Wir haben die Wahl

Grundwerte als Pfeiler der Demokratie

Die Kuppel der Frauenkirche ruht auf acht Pfeilern, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung auf gemeinsamen Werten. Ein Banner an der Fassade der Frauenkirche sowie eine dreiwöchige thematisch abgestimmte Gestaltung des Innenraums verdeutlichen das.

Ein Banner – eine Botschaft

An der Fassade der Frauenkirche über dem Eingang C verweist ein großflächiges Banner im Wahljahr 2024 auf unser demokratisches Grundverständnis und die damit verbundenen Werte. Ohne sie, aber noch wichtiger ohne die Menschen, die diese Werte leben und verteidigen, hat unsere Demokratie keine Zukunft.

Es ist an jeder und jedem von uns, für diese Werte einzutreten. Wir haben die Wahl, wie unsere Gesellschaft und unser Miteinander aussehen.

Gestalteter Innenraum

Vom 11. Februar bis zum 3. März 2024 ist der Hauptkirchraum thematisch gestaltet. Die acht Pfeiler, die die 12.000 Tonnen schwere Sandsteinkuppel tragen, werden zu »Pfeilern der Demokratie«. Sie verdeutlichen wesentliche Prinzipien unseres Gemeinwesens:

  • Freie Wahlen
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Zivilcourage
  • Streitkultur
  • Pluralismus
  • Meinungsfreiheit
  • Verantwortliches Wirtschaften
  • Partizipation.

Den Pfeilern beigestellt finden sich Statements von Vertreter*innen der Stadtgesellschaft. Sie erklären, wie und warum sie sich für das Gemeinwohl einsetzen. Die Gestaltung ist während der Offenen Kirche bei freiem Eintritt zu erleben.

Wer die Menschen hinter den Statements kennenlernen möchte, ist herzlich zur »Nacht der Stimmen« am 13. Februar ab 22 Uhr eingeladen. Sie gestalten den Abend mit. Am Sonntag Estomihi, dem 11. Februar 2024, wird das Thema des gestalteten Innenraums zudem im 11 Uhr-Hauptgottesdienst aufgegriffen.

»Es ist ernst! Unsere offene demokratische Gesellschaft ist bedroht wie noch nie im wiedervereinten Deutschland. Die Werte, auf denen unsere Verfassung seit 75 Jahre ruht, werden gezielt verunglimpft und geschmäht.

»Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Dieser erste Satz des Grundgesetzes bestimmt den Geist unserer Verfassung. Er ist unmittelbarer Ausdruck unseres jüdisch-christlichen Menschenbildes. Ganz allgemein spricht er von der Würde des Menschen – nicht von der Würde der Deutschen.

Vor den zuletzt publik gewordenen Vorstellungen von AfD und Neonazis – darunter Deportationspläne aus ethnischen, kulturellen und/oder politischen Gründen – ist niemand sicher. Mit ihnen tritt die Verachtung gegenüber dem offenen und pluralistischen Charakter unseres Landes offen zutage. Die erste deutsche Demokratie ist durch solchen Ungeist zugrunde gegangen. Auch der 13. Februar 1945 in Dresden gehört zu den Folgen dieses Scheiterns. Das darf sich niemals wiederholen!

Als Stiftung Frauenkirche Dresden tragen wir eine Bürgerkirche, die Menschen aller Nationalitäten, Kulturen und Religionen offen steht. Die Grundwerte, die von rechtsextremer Seite immer offener angefochten werden, sind für uns nicht verhandelbar. Die unantastbare Würde des Menschen ist für uns ein unumstößliches Fundament. Wir rufen daher alle, denen Demokratie, Respekt, Vielfalt und Gleichberechtigung wichtig sind, auf, aktiv und beherzt diese Grundwerte zu verteidigen.

Zeigen wir Haltung! Engagieren wir uns! Erheben wir die Stimme gegen Rechtspopulismus! Treten wir ein für einen offenen Freistaat Sachsen, ein demokratisches Deutschland und ein vereintes Europa.

Wir haben die Wahl:
2024 in Sachsen bei der Kommunal-, Landtags- und Europawahl.
Tagtäglich und im ganzen Land in unserem Umgang mit- und füreinander.

Es ist ernst. Nehmen wir es ernst!«

Maria Noth & Pfarrer Markus Engelhardt
Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche Dresden

Das ist uns wichtig

Demokratie braucht Vielfalt | Eva Sturm, Cellex Stiftung
Der »Dresdner Gedenkweg – unterwegs zur Versöhnung« führt mit Lesungen an Erinnerungsorte.
Nachhaltig und der Gemeinschaft verpflichtet | Stefanie Schlick, Sparkassen-Versicherung Sachsen
Machen statt meckern | Sven Böttger, Partnerschaft für Osteuropa
Man wird ja noch nachdenken dürfen | Fanny Krayenberg, Aktion Zivilcourage
Reden statt empören | Marcus Weber, Politischer Jugendring Dresden e. V.
Handeln braucht Rückgrat | Denise Ackermann & Susanne Gärtner, Riesa efau
Die Würde des Menschen ist unantastbar | Laura Valdivia & Felix Stall, Refugee Law Clinic
Nachhaltig und der Gemeinschaft verpflichtet | Maria Noth, Stiftung Frauenkirche Dresden