FORUM FRAUENKIRCHE
Zwischen den Wahlen
mit Aufzeichnung für den Podcast »Debatte in Sachsen«
Anne Rabe Schriftstellerin
Ingo Schulze Schriftsteller
Ilko-Sascha Kowalczuk Historiker und Publizist
Philipp Schaller Künstlerischer Leiter der Herkuleskeule
Oliver Reinhard Moderation
Aktueller geht es nicht: Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt, zwei Wochen später Mecklenburg-Vorpommern und dazwischen reden wir in der Dresdner Frauenkirche in der Reihe »Debatte in Sachsen« darüber. Denn die beiden Wahlen dürften Geschichte schreiben: Erstmals könnte die Sachsen-Anhaltische AfD als Sieger aus einer Landtagswahl hervorgehen; könnten selbst alle übrigen Parteien zusammen nicht mehr Stimmen einfahren als sie. Damit hätte zum ersten Mal seit 1945 in Deutschland wieder eine rechtsextreme Partei Aussichten auf eine Regierungsbildung.
Die Gretchenfragen stehen im Raum: Was würde ein Wahlsieg der AfD in Sachsen Anhalt bedeuten – für die folgenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, aber vor allem für dieses Bundesland selbst? Auf welche Verbündeten könnte sie im Falle einer Minderheitsregierungsbildung setzen? Es gibt keinen Präzedenzfall für eine Situation, in demokratische Parteien sich entscheiden müssten, wie sie sich überhaupt verhalten sollten unter einer rechtsextremen Regierung.
Andere nicht minder drängende Fragen weisen über den Horizont der beiden Landtagswahlen hinaus: Wohin zieht der Osten? Warum wenden sich so viele Bürgerinnen und Bürger, darunter immer mehr junge Menschen, von den demokratischen Parteien ab? Offenkundig sprechen sie der aktuellen Bundespolitik die Fähigkeit ab, überzeugende Antworten auf die Herausforderungen unserer Gegenwart zu finden.
Daher wählen immer weniger Menschen die AfD aus Protest, sondern tun es immer mehr aus Überzeugung. Welche Antworten findet die traditionelle Zivilgesellschaft darauf, die scheinbar immer mehr zusammenschrumpft? Sucht sie überhaupt noch danach – oder findet sie sich allmählich mit der Normalisierung und Legitimierung der AfD ab?
Die Gretchenfragen stehen im Raum: Was würde ein Wahlsieg der AfD in Sachsen Anhalt bedeuten – für die folgenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, aber vor allem für dieses Bundesland selbst? Auf welche Verbündeten könnte sie im Falle einer Minderheitsregierungsbildung setzen? Es gibt keinen Präzedenzfall für eine Situation, in demokratische Parteien sich entscheiden müssten, wie sie sich überhaupt verhalten sollten unter einer rechtsextremen Regierung.
Andere nicht minder drängende Fragen weisen über den Horizont der beiden Landtagswahlen hinaus: Wohin zieht der Osten? Warum wenden sich so viele Bürgerinnen und Bürger, darunter immer mehr junge Menschen, von den demokratischen Parteien ab? Offenkundig sprechen sie der aktuellen Bundespolitik die Fähigkeit ab, überzeugende Antworten auf die Herausforderungen unserer Gegenwart zu finden.
Daher wählen immer weniger Menschen die AfD aus Protest, sondern tun es immer mehr aus Überzeugung. Welche Antworten findet die traditionelle Zivilgesellschaft darauf, die scheinbar immer mehr zusammenschrumpft? Sucht sie überhaupt noch danach – oder findet sie sich allmählich mit der Normalisierung und Legitimierung der AfD ab?
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Zeitung und mit saechsische.de
Die Reihe FORUM FRAUENKIRCHE findet in Kooperation mit der Sächsischen Staatskanzlei statt.