Glauben und Zweifeln
MAGAZIN »Leben in der Frauenkirche« > HEFT 3/2026 > INHALT > O du fröhliche mitten im Mai – Klingender Adventskalender
Herbstliche und adventliche Orgelklänge in der Frauenkirche
24 TÜRCHEN, EIN PREIS UND DIE VORFREUDE AUF DEN NÄCHSTEN ADVENT
Woran denken Sie Mitte Mai, wenige Tage vor Pfingsten? Wohl eher nicht an Adventschoräle oder vorweihnachtliche Musikstücke. Doch genau die führten Frauenkirchenkantor Matthias Grünert und Digitalreferentin Grit Jandura im Frühsommer in die Bundeshauptstadt.
Der »Klingende Adventskalender« der Frauenkirche Dresden war für den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) nominiert – einer der renommiertesten Digital-Awards im deutschsprachigen Raum. Zwischen Kampagnen großer Unternehmen, Agenturen und Organisationen stand unser Herzensprojekt, das allein im letzten Advent mehr als eine Million Mal aufgerufen wurde, auf der Shortlist.
Schon die Nominierung war Überraschung, Anerkennung und Grund zur Freude, nun aber war der Ehrgeiz geweckt. Ob die Fachjury von der Preiswürdigkeit einer Idee zu überzeugen sein würde, die von einem Mini-Team, mit schmalem Budget, dafür aber mit größtem Engagement und Herzblut umgesetzt wird? Per Video wurden die Juror:innen aus dem sommerlichen Berlin ins adventliche Dresden entführt.
Sie blickten hinter einige Türchen und auf beeindruckende Zahlen und hörten vor allem von dem ungemein wertschätzenden Feedback, das uns Jahr für Jahr auf Social Media, per Mail und in persönlichen Gesprächen erreicht.
So wurde verständlich, was den »Klingenden Adventskalender« ausmacht: dass sich Menschen an ganz unterschiedlichen Orten und in ganz verschiedenen Lebenssituationen 24 Tage lang in die Frauenkirche Dresden einladen und durch Adventsmusik berühren lassen – und dabei Teil einer Gemeinschaft werden.
VERBUNDENHEIT, DIE BEEINDRUCKT
Bei der Präsentation ging ein Lächeln durch den Raum, als Botschaft en wie diese zu lesen waren: »Ich freue mich wie ein Kind darauf, jeden Morgen ein Türchen zu öffnen« – nur eine von tausenden Reaktionen allein auf Youtube. Dort, aber auch auf vielen anderen Wegen teilen Menschen ihre Gedanken mit uns. Sie schreiben, dass der Kalender für sie fest zum Advent gehört.
Sie erzählen, wie sie die Musik aus der Frauenkirche an Familienmitglieder, die Kirchgemeinde oder den eigenen Chor weitergeben. Und manche vertrauen uns an, dass sie sich durch die täglichen Musikgrüße in einer für sie schwierigen Zeit begleitet wissen. Das freut uns – und überzeugte die Jury.
Denn tatsächlich wurde dem »Klingenden Adventskalender« der DPOK 2026 in der Kategorie »Kampagne mit kleinem Budget« zugesprochen. Natürlich würdigt der Preis die kreative Leistung. Doch die Jury war auch beeindruckt von dem, was dahintersteht: ein motiviertes Team, viele engagierte, zumeist ehrenamtliche Mitwirkende und eine wachsende Gemeinschaft, die den Kalender
Jahr für Jahr mitträgt.
Und die darf sich – natürlich – auf eine Neuauflage im kommenden Advent freuen. Ab dem 1. Dezember öffnen sich hier auf unserer Website und auf dem Youtube-Kanal der Frauenkirche wie der musikalische Türchen. Wir würden uns freuen, wenn Sie wieder mit dabei sind.