (Stadtglocke)108,6 cm900 kg
Johannes (Verkündigungsglocke)125,1 cm1.228 kg
Jesaja (Friedensglocke)104,4 cm1.750 kg

Wiederaufbau

Verwendung historischen Materials

Einschließlich der Ruinenteile besteht die Frauenkirche zu ca. 45% aus historischem Steinmaterial. Allein 8.425 alte Werksteine wurden beim Wiederaufbau in die Frauenkirche integriert.
Davon wurden verwendet:

Außenfassade7.110*
innerer Kirchbereich1.013
als Großteile erfasst106
Grabsteine177
zum Außenbereich gehörend19

Ungefähr 80% des Altars sind aus originalem Material: 1.642 Bruchstücke wurden wieder am ursprünglichen Platz in den Altar eingebaut.

* von den 7.110 alten Steinen der Außenfassade wurden wieder eingebaut:

 

  • 20 von 66 für die Außentreppen (etwa 34% der Steine in diesem Bereich)
  • 1.526 von 2.037 für Erdgeschoss und aufgehende Wand (75%)
  • 666 von 1.110 für das Hauptgesims und Attika (60%)
  • 557 von 1.297 für die Treppenturmspitze (43%)
  • 618 von 2.145 für Kuppel, -anlauf und Tambour (30%)
  • 152 von 407 für die Laterne (etwa 37%)

 

 

 

Mengenangaben

Kirchbauwerk insgesamt60.000 t
Kuppel12.300 t
Laterne700 t
Stahlbau (Anker, Emporenträger, Fensterrahmen)570 t
Bleche (Kupfer, Blei)4.800 m3
Holz (Türen, Glockenstühle, Dielung, Gestühl etc.)800 m3
Vergoldung (Blattgold)600 g
Elektroleitungen85.000 m

Baukosten

Baukosten insgesamt182,6 Mio EUR
Baukosten netto (ohne archäologische Enttrümmerung, Bauvorbereitung, Steuern)131,1 Mio EUR
finanziert über
Gelder der Öffentlichen Hand

70,0 Mio EUR

38%
Private Quellen (Spenden, Schenkungen, Zuwendungen, Erbschaften)102,8 Mio EUR56%
Operative Ergebnisse   9,8 Mio EUR 5%

Bis auf eine Abweichung von 2% (die niedriger als das Inflationsniveau war) konnte beim Wiederaufbau der Frauenkirche der ursprünglich kalkulierte Kostenrahmen eingehalten werden.

Zeittafel

Historische Daten auf einen Blick

Vorgängerkirchen
11. Jht. Ersterwähnung der Frauenkirche Dresden als Missionskirche im Gau Nisan
12. Jht.Erster Steinbau als dreischiffige Basilika, Frauenkirche wird Pfarrkirche Dresdens
13./14. Jht.Wiederholte Vergrößerung und Umbau in Form einer gotischen Hallenkirche
1470-1483Neugestaltung der Frauenkirche im spätgotischen Stil
1539Mit der Reformation Stilllegung der Kirche, Nutzung als Begräbniskirche
1559Wiederaufnahme der Gottesdienste
16. Jht.Einbeziehung des Viertels um die Frauenkirche in die Festung Dresden
1714schrittweise Auflösung des Kirchhofs auf Bestreben von August dem Starken
Barockkirche
1722Ratsbeschluss für einen Neubau, Beauftragung von George Bähr
1726offizielle Baugenehmigung, erteilt durch August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth (26.07.)
1726Grundsteinlegung und Baubeginn (26.08.)
1729Baubeginn der glockenförmigen steinernen Kuppel
1734vorzeitige Weihe der Kirche (28.02.)
1736Abschluss der Bauarbeiten an der Kuppel
1738Nach ersten Bauschäden und dem Tod George Bährs Forderungen nach Abtragung der schweren steinernen Kuppel
1743Vollendung des Baus (27.05.)
Ruine
1945Einsturz der Kirche (15.02.) nach den Angriffen auf Dresden vom 13.02.
1966Erklärung der Ruine zum Mahnmal
Wiederaufbau
1990"Ruf aus Dresden - 13. Februar 1990" (13.02.)
1993Beginn der Archäologischen Enttrümmerung (04.01.)
1993Übergabe der Baugenehmigung am 250. Jahrestag der Fertigstellung der Kirche Bährs (27.05.)
1994Offizieller Baubeginn: Erste Steinversetzung (27.05.)
1996Fertigstellung und Weihe der Unterkirche (21.08.)
2000Übergabe des durch britische Spenden finanzierten Turmkreuzes durch seine königliche Hoheit, den Herzog von Kent (13.02.)
2001Fertigstellung der Innenkuppel (29.07.)
2003Glockenweihe (04.05.)
2003Fertigstellung der Hauptkuppel (23.05.)
2004Wiederherstellung der äußeren Gestalt der Frauenkirche mit dem Aufsetzen der Laternenhaube einschließlich des Turmkreuzes (22.06.)
2005Vollendung des Innenausbaus einschließlich der Ausmalung und Einbau der Orgel (im Juni)
2005Weihe der wieder aufgebauten Frauenkirche Dresden (30.10.)