Keine Besichtigungsgebühr geplant

Zutritt zur Frauenkirche bleibt kostenfrei

Die Stiftung Frauenkirche Dresden hält an dem Prinzip der offenen Kirche ohne Eintrittsgebühr fest. Als Gotteshaus, das im Geist von Frieden und Versöhnung sowie durch Spenden und bürgerschaftliches Engagement aus aller Welt wiederaufgebaut wurde, versteht die Stiftung die tagsüber offenen Türen als ein Grundprinzip ihres Wirkens in die Stadtgesellschaft und die Welt hinein.

Die Frauenkirche soll ein Ort sein, an dem jeder Mensch willkommen ist – unabhängig davon, was er glaubt oder denkt, wie alt er ist, wen er liebt, welches Geschlecht er lebt, welche kulturelle Herkunft er hat oder in welchen Lebensverhältnissen er steht.

Gerade in einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft halten wir es für wichtig, dass die Frauenkirche als eine Art »dritter Ort« für alle zugänglich bleibt: als Raum zwischen Alltag und Transzendenz, zwischen Innen und Außen, an dem Menschen miteinander und mit Gott in Beziehung treten können. Deshalb verzichten wir bewusst auf die Unterscheidung zwischen einem touristischen Besuch und einem geistlichen Angebot. Wer die Kirche betritt, kommt als Mensch, nicht als Besucher:in einer bestimmten Kategorie.

Freiwilligkeit statt Verpflichtung

Zugleich haben wir Verständnis dafür, dass andere Kirchen angesichts ihrer jeweiligen Rahmenbedingungen andere Entscheidungen treffen. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind erheblich und verdienen Respekt. Auch die Stiftung Frauenkirche Dresden steht vor finanziellen Herausforderungen. Allein für den Erhalt des Kirchenbaus werden jährlich deutlich mehr als eine Million Euro benötigt, Tendenz weiter steigend. Allein für die dringend notwendige Erneuerung der Elektroakustikanlage rechnen wir mit Kosten von rund 700.000 Euro.

Dennoch setzen wir weiterhin auf Freiwilligkeit. Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei in unserer besonderen Struktur: Die Frauenkirche wird von einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts verantwortet. Sie ist als Bürgerkirche aus einer einzigartigen internationalen Spendenbewegung hervorgegangen und trägt diesen Geist des Wiederaufbaus in die Zukunft. Spenden, ehrenamtliches Engagement, Zustiftungen und Vermächtnisse sind deshalb nicht nur Finanzierungsinstrumente, sondern Ausdruck eines bürgerschaftlichen Prinzips, das die Frauenkirche seit ihrer Wiedererrichtung prägt. Die Stiftung versteht sich als Werk vieler Menschen für viele Menschen.

Jesus sagt: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.


Matthäus 11,28

In der Frauenkirche soll diese unendliche Liebe Gottes in aller Offenheit spürbar sein. Die Türen der Kirche stehen deshalb weiterhin allen Menschen offen.

Maria Noth & Markus Engelhardt
Geschäftsführende der Stiftung Frauenkirche Dresden


TIPP:
Kürzlich hat Maria Noth im Deutschlandfunk auf die besondere Rolle offener religiöser Räume in einer zunehmend säkularen Gesellschaft hingewiesen und dafür geworben, Kirchen als Orte der Begegnung und Teilhabe zugänglich zu halten. Der Beitrag kann HIER NACHGEHÖRT WERDEN.