Vortragsreihe FORUM FRAUENKIRCHE

Das Forum Frauenkirche, das in erster Linie durch Vortragsveranstaltungen geprägt ist, bietet die Möglichkeit zum interdisziplinären Dialog und möchte Toleranz und Verständigung ermöglichen. Im Dienst der Friedens- und Versöhnungsarbeit skizzieren renommierte Referenten Wege zu einer Kultur des Friedens. Der Friedensbegriff ist so weit gefasst, dass er Fragen des individuellen, gesellschaftlichen und globalen Friedens umgreift. Die Veranstaltungen des Forums finden in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und der Sächsischen Staatskanzlei statt.

Auswahl bisheriger Referenten und Podiumsgäste

Es sprachen u.a. Martti Ahtisaari | Peter Altmeier | Stefan Aust | Dora Bakoyannis | Mohamed ElBaradei | Kurt Biedenkopf | Jochen Bohl | Christopher Cocksworth | Daniel Cohn-Bendit | Fatoumata Siré Diakité | Thea Dorn | Udo di Fabio | Cornelia Füllkrug-Weitzel | Joachim Gauck | Friedrich Wilhelm Graf | Durs Grünbein | Klaus-Peter Hertzsch | Otfried Höffe | Wolfgang Huber | Jean-Claude Juncker | Otto Kallscheuer | Wolfgang Kaschuba | Paul Kirchhof | Charlotte Knobloch | Gudrun Krämer | Christine Lieberknecht | Jutta Limbach | Wolf von Lojewski | Lothar de Maizière | Thomas de Maizière | Ralf Meister | Clemens Meyer | Hans Joachim Meyer | Bascha Mika | Georg Milbradt| Ralf Minge | Herfried Münkler | Winfried Nachtweih | Ehrhart Neubert | Vural Öger | Ruprecht Polenz | Avi Primor | Harald Range | Matthias Rößler | Gerhard Roth | Wolfgang Schäuble | Christian Schwarke | Jan Sokol | Dean Spielmann | Jürgen Stark | Uwe Tellkamp | Gerd Theißen | Klaus Tolksdorf | Klaus Töpfer | Fritz Vahrenholt | Günter Verheugen | Hans Vorländer | Andreas Voßkuhle | Hans-Ulrich Wehler | Götz Werner

(Auswahl; in alphabetischer Reihenfolge)

Jahresthema 2019: »In guter Gesellschaft« – Wie wollen wir miteinander leben?«

Die von der Stiftung Frauenkirche Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Staatskanzlei und der Technischen Universität Dresden veranstaltete Reihe FORUM Frauenkirche widmet sich im Jahr 2019 den Fragen, was unsere Gesellschaft ausmacht und an welchen Werten sie sich orientiert.

Das Thema eröffnet eine multiperspektivische Betrachtung. Experten aus Politik und Wirtschaft kommen ebenso zu Wort wie Mediziner und Theologen. In der fachlichen Darstellung sollen die Möglichkeiten der Ausrichtung an verbindlichen Werten für ein gelingendes Miteinander von Individuen, Nationen und Religionen diskutiert werden.

Do 17.01. 19:30 Uhr | Auftaktveranstaltung der Jahresreihe

»Zwischen Spaltung und Zusammenhalt –Wie ist gute Gesellschaft möglich?«
Auftaktveranstaltung zum Jahresthema


»In guter Gesellschaft – Wie wollen wir miteinander leben?«
Referent Prof. Dr. Hans Vorländer

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Unterkirche (Zugang über Eingang F)
Eintritt frei

Do 07.03. 19:30 Uhr | Der Zerfall internationaler Ordnungen

Der Zerfall internationaler Ordnungen – was kann deutsche Außenpolitik tun?

Referent Dr. Norbert Röttgen

Norbert Röttgen (*1965 im rheinischen Meckenheim) studierte Rechtswissenschaften in Bonn, wo er 2001 auch promoviert wurde. Seit 1982 ist er Mitglied der CDU. 1992 wurde er zum Vorsitzenden der Jungen Union Nordrhein-Westfalen gewählt und ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages. Als Experte für rechtspolitische Fragestellungen engagierte er sich als rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie als Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen (BACDJ). Im Februar 2005 übernahm Röttgen den Posten des 1. Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ehe er im Oktober 2009 zum Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufen wurde. Seit Januar 2014 ist Norbert Röttgen Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.

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Unterkirche (Zugang über Eingang F)
Eintritt frei

Do 28.03. 19:00 Uhr | 70 Jahre Grundgesetz – ist Demokratie out?

Podiumsdiskussion

Am 8. Mai 1949 beschloss ein von Landesparlamenten gewählter parlamentarischer Rat das Grundgesetz. Siebzig Jahre ist das nun her. Doch wie ist heute das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Verfassung? Unterscheidet sich die Sicht auf die Demokratie in Ost und West? 

