250 Jahre USA
Freiheit und Demokratie zwischen Anspruch und Wirklichkeit
1776 sagen sich nordamerikanische Kolonien von Großbritannien los und formulieren in einer couragierten Unabhängigkeitserklärung, die das demokratische Denken über Zeit und Grenzen hinweg prägen sollte, ein Versprechen von Freiheit, Gleichheit und demokratischer Selbstbestimmung. 2026 jährt sich die Deklaration zum 250. Mal – ein Anlass, ihre Wirkung und ihre Widersprüche neu zu betrachten.
Eine zweiteilige Podiumsreihe in der Frauenkirche Dresden fragt nach dem heutigen Verständnis und der zukünftigen Tragfähigkeit der Bekenntnisse der Unabhängigkeitserklärung. Im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Spaltung, Populismus und geopolitischen Umbrüchen gehen wir der Frage nach, wie deren wegweisende und einst unumstößlich scheinende Werte unter sich ändernden Bedingungen Bestand haben können – in den USA, in Europa und im transatlantischen Miteinander.
Es diskutieren
Fr 11. September 2026
19.30 – 21.30 Uhr
The USA at a Crossroads: Traum, Krise, Realität
Die USA sehen sich inmitten tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion fragt, in welchem Zustand die einst als vorbildlich angesehene amerikanische Demokratie heute ist und welchen Einfluss Politik, Wirtschaft, Medien und Religion auf die Entwicklungen haben.
In der Frauenkirche richtet sich der Blick natürlich auch auf die religiöse Dimension der amerikanischen Gesellschaft: Wie prägen Kirchen und religiöse Bewegungen die Politik? Welche Rolle spielen Glaube und moralische Überzeugungen im öffentlichen Diskurs? Und wie wird das Verhältnis von Religion und Staat in einer konfessionell vielfältigen Gesellschaft neu ausgehandelt? Zudem stellt die Veranstaltung die Frage, ob der »American Dream« heute noch ein tragfähiges Versprechen oder vielmehr zur Illusion geworden ist.
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Ehemalige Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in den USA
Dr. Emily Margarethe Haber ist promovierte Historikerin und war von 2018 bis 2023 Deutsche Botschafterin in den Vereinigten Staaten. Vor ihrer Versetzung nach Washington, D.C. war sie in verschiedenen Leitungsfunktionen im Auswärtigen Amt in Berlin tätig. 2009 wurde sie zur Politischen Direktorin und 2011 zur Staatssekretärin ernannt – jeweils als erste Frau auf diesen Posten. Anschließend wurde sie an das Bundesinnenministerium abgeordnet, wo sie als Staatssekretärin von 2014 bis 2018 für innere Sicherheit und Migrationspolitik zuständig war. Emily Haber war mehrfach an der Deutschen Botschaft Moskau eingesetzt, u.a. als Leiterin der Politischen Abteilung. Im Auswärtigen Amt in Berlin leitete sie u.a. das OSZE-Referat und war Beauftragte für den West-Balkan.
Professor für Internationale Politik und Transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg
Professor Dr. Stephan Bierling lehrt seit 2000 Internationale Politik und Transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der US-amerikanischen Innen- und Außenpolitik, den transatlantischen Beziehungen sowie der deutschen Außenpolitik. Als Autor zahlreicher Publikationen und gefragter Experte analysiert er regelmäßig politische Entwicklungen in den USA für deutsche und internationale Medien. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt das Buch »Die unvereinigten Staaten. Das politische System der USA und die Zukunft der Demokratie« (C.H. Beck, 3. Auflage 2025).
Sprecher der Republicans Overseas Germany
Benjamin Wolfmeier engagiert sich seit 2018 für Republicans Overseas Germany, der offiziellen Auslandsorganisation der Republikanischen Partei der USA. Als Sprecher der Organisation erläutert er regelmäßig Positionen der Republikanischen Partei und tritt als Gesprächspartner in deutschen Fernseh-, Hörfunk- und Printmedien auf, unter anderem bei Maybrit Illner, Markus Lanz und Phoenix. Seit vielen Jahren hält er zudem Vorträge zur US-amerikanischen Politik und zum Wahlsystem der Vereinigten Staaten. Zuvor wirkte er in verschiedenen Wahlkämpfen der Republikanischen Partei in den USA mit.
Die Veranstaltung wird musikalisch gerahmt von Frauenkirchenorganist Niklas Jahn.
Sie wird aufgezeichnet und auf dem Youtube-Kanal der Frauenkirche verfügbar gemacht.