Auf dem Podium:

Wolfgang Thierse

ehem. Präsident des Deutschen Bundestages

Prof. Dr. Astrid Lorenz 
Inhaberin des Jean-Monnet-Lehrstuhls Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa und Mitglied im Fachbeirat Wissenschaft der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Miriam Tscholl 
Leiterin Bürgerbühne 
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus

Lukas Rietzschel
Schriftsteller (aktueller Roman »Mit der Faust in die Welt schlagen«)

Moderation: Alexandra Gerlach

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Hauptraum (Zugang über Eingang D)
Eintritt frei

Do 19.09. 19:30 Uhr | 30 Jahre friedliche Revolution in Ostdeutschland ...

»30 Jahre friedliche Revolution in Ostdeutschland: Ein Grund zum Feiern?«

Prof. Dr. Detlef Pollack
, Religions- und
Kultursoziologe, Universität Münster

Die friedliche Revolution in der DDR hat die Menschen aus einer Jahrzehnte währenden Situation der Ohnmacht, der Abschottung und des Stillstands befreit. Für viele ist das bis heute ein Grund zur Dankbarkeit und zugleich eine Motivation, die neu entstandenen Gelegenheiten der individuellen Selbstbestimmung und der politischen Partizipation zu nutzen. Wie Mehltau legt sich seit 30 Jahren über die ostdeutschen Landschaften jedoch die vielfach bekundete Erfahrung von biografischer Unsicherheit, kollektiver Entwertung und enttäuschter Hoffnung. Sind die Ostdeutschen schlichtweg unfähig, aus ihrem Jammermodus herauszufinden? Unzufriedenheit und Opferdiskurs einte die Ostdeutschen schon in ihrer passiven Verweigerung gegenüber dem DDR-Regime. Ist diese Mentalität noch immer prägend? Und warum sammelt sich die Unzufriedenheit heute um rechtspopulistische Parolen? Die friedliche Revolution kann unterschiedlich interpretiert werden, und sie kann auch instrumentalisiert werden. Der Vortrag bemüht sich darum, die Logik des Handelns der Menschen und ihre Hoffnungen in der Situation des Umbruchs im Herbst 1989 zu rekonstruieren und fragt danach, ob sich aus den damaligen Ereignissen etwas für die Gegenwart lernen lässt.

Detlef Pollack, geboren 1955 in Weimar, ist ein deutscher Religions- und Kultursoziologe. Er forscht unter anderem über das Verhältnis von Religion und Moderne, über die Geschichte der DDR und über politische Kultur. Nach seinem Theologiestudium in Leipzig sowie Forschungsaufenthalten in Zürich und Princeton war er ab der Universität Bielefeld und der  Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder tätig. Seit 2008 ist Detlef Pollack Professor für Religionssoziologie im Rahmen des Exzellenzclusters Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

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Unterkirche (Zugang über Eingang F)
Eintritt frei

 

Die 24.09. 19:30 Uhr | Denk ich an Deutschland in der Nacht ...

»Denk ich an Deutschland in der Nacht ...« 
Reden wir über Heimat!

Podiumsdiskussion u. a. mit 
Thea Dorn, Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Moderatorin
Romina Barth, Oberbürgermeisterin von Torgau
Octavian Ursu, Oberbürgermeister von Görlitz
Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden

Moderation: Alexandra Gerlach

In Kooperation mit dem Deutschlandfunk und der Sächsischen Zeitung

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Das Thema

Der Gedanke an die Heimat bringt zwar nicht mehr viele Menschen um den Schlaf, wie einst den Dichter Heinrich Heine im Exil. Aber leicht tun wir Deutschen uns immer noch nicht mit unserer Heimat. Lange war der Begriff verdächtig, belastet durch seinen Missbrauch in der NS-Zeit. Heute ist Heimat in aller Munde, gibt es sogar einen Bundesminister für Heimat. Aber was meinen wir, wenn wir „Heimat“ sagen? Deutschland, Europa – oder nur den Wohnort, die eigene Nachbarschaft? Ist Heimat vor allem Erinnerung an vermeintlich bessere Zeiten oder auch Hoffnung für die Zukunft? Was bleibt von der Heimat, wenn die Menschen fort ziehen, weil es keine Arbeit mehr gibt? Was wird aus der Heimat, wenn Migranten und Flüchtende kommen, die ihre eigenen Heimaten mitbringen? Stiftet der Gedanke an Heimat Identität und Zusammengehörigkeit oder trennt er – die von hier gegen die von draußen? Kann ein Mensch mehrere Heimaten haben? Brauchen wir eine neue Definition von Heimat? Gibt es ein deutsches Heimatgefühl West und eines Ost? Wie können wir verhindern, dass Heimat zum politischen Kampfbegriff wird? Ist Heimat verhandelbar? Und macht die Globalisierung der Heimat nicht sowieso früher oder später den Garaus?

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Die Diskutanten

Thea Dorn 
Schriftstellerin, Theaterkritikerin, Moderatorin. Die Wahl-Berlinerin aus  Offenbach am Main schreibt Romane, Drehbücher und Essays und ist Mitglied des Literarischen Quartetts im ZDF. Ihr jüngstes Buch: „Deutsch, nicht dumpf. Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten“.

Romina Barth Die CDU-Politikern ist Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Torgau in Nordsachsen. Bei ihrer Wahl 2015 war die gebürtige Torgauerin mit 32 Jahren Deutschlands jüngste Oberbürgermeisterin.

Octavian Ursu Der gebürtige Rumäne ist seit 1. August 2019 Oberbürgermeister von Görlitz. 1990 kam er nach Deutschland und spielte zunächst bei der Neuen Lausitzer Philharmonie als Solo-Trompeter. Für die CDU wurde er 2009 Stadtrat in Görlitz, 2014 Abgeordneter des Sächsischen Landtags.

Joachim Klement Der Intendant des Staatsschauspiels Dresden stammt aus dem Rheinland. Nach etlichen Stationen an Theatern in Deutschland und Österreich leitet er seit der Spielzeit 2017/2018 die renommierte Dresdner Bühne. 

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Die Veranstaltungsreihe Forum Frauenkirche, die die Stiftung Frauenkirche Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Staatskanzlei und der Technischen Universität Dresden veranstaltet, hinterfragt im Jahr 2019 mit dem Jahresthema »In guter Gesellschaft – wie wollen wir miteinander leben?«, was unsere Gesellschaft ausmacht und an welchen Werten sie sich orientiert. In Vorträgen und Diskussionen zu diesem facettenreiche Themenfeld kommen Experten aus Politik und Wirtschaft ebenso zu Wort wie z. B. Mediziner und Theologen. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen.

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In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Sächsischer Zeitung. 

Ein Mitschnitt wird am 27.09.2019 um 18.05 Uhr im Deutschlandfunk Kultur gesendet und ist danach als Audio unter www.deutschlandfunkkultur.de und in der dlf-Audiothek abrufbar.

Do 7.11. 19:30 Uhr | Deutschland, ein zerrissenes Land? ...

»Deutschland, ein zerrissenes Land? Auf der Suche nach 
einer gemeinsamen Identität«

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Sozialwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt »Management des sozialen Wandels« an der Hochschule Zittau/Görlitz
Dirk Neubauer, Bürgermeister von Augustusburg
Dr. Adriana Lettrari-Pietzcker, Organisationsberaterin, Publizistin und Gründerin des Netzwerk »3te Generation Ost«

Moderation Alexandra Gerlach, Deutschlandradio

in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Sächsischer Zeitung. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet. Der Mitschnitt wird am Folgetag um 18.05 Uhr im Deutschlandfunk Kultur gesendet und ist danach als Audio unter deutschlandfunkkultur.de und in der dlf-Audiothek abrufbar.

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Das Thema

Zum 30. Jahrestag  des Mauerfalls wird wieder leidenschaftlich diskutiert: Sind wir ein Volk? Gibt es eine gemeinsame Vorstellung davon, wer wir Deutschen sind und auch sein wollen, gibt es eine gemeinsame Identität? Oder ist dieser Anspruch (noch) überzogen? Gibt es vielmehr nach wie vor eine west- und eine ostdeutsche Identität? Sind wir ein, wie es oft behauptet wird, zerrissene Land? Andererseits: Was verbindet uns Deutsche? Die gemeinsame Sprache, das Grundgesetz, die Kultur , unsere Vergangenheit?

Die Diskutanten

Raj Kollmorgen Studium der Philosophie, Gesellschaftswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der HU und TU Berlin (1985-1990). Promotion in Soziologie (Universität Jena, 1999), Habilitation (Universität Magdeburg, 2010). Zwischen 1992 und 2013 berufliche Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent, Dozent und Professor an verschiedenen Einrichtungen (u.a. in Halle, Berlin, Jena, Magdeburg, Toronto, Erfurt und Cluj-Napoca. Seit März 2013 Professor für Management sozialen Wandels an der HS Zittau/Görlitz und Studiengangsleiter für den Master-Studiengang »Management sozialen Wandels«.

Dirk Neubauer Geborgen 1971 in Halle/Saale. Seit Oktober 2013 Bürgermeister der sächsischen Stadt Augustusburg, seit 2017 SPD-Mitglied. Zuvor Reporter im Lokaljournalismus, Marketingchef bei mdr jump und sputnik und später selbstständig. Setzt sich für mehr Bürgerbeteiligung auf Landesebene und ein landesweites Digitalkonzept ein. 

Adriana Lettrari-Pietzcker, Organisationsberaterin, Speakerin, Publizistin und Gründerin des »Netzwerk 3te Generation Ost« . Für ihr berufliches und ehrenamtliches Engagement wurde sie unter anderem mit den Titeln ‚Frau Europas Deutschland 2016’ und ‚Women of Europe 2017’ ausgezeichnet.

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Jahresthema »In guter Gesellschaft - wie wollen wir miteinander leben?«

Die Veranstaltungsreihe Forum Frauenkirche, die die Stiftung Frauenkirche Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Staatskanzlei und der Technischen Universität Dresden veranstaltet, hinterfragt im Jahr 2019, was unsere Gesellschaft ausmacht und an welchen Werten sie sich orientiert. In Vorträgen und Diskussionen zu diesem facettenreiche Themenfeld kommen Experten aus Politik und Wirtschaft ebenso zu Wort wie z. B. Mediziner und Theologen. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen.

